Balkonmarkise – Das gilt es zu berücksichtigen

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Ein Balkon ziert nicht nur die Fassade eines Gebäudes, sondern bietet vor allem den Bewohnern von Wohnungen einen wohltuenden Freisitz an der frischen Luft. Eine direkte und starke Sonneneinstrahlung auf den Balkon sowie auch unvorteilhafte Wetterverhältnisse sorgen dafür, dass der Aufenthalt auf und die Nutzung von dem Balkon unmöglich wird.

Auch wenn steda diese spezielle Art von Markisen nicht anbietet, möchten wir Sie an dieser Stelle über die Vor- und Nachteile von Balkonmarkisen informieren!  

Mit einer Balkonmarkise sind zahlreiche Vorteile verbunden, denn sie ermöglicht nicht nur einen angenehm schattigen Aufenthalt. Darunter stehen verschiedene Arten und Modelle zur Verfügung, sodass sie der individuellen Balkon- und Wohnsituation angepasst werden kann.

Gründe für einen Sonnenschutz auf dem Balkon

Balkone gibt es in verschiedenen Größen, Formaten und Architekturen. Ob ein kleiner oder ein großer Balkon, der Freisitz wird gerne zum Aufenthalt genutzt, mit Pflanzen begrünt und mit gemütlichen Outdoormöbeln und Accessoires eingerichtet, sodass ein Garten ähnliches Ambiente und ein wundervoller Platz zur wohltuenden Entspannung entsteht. Nicht selten wird der eigene Balkon auch zum bekannten Urlaubsort Balkonien. Strahlt die Sonne jedoch ihr gleißendes Licht und ihre Wärme direkt auf den Balkon, wird ein Aufenthalt ohne einen Sonnenschutz oft unmöglich. Das Licht blendet, UV-Strahlen sorgen für Hautprobleme und die Hitze schädigt den Körper und den Kreislauf.

Eine geeignete Aufhängung spendet Schatten und hat einige Vorteile gegenüber einem Sonnenschirm. Da Balkonmodelle an der Wand oder der Decke befestigt werden, beschatten sie anders als ein Sonnenschirm nicht punktuell, sondern die ganze Balkonfläche und verfügen auch über keine Ständerwerke, die den Platz und den Durchgang, vor allem auf kleinen Balkonen mit begrenztem Platzangebot, behindern. Des Weiteren schützt eine Schatten spendende Konstruktion auch vor dem Einfall des Sonnenlichts und der Hitze in die dahinter liegenden Innenräume der Wohnung durch die Balkonfenster und Glastüren. Insbesondere in den heißen Sommermonaten wird so das Aufheizen des Innenraumes sowie auch eine mögliche Schädigung der am Fenster stehenden Pflanzen hinter dem Glas vermieden.

Konstruktionen können auch in entsprechend wetterfester Ausstattung und Konstruktion den Aufenthalt auf dem Balkon bei schlechtem Wetter ermöglichen. Sicher vor leichtem Wind und plötzlichen Regenschauern wird das gemütliche Beisammensein, der Kaffeetreff oder die Balkonparty unter der Projektierung nicht gestört.

Sehr häufig wird jedoch nicht nur ein Sonnen- und Wetterschutz auf dem Balkon notwendig, sondern auch ein Sichtschutz. Je nach Lage und Gebäudesituation stören die Beobachtungen und Blicke der Nachbarn von den nebenanliegenden, darüberliegenden oder auch gegenüberliegenden Balkonen die Privatsphäre auf dem eignen Balkon.

Balkonbauwerke in Form von Markisen, Seitenbeschattungen und Balkonbespannungen schützen vor den von oben, von vorne und von den Seiten einwirkenden Sonnenstrahlen, Niederschlägen, Winden, verschiedenen Umwelteinflüssen sowie vor den Beobachtungen der Nachbarn und sorgen für einen rundum ungestörten angenehmen Aufenthalt im Freien.

Geeignete Arten, Modelle und ihre Eigenschaften

Sehr beliebt auch für Balkone sind unter den verschiedenen Arten die Gelenkarmmarkisen, die es als offene, als Hülsen- und als Kassettenmarkise gibt. Während offene Gelenkarmmarkisen und Hülsenmarkisen für eine überdachte oder wettergeschützte Einbausituation an einem Balkon ausreichen, sind die Vollkassettenmarkisen für Balkone geeignet, die freiliegend starken Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Allerdings bedarf es bei diesen Modellen einer festen Installation in das Mauerwerk bzw. an der Fassade des Gebäudes von dem betreffenden Balkon. Nach deutschem Mietrecht dürfen Mieter zwar eine Aufhängung an ihrem Balkon anbringen und festmontieren, dennoch gibt es Situationen und Bedingungen, bei denen eine solche Festinstallation nicht in Betracht kommt. In diesen Fällen bietet sich als Balkonkonzeption die Klemmmarkise an, da sie an der Wand befestigt, jedoch nicht fest installiert wird.

Sie präsentiert sich als eine spezielle Fallarmmarkise. Die Klemmstützen an den werden an der Balkonwand zwischen dem Balkonboden und der Decke eingeklemmt. Die Montage erfolgt, ohne dabei bohren und dübeln zu müssen. Das Mauerwerk wird nicht angegriffen. Voraussetzung ist allerdings, dass an dem Balkon eine Überdachung, eine Decke, ein Mauervorsprung oder Fensternischen als Befestigungsmöglichkeiten vorhanden sind, in die die Klemmmarkise eingeklemmt werden kann. Die Konstruktion kann spurenlos und flexibel im Herbst wieder entfernt sowie im Frühjahr wieder anmontiert werden und ist dadurch vor allem für Mietwohnungen mit Balkon sehr geeignet. Die Klemmmarkise ist des Weiteren auch aufgrund ihres kostengünstigen Preises und durch ihren flexiblen Einsatz bei Mietern sehr beliebt, denn sie kann beim Umzug in eine neue Mietwohnung an einen neuen Balkon angebracht werden.

An einigen Balkonen eignet sich je nach Architektur unter Umständen auch eine Senkrechtmarkise bzw. Fassadenmarkise, wie beispielsweise eine entsprechend große Markisolette für einen französischen Balkon, der für seine bodentiefen Fenster, seinem kurzen Austritt durch einen Mauervorsprung und seinem meist attraktiven Geländer bekannt ist. Die Markisolette sorgt bei einem französischen Balkon durch den senkrechten oberen Teil der Konstruktion für Schatten im anliegenden Innenraum und ermöglicht durch den unteren Teil in Form einer Fallarmmarkise die offene Sicht nach außen.

Seitlicher Sonnen-, Wetter – und Sichtschutz auf dem Balkon

An einigen Balkonen wird gegebenenfalls auch eine Seitenbeschattung, vor allem wenn die Sonne tief steht oder seitlich einfällt, ein seitlicher Windschutz oder auch ein Sichtschutz notwendig. Eine Konstruktion in der Form einer Balkonbespannung, die das Balkongitter umrandet und verkleidet, kann als Sichtschutz, Windschutz, Regenschutz und auch als Sonnenschutz fungieren. Ebenso bieten Seitenzug-, Senkrechtmarkisen und Seitenbeschattungen wie Wandklappschirme oder Balkonrollos sowohl einen nützlichen Sonnenschutz als auch einen blickdichten Sichtschutz. Viele Balkone besitzen ungünstige oder besondere Einbau- und Ecksituationen für die entsprechenden Schutzmarkisen, weswegen für diese Fälle auch oft spezielle Formate und Konstruktionen angeboten werden.

Was ist zu beachten?

Balkonhalterungen schaffen in ihren unterschiedlichen Arten, Formen, Konstruktionen und teilweise auch mehrfachen Funktionen eine Möglichkeit auf dem Freisitz an der Wohnung ein angenehmes Klima zu kreieren, eine störungsfreie Oase sowie eine optische Aufwertung des Bereiches und des Gebäudes zu schaffen. Dennoch sind dabei bestimmte Aspekte zu beachten. Mieter einer Wohnung mit einem Balkon sollten vor der Montage das Vorhaben mit dem Vermieter absprechen und ihn darüber informieren, um eventuelle Probleme und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Bei der Wahl der passenden Balkonmarkise sollte auf die Fassadengestaltung und das einheitliche Gesamtbild des Gebäudes Rücksicht genommen werden.

Es ist zu empfehlen, den Balkon nicht mit Beschattungen zu überladen oder einzumauern und das Design sowie die farbliche und konstruktive Gestaltung an den Stil des Balkons, des Gebäudes und der Umgebung anzupassen, was häufig von den Vermietern, Hausverwaltungen und auch den Behörden (z. B. hinsichtlich des Stadtbildes oder Denkmalschutzes) gefordert wird. Zu bedenken ist auch, dass die farbliche Gestaltung der Markise einen entscheidenden Einfluss auf die Atmosphäre des Balkons ausübt.

Vor der Anschaffung sollten die Einbausituation und die Befestigungsmöglichkeiten vor Ort geprüft werden. Dies betrifft zum Beispiel die Stabilität des Montageuntergrundes, die Formate von Balkonfenstern und Balkontüren hinsichtlich des Beschattungsumfangs und der Durchgangshöhe, die Lichtverhältnisse sowie die Montagemöglichkeiten an der Wand, der Decke, der Balkonbrüstung und an eventuell vorhandenen Dachsparren, Überständen oder Nischen.

Ebenso sind die Qualität und die Beschaffenheit selbst elementar wichtig. Hier ist auf die Eignung des Tuchs bei der Stoffwahl, auf die Konstruktion und die Stabilität des Gestells z. B. hinsichtlich Windstärke, Witterungsbeständigkeit, Ausfalllänge und verstellbare Neigungswinkel sowie auch auf das optimale Maß und auf eine komfortable Handhabung bei der Bedienung  zu achten.

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