Betonplatten verlegen – So wird es gemacht!

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betonplatten verlegen auf der Terrasse

Bis man den richtigen Terrassenboden gefunden hat, kann durchaus ein wenig Zeit vergehen. Soll die Terrassenfläche aus Holz bestehen, aus Beton, und welche Terrassenplatten sollen darauf verlegt werden? Sollen auch die Gehwegplatten im Garten identisch zum Terrassenboden sein? Wenn Sie an dieser Stelle noch Inspiration benötigen, raten wir Ihnen zu einem Blick in den Online-Katalog von steda, denn unter der Rubrik „Gartengestaltung“ finden Sie alles Notwendige für den Terrassenbau: Betonplatten, Keramische Platten, Natursteinplatten oder Polygonalplatten.

Selbstverständlich finden Sie bei steda auch Edelsplitt, Ziersplitt oder Sackware, ebenfalls unter der Rubrik „Gartengestaltung“.

Wenn die Betonplatten am Gartenweg, bzw. auf der Terrasse verlegt werden, müssen sie auf jeden Fall für den Außenbereich geeignet und frostsicher sein. Wenn diese Fragen alle geklärt sind, taucht gleich die nächste auf, nämlich, wer soll die Betonplatten verlegen. Mancher Hobbyhandwerker überlegt sicher an dieser Stelle, ob dieses Unterfangen nicht vielleicht eine Nummer zu groß für ihn ist. Doch wir sagen: Nur Mut, wir präsentieren Ihnen hier eine Anleitung, um Ihnen die Arbeit zu erleichtern.

Material und Werkzeug – Was wird benötigt?

Material

  • Betonplatten
  • Kies
  • Splitt
  • Fugenkreuze
  • Befestigungen für den Rand
  • Fugenmaterial (Quarzsand oder Fugenmörtel)

Werkzeug

  • Gummihammer
  • Rüttelplatte
  • Brettstück und Latte zum Abziehen
  • Schnur
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Schaufel und Harke
  • Plattenheber

Betonplatten verlegen in 3 Schritten

Ist das Material und das Werkzeug beisammen kann es eigentlich direkt losgehen. Wir empfehlen folgende Reihenfolge bei der Vorgehensweise:

Denken Sie auf jeden Fall an ein Gefälle von rund 2 %, welches dazu dient, dass Wasser abfließen kann und keine Staunässe entsteht. Bei einem Untergrund aus Beton ist zu diesem Zweck möglicherweise ein Auftrag von Estrich notwendig.

Anschließend gibt es 3 gängige Varianten, Betonplatten zu verlegen:

  • Auf ein wasserdurchlässiges Splittbett,
  • auf ein Plattenlager,
  • oder in ein Mörtelbett.

Überprüfen Sie, bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, ob alle Platten intakt sind, es wäre sehr ärgerlich, mitten in der Arbeit festzustellen, dass das Material nicht ausreicht. Und falls Sie Betonplatten schneiden müssen, ist es praktisch, einen Winkelschneider mit Diamanttrennscheibe zur Hand zu haben. Wenn Sie selbst keinen besitzen, fragen Sie in einem Baumarkt bezüglich Verleih nach.

Je nach Untergrund unterscheidet sich das Verlegen der Betonplatten. Wir erklären euch nun das Vorgehen zunächst im Splittbett und anschließend im Mörtelbett.

Betonplatten verlegen im Splittbett

Beginnen Sie immer, vom Rand aus zu arbeiten, damit Sie das Splittbett währenddessen nicht betreten müssen. Wenn die Platten an die Hauswand reichen, beginnen Sie am besten dort mit dem Verlegen, damit dort nicht geschnitten werden muss.

Als ersten Schritt muss die Fläche, auf der die Platten verlegt werden, abgesteckt und ausgeschachtet werden. Dann wird mit Schotter aufgefüllt, rund zehn bis zwanzig Zentimeter hoch. Eine Rüttelplatte hilft dabei, die Kiesschicht zu verdichten. Die Kiesschicht ist notwendig, um den Untergrund wintersicher zu machen. Wenn Wasser zwischen dem grobkörnigen Kies gefriert, kann es sich genügend ausdehnen, ohne dass die Betonplatten angehoben werden.

Anschließend kommt als nächste Schicht feinerer Splitt oder Sand, und zwar rund fünf Zentimeter hoch. Auch diese Schicht muss wieder mit dem Rüttler verdichtet werden. Zum Abziehen benötigt man eingelegte Schienen und einen Richtscheit.

Nun können bereits die Platten verlegt werden, auf eine Fugenbreite von rund 3 bis 5 mm und eine größere Dehnungsfuge zu Hauswand, Treppen oder Mauern ist zu achten. Diese Fuge sollte rund 15 bis 20 mm breit sein, und bietet Platz für die temperaturbedingte Ausdehnung des Bodens, ohne dass die Platten angehoben werden.

Vor allem die erste Reihe muss korrekt verlegt werden, wenn hier Fehler passieren, zieht es sich durch das ganze Projekt. Prüfen Sie immer wieder mit einer Wasserwaage die Ebenheit der verlegten Fläche. Wenn Platten zu tief liegen, muss noch etwas Splitt untergelegt werden.

Damit gerade Fugen gelingen, kann man entweder auf Fugenkreuze zurückgreifen, die in den Fugen verbleiben, oder man behilft sich mit folgendem Trick: Am Rand der zu verlegenden Fläche steckt man links und rechts ein paar kleine Pflöcke in den Boden und spannt eine Schnur dazwischen. Dies dient als Orientierungshilfe für einen gerade Fugenverlauf.

Anschließend kann man die fertig verlegten Betonplatten mit einem Gummihammer festklopfen. Wenn Sie wollen, können sie nun mit Fugenmörtel oder Fugensand die Fugen füllen, aber Vorsicht, dass sich die Terrassenplatten nicht dadurch nicht verschieben!

Um den richtigen Bedarf an Splitt zu berechnen, verwenden Sie am besten einen der Splitt- oder Kiesrechner, die im Internet leicht zu finden sind.

Betonplatten verlegen im Mörtelbett:

Ist ein ebener Untergrund vorhanden, der das benötigte Gefälle (2 %!) aufweist, dann ist das Verlegen der Platten im Mörtelbett eine wirklich einfache Aktion. Am besten verwenden Sie bereits fertig gemischten, schnell trocknenden Mörtel. Arbeiten Sie sich schrittweise vor, indem Sie den Mörtel punktuell am Boden auftragen, und zwar ein Klecks in der Mitte, und in jeder Ecke der Platte ein weiterer. Dann kann die Platte draufgelegt und ausgerichtet werden, das gelingt am besten mit einem Gummihammer oder einem Plattenheber.

Wenn es sich um den Terrassenboden handelt, der solchermaßen verlegt wird, beginnen Sie am besten in einer Ecke und arbeiten sich zum Haus vor. Die Kluft zwischen Hauswand und Terrasse kann mit Silikon gefüllt werden, um den Übergang schöner zu gestalten.

Soll verfugt werden?

Bei einem Betonuntergrund rät man üblicherweise vom Verfugen ab. Deshalb, damit das ungehinderte Abfließen von Regenwasser sichergestellt ist. Möchten Sie jedoch keine Fugen auf Ihrer Terrasse, so kann mit Sand oder Gesteinsmehl aufgefüllt werden. Dabei gibt es verschiedene Vor- und Nachteile:

Wird nicht verfugt, kann das Wasser besser ablaufen, und kaputte Platten können leichter ersetzt werden. Allerdings verschieben sich die Platten so leichter, und es kann ungehindert Unkraut dazwischen wachsen.

Wird mit Sand verfugt, kann das Wasser auch recht gut abfließen, auch der Plattenaustausch funktioniert recht unkompliziert. Unkraut kann sich trotzdem bilden, und der Sand muss regelmäßig wieder aufgefüllt werden, da er sich auswäscht. Das Einbringen von Sand in die Fugen ist äußerst simpel, verteilen Sie den Sand auf den Fugen und kehren Sie ihn mit einem Besen ein. Wasser brauchen Sie nicht hinzuzugeben.

Beim Fugenmörtel hat Unkraut keine Chance, und es wäscht sich auch nichts aus. Wird fester Mörtel verwendet, kann er mit der Zeit brechen. Und wenn eine Platte getauscht werden muss, gestaltet sich dies ziemlich aufwändig.

An welches Verlegemuster wagen?

Wenn Sie Anfänger im Verlegen von Platten, speziell von ungeschnittenem Naturstein sind, dann raten wir Ihnen zu einem Kreuz- oder Halbverband. Für Fortgeschrittene stehen unter anderem auch Fischgrät, Reihenverband oder römischer Verband zur Auswahl. Beispiele und Muster dazu finden sich ebenfalls im Internet, zum Beispiel auf Pinterest, zur Genüge.

Nach dem Verlegen der Platten ist es übrigens sehr wichtig, jegliche Verunreinigungen sofort zu entfernen. Was mit einem Besen nicht zu entfernen ist, kann mit Schmierseife versucht werden, oder den Platten entsprechenden Reinigungsmitteln. Zum Thema Reinigen von Steinplatten finden Sie übrigens im steda-Magazin auch einen interessanten Ratgeber.

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