Carport abreißen – das müssen Sie beachten

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Planen Sie den Abriss Ihres Carports? Dann sollten Sie nicht unterschätzen, welche Kosten und Formalitäten auf Sie zukommen könnten. Manchmal ist es unabdingbar und Sie müssen den Carport abreißen. Oftmals sind Sie jedoch mit einer Instandsetzung besser bedient.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Pauschal ist das natürlich schwierig zu sagen. Die entstehenden Kosten beim Abriss eines Carports hängen natürlich in erster Linie von dessen Größe ab. Pro m³ umbautem Raum können Sie aber etwa 15€ bis 35€ einkalkulieren. Die meisten Abrissfirmen rechnen ihre Arbeiten in dieser Größenordnung ab.

Hinweis: Die Größe des umbauten Raumes in m³ finden Sie heraus, indem Sie die Länge mit der Breite und der Höhe des Carports multiplizieren.

Neben dem eigentlichen Abriss sind Sie auch für die Entsorgung der Materialien verantwortlich. Es muss sogar genau dokumentiert werden, wo diese hingebracht wurden. Der Verbleib des Abfalls wird genau kontrolliert. Schon aus diesem Grund lohnt es sich, eine professionelle Firma zu engagieren, da diese dann die entsprechenden Belege verwahrt.

Tipp: Die Trennung der Baustoffe kann Kosten sparen. Nicht alle Abfälle sind gleich teuer in der Entsorgung. Einige können sogar kostenfrei entsorgt werden. Allerdings gilt es abzuwägen, ob der Aufwand der Abfalltrennung eine ausreichend hohe Ersparnis bewirkt.

Genehmigung nicht vergessen

Eine bauliche Veränderung, die natürlich gegeben ist, wenn Sie Ihren Carport abreißen möchten, kann eine Genehmigung voraussetzen. Die Regelungen sind regional unterschiedlich, aber in den meisten Fällen sollten Sie damit rechnen, dass Sie eine Baugenehmigung benötigen.

Diese verursacht weitere Kosten und muss frist- sowie formgerecht eingereicht werden, damit dem Antrag stattgegeben werden kann. Am besten sprechen Sie mit dem Unternehmen, das Sie für den Abriss beauftragen möchten. Dieses kennt sich schließlich vermutlich sehr gut mit den geltenden Bestimmungen aus, kann Sie diesbezüglich beraten und bei Bedarf mit Sicherheit auch den lästigen „Papierkram“ erledigen.

Achtung: Wenn Sie planen, den Carport nach dem Abriss wieder neu aufzubauen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Der Neubau bedarf natürlich wieder einer eigenständigen Baugenehmigung. Diese sollten Sie aber grundsätzlich ohne Probleme erhalten – schließlich können Sie argumentieren, dass die Baugenehmigung schon seinerzeit für die gleiche Fläche erteilt wurde, als Sie den Carport zum ersten Mal errichtet haben.

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Abriss und Neubau oder Reparatur?

Die folgenden Ausführungen haben gezeigt, dass der Abriss und Neubau eines Carports hohe Kosten und auch einiges an Nerven kosten kann. Zahlreiche Kosten fallen an und Formalitäten müssen geklärt werden. Zudem fehlt ja auch noch der neue Carport. Für das Material und die Errichtung müssen Sie selbstverständlich zusätzliche Kosten einplanen.

Es ist also denkbar, dass eine Reparatur des Carports oftmals wirtschaftlich erschwinglicher sein könnte, als ein Abriss und Neubau. Sofern Sie den Carport nur ausbessern und nicht erweitern bzw. vergrößern möchten, benötigen Sie zudem keine Baugenehmigung.

Natürlich ist aber manchmal ein Abriss unabdingbar – beispielsweise, wenn der Carport derartig beschädigt ist, dass eine Reparatur nicht mehr sinnvoll erscheint oder Sie ohnehin eine Umgestaltung des Außenbereiches vornehmen möchten.

Tipp: Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Carport sind, schauen Sie unbedingt mal bei steda vorbei. Hier finden Sie zahlreiche Modelle, die Sie nach Ihren Vorstellungen individualisieren können.

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