Dachrinne montieren – so fließt das Wasser richtig ab

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Kupfer-Dachrinne montiert

Irgendwann gibt auch die beste Dachrinne auf und muss ersetzt werden. Für den passionierten Heimwerker ist das jedoch kein großes Problem. Die Auswahl an Materialien ist bei der Montage von Dachrinnen ebenso groß, wie die der Verbindungstechniken. Sie können sich zwischen Dachrinnen aus Metall (Kupfer, Aluminium, Messing) und Kunststoff entscheiden. Je nach Material und Hersteller werden die Elemente unterschiedlich miteinander verbunden: Durch Löten, Stecken, Nieten oder Kleben.

Alu-Dachrinne am Gartenhaus

Unser Tipp: Dachrinne aus Aluminium

  • etwas teurer als anderes Materialien, dafür aber haltbarer
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Schritt 1 – Dachziegel vor der Dachrinnenmontage entfernen

Da sich im Laufe der Zeit bis zu ein Drittel der Dachrinne unter den Ziegeln oder Schindeln des Daches befinden kann, müssen Sie diese zunächst im unteren Bereich vorsichtig entfernen. Wollen Sie bei Ihrer Garage oder Ihrem Gartenhaus eine Dachrinne montieren, müssen Sie eine entsprechende Längslatte vorab anbringen.

Schritt 2 – Rinneneisen befestigen und ausrichten

Das erste Rinneneisen – der sog. Rinnenhalter – wird entsprechend des zuvor gemessenen Abstandes zwischen Ziegelrand und Dachrand gebogen und auf Höhe des Firststeins mit geeigneten Schrauben oder Nägeln befestigt. Verwenden Sie zum Biegen eine Kneifzange und verfahren Sie mit den weiteren Rinneneisen ebenso. Schlagen Sie mit dem Stechbeitel eine Nut in die unterste Sparre, die Sie soeben freigelegt haben. Sie sollte in Breite und Tiefe dem Rinneneisen entsprechen.

Befestigen Sie danach eine Richtschnur am höchsten und am niedrigsten Punkt des Rinneneisens bis zum anderen Dachende. Dabei sollte das Gefälle nicht mehr als 2 bis 3 cm auf 10 m betragen. Nach der Montage des zweiten Rinneneisens am gegenüberliegenden Firststein spannen Sie die Richtschnur vom tiefsten Punkt ausgehend  zurück. Überprüfen Sie das Gefälle nochmals mit der Wasserwaage, um eventuelle Probleme auszuschließen. Im Abstand von 0,5 bis 1,5 m werden im Anschluss die weiteren Rinneneisen, dem Gefälle entsprechend, an der Dachsparre angebracht. Bevor Sie mit Schritt 3 fortfahren, überprüfen Sie bitte, ob der Rinnenhalter auch wirklich fest sitzt.

Schritt 3 – Anbau der Dachrinne

Beginnen Sie an der höchsten Stelle, indem Sie ein Rinnenstück an den Rinnenhaken bzw. dem Rinneneisen einhängen. Messen Sie, welche Restlänge an Dachrinne Sie benötigen und schneiden Sie mit der Metallsäge die Rinne rechtwinklig exakt auf die benötigte Länge zu.

Entgraten Sie die Schnittkante, verbinden Sie die beiden Rinnenteile und hängen Sie die Rinne im Rinnenverbinder ein. Nun werden die Dachrinnenelemente eingelegt. Sie beginnen mit einem Eckstück und schließen dann mit einem Eckstück und dem Abfluss für das Fallrohr ab.

Dachrinne am Carport aus Alu

Schritt 4 – Anbringung des Ortgangblechs

Verschrauben Sie das Dachblech mit der Unterkonstruktion. Den Traufstreifen nageln oder tackern Sie anschließend so auf die Dachfläche, dass er in die Rinne hineinhängt. Auf diese Weise kann kein Regenwasser mehr zwischen Rinne und Dachkante laufen.

Schritt 5 – Montage des Fallrohrs

Legen Sie das letzte Rinnenelement mit dem Fallrohr-Abfluss ein und befestigen Sie es mit passenden Schrauben oder Nägeln. Markieren Sie mit Hilfe von Wasserwaage und Richtschnur genau die Mitte des Abflusses an der Fassade. Mit der Biegung in Richtung der Hauswand stecken Sie nun den ersten Fallrohr-Bogen in den dafür geeigneten Abfluss. Den zweiten Bogen halten Sie dagegen. Bitte beachten Sie dabei Ihre Markierung und den späteren Abstand der Befestigungsschellen zur Wand.

Messen Sie den Abstand zwischen den beiden Bögen aus und schneiden Sie bzw. sägen Sie das Fallrohrstück mit einer Metallsäge maßgerecht zu. Setzen Sie zwischen 5 und 10 cm unter dem zweiten Bogen, senkrecht nach unten ausgehend von der ersten Markierung die Bohrung für das Loch an, in dem Sie dann die erste Rohrschelle befestigen. Die erste und auch die letzte Schelle ist jeweils eine Festschelle. Ist es eine hohe Fassade, kommt auch in der Mitte eine Festschelle. Dazwischen setzen Sie Losschellen.

Nun können Sie das Fallrohr anbringen und mit Schrauben fixieren. Wenn Sie dies mit Ihrer Regentonne verbinden, um Regenwasser zu speichern, können Sie ganz nebenbei Ihren Wasserverbrauch senken.

Schritt 6 – Das Laubgitter installieren

Zum Ende hin legen Sie noch das Laubgitter in die Dachrinne und befestigen es entsprechend dem gewählten Material, wie z.B. Aluminium. Dies verhindert, dass das Fallrohr durch äußere Einflüsse wie Laub verstopft.

Fazit – Sie schaffen das!

Mit ein bisschen Geschick und unserer Anleitung in der Hinterhand, kann bei der Montage Ihrer Dachrinne nichts mehr schief gehen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und gutes Gelingen!

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