Eine Checkliste hilft beim Kauf des richtigen Carports

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Der Kauf von einem Carport erfordert nicht nur eine sorgfältige Planung, sondern auch die Berücksichtigung einer Vielzahl von wichtigen Details. Das Angebot an Modellen und Systemen auf dem Markt ist sehr vielfältig. Beim Kauf ist sowohl zu prüfen, was die angebotene Anlage alles beinhaltet als auch, ob das System zu den individuellen Vorstellungen, dem geplanten Budget und zu den Erfordernissen vor Ort passt. Damit die Anschaffung kein Fehlkauf wird und dauerhaft Bestand hat, hilft eine Checkliste.

Übersicht

Die Anschaffung bedingt die Berücksichtigung formeller, technischer und finanzieller Aspekte. So ist es beispielsweise ausschlaggebend, ob das geplante Modell überhaupt baurechtlich aufgestellt werden darf, unter welchen Bedingungen und zu welchen Kosten, denn auch eine Baugenehmigung sowie erforderliche Umbaumaßnahmen kosten Geld. Auch ist es häufig eine Frage des zur Verfügung stehenden Budgets, welche Qualität, Ausstattung und Aufbaumethode geplant ist. Oftmals sind auch die preiswertesten Angebote individuell nicht die günstigsten. So ist im Einzelnen genau darauf zu achten, welche Bestandteile und Materialien in dem Angebot enthalten sind, welche notfalls zusätzlich beschafft werden müssen, diese überhaupt zu den Bedingungen am Standort sowie zur geplanten Nutzung passen und über welche Qualität diese verfügen. Um das optimale Modell und Angebot zu finden, hilft eine Checkliste, die eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte bietet:

  • Prüfung der Erforderlichkeit einer Baugenehmigung
  • optimale Größe und sonstige Nutzungsbereiche des Carports
  • der geeignete Standort
  • Details zur Konstruktion
  • Art und Qualität des Materials
  • Dachform, Dacheindeckung und Solaranlagen
  • Carport Boden
  • Montage
  • Gewährleistungen wie Garantien

Zu jedem dieser Aspekte gehören detaillierte Informationen, die vor der Anschaffung und bei der Abwägung sowie Prüfung der Angebote zusammengestellt und berücksichtigt werden sollten.

Bauantrag oder Bauanzeige erforderlich?

Die baurechtlichen Vorschriften und Auflagen über das Aufstellen sind in allen Bundesländern unterschiedlich geregelt. In Ländern wie Thüringen oder Sachsen wird kein Bauantrag für eine Baugenehmigung oder eine Bauanzeige verlangt. In anderen hängt es von der Größe und Art des Konstrukts sowie den Bedingungen vor Ort ab oder es ist grundsätzlich eine Baugenehmigung erforderlich. Vor der Wahl und der Anschaffung ist unbedingt eine Rücksprache mit der zuständigen Baubehörde zu halten oder eine Bauvoranfrage zu stellen. Beim Kauf ist auch darauf zu achten, ob die für die Baubehörden erforderlichen technischen Unterlagen und Berechnungen vom Modell vollständig und aussagekräftig vorhanden sind.

Größe, Standort, Konstruktion

Beim Erwerb ist auf die korrekten und individuell passenden Ausmaße des Modells zu achten. Die Größe sollte nicht zu klein beziehungsweise zu eng kalkuliert werden. Es sollte genügend Bewegungsfreiheit zwischen, und um die Fahrzeuge, ein zukünftiger Platzbedarf für mehr oder größere Autos, Abstellflächen sowie eventuell der Platz für einen Geräteraum einkalkuliert werden. Es ist auch abzuklären, ob die zur Verfügung stehenden Standardgrößen ausreichen oder spezielle Maßanfertigungen notwendig sind und zu dem gewünschten Modell auch angeboten werden.

Vor dem Erwerb ist auch die Frage nach dem geeigneten Standort auf dem Grundstück zu klären. Dabei sind auf Grundstücksgrenzen, geeignete Zufahrten, die gegebenen Bodenverhältnisse, Wetterseite, Baugrenzen sowie Anbaubedingungen zu achten. Es ist zu empfehlen, auch hier das Bauamt zu kontaktieren.

Einer der wichtigsten Aspekte bildet die Thematik rund um die Konstruktion, zu der eine Vielzahl von entscheidenden Details gehört. Hierbei ist unter anderem zu klären, ob ein Einzelcarport ausreicht oder ein Doppelcarport optimaler ist, die Form ein ungewöhnliches Ausmaß oder einen komplexen Winkelbau erfordert, das Modell ein Anlehncarport oder einen frei stehenden Rastplatz darstellen soll, Wandverkleidungen integriert werden sollen und wie viele Pfosten in welcher Stärke im Angebot enthalten und tatsächlich erforderlich sind. Des Weiteren ist bei der Konstruktion auf die Qualität und Stärke des Materials zu achten, was insbesondere bei Holzkonstruktionen und Aluminiumkonstruktionen sehr wichtig ist. Es ist auch empfehlenswert, sich über das Wesen und die Qualität der Statik des jeweiligen Modells zu informieren.

Das passende Material, Dach und der geeignete Boden

Es sollte im Vorfeld geklärt werden, aus welchem Material das Gebilde bestehen soll. Für Carports wird in der Regel Holz, Aluminium, feuerverzinkter Stahl sowie auch Kombinationen unterschiedlicher Materialien verwendet. Es gibt aber auch Varianten, deren Pfeiler aus einem Mauerwerk bestehen oder aus Kunststoff gefertigt sind. Da ein Autorastplatz für gewöhnlich eine einmalige Investition darstellt und nach Möglichkeit auch dauerhaft Stabilität besitzen sollte, ist es zu empfehlen bei der Materialwahl auf eine hochwertige Qualität zu achten.

Hinsichtlich des Daches ist unter anderem darauf zu achten, ob eine und welche Dacheindeckung im Kaufpreis enthalten ist, inwieweit ein Satteldach, ein Pultdach, ein Bogendach oder ein Flachdach infrage kommt, welche Dacheindeckung zu der angebotenen Konstruktion, der Beschaffenheit und der Lage des Standorts geeignet ist, ob Giebeldreiecke im Angebot komplett vorgefertigt sind und ob die fertigen und vorgesehenen Teile stabil, kompetent und stark genug sind, beispielsweise bezüglich der Schneelast. Auch das Entwässerungssystem am Dach, wie eine im Preis enthaltene Regenrinne und Abflussrohre, sollte abgeklärt werden. Das Abflusssystem hängt auch mit der Art des Daches zusammen. Bei dem Kauf sollte berücksichtigt werden, ob auf dem ausgewählten Modell die Installation einer Solaranlage möglich ist, die häufig auch erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen wird.

Zum Autostellplatz gehört auch die Ausstattung seines Bodens. Bereits bei der Anschaffung ist die Art und Weise der geplanten Bodenverlegung wie Pflastersteine oder Bodenplatten sowie das dafür notwendige Fundament mit einzukalkulieren.

Aufbaumethode – Selbstmontage mit Bausatz oder Fachmann?

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© steda GmbH & Co. KG

Der Kauf wirft natürlich auch die Frage auf, ob das Modell selbst aufgebaut werden kann, beziehungsweise muss, oder ob der Aufbau durch einen Fachmann in Auftrag gegeben wird. Es ist also darauf zu achten, ob es als fertiger Bausatz mit Bauanleitung zur Verfügung steht, wenn man den Unterstand leicht selbst aufbauen möchte. Sollte das ausgewählte Modell einen komplizierten oder nur durch Fachkräfte erstellbaren Aufbau vorsehen, ist ein Servicedienst mit einzuplanen.

Welche Gewährleistungen bietet der Hersteller?

Wichtig ist es stets auch auf bestehende und angebotene Garantien zu achten. Ebenso sollte bedacht werden, ob Ansprüche wegen eventuell aufgetretener Mängel beim Hersteller nach deutschem Recht geltend gemacht werden können und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das der Hersteller in beispielsweise fünf Jahren oder der entsprechenden Garantiezeit immer noch auf dem Markt existiert.

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