Fallarmmarkise – Das traditionelle Sonnenschutzsystem

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fallarmmarkise
© Kara - fotolia.com

Als eine der traditionellsten und weitverbreitetsten Sonnenschutzsysteme präsentiert sich die Fallarmmarkise. Vor allem im mediterranen und südländischen Raum sehr beliebt, bewährte sich diese Markise seit jeher als ein praktischer und effektiver Schattenspender sowie auch als Sichtschutz insbesondere vor Fenstern, aber auch auf Balkonen, an Fassaden und Schaufenstern jeglicher Gebäude.

Auch wenn steda diese spezielle Art von Markisen nicht anbietet, möchten wir Sie an dieser Stelle über die Vor- und Nachteile von Fallarmmarkisen informieren!  

Durch ihre relativ einfache, jedoch intelligente Konstruktion birgt diese Markise eine Reihe von funktionellen Vorteilen und trägt gleichzeitig zur dekorativen Gestaltung der Gebäudefassade bei.

Spezielle Merkmale und die besondere Wirkung

Die Fallarmmarkise ist eine Sonnenschutzkonstruktion, die ausschließlich für die Installation an der Außenseite eines Fensters konzipiert ist. Als eine einfache Rollmarkisenkonstruktion verfügt sie über eine Tuchwelle durch die das Markisentuch ein- und ausgerollt wird. Anders als zum Beispiel bei einer Senkrechtmarkise verfügt dieses Markisenmodell über zwei Stützarme (Fallarme) an den Seiten, durch die das Tuch, nicht gerade senkrecht an dem Fenster nach unten, sondern in einem bestimmten Winkel nach vorne ausgestellt wird. Auf diese Weise schützt sie vor der auftreffenden Sonneneinstrahlung durch das Fenster nach innen und ermöglicht gleichzeitig die Sicht aus dem Rauminneren nach draußen.

Aufgrund dessen, dass diese Beschattung außen angebracht ist, werden die Sonnenstrahlen durch die Markise vor dem Fenster reflektiert, wodurch die Sonnenenergie in einem entscheidenden Maß nicht in den Raum dringt und ihn aufwärmen oder aufheizen kann. Dies ist einer der Gründe, warum diese Markisenart insbesondere in heißen Regionen und südlichen Gebieten wie Südfrankreich, Spanien und Italien im Mittelmeerraum sehr beliebt ist und eine lange Tradition hat. Hier soll im Kampf gegen die andauernde Hitze neben Schatten auch für Kühle und für angenehme Temperaturen in den dahinterliegenden Räumen gesorgt werden.

Ebenso wie es unterschiedliche Modelle gibt, können diese auch verschieden lange Fallarme besitzen. Je nach Länge und Konzeption der Fallarme können verschiedene Ausfallwinkel eingestellt werden. Durch die spezielle Ausstelltechnik können deutlich spitzere und vorteilhaftere Winkel eingestellt werden, als z.B. bei einer Gelenkarmmarkise. So ist, je nach Sonnenstand, Sonnenintensität und auch nach Bedarf des Aussichtsumfanges nach draußen, eine variable Einstellung der Markise möglich.

Diese Modelle gibt es in unterschiedlichen Formaten, sodass sie mit entsprechender Markisenbreite und Länge ebenso für große Glasfronten wie auch für kleine Fenster verwendet werden können. Vor allem an einem kleinen Fenster oder wenn es darum geht, mehrere Fenster an einer Gebäudeseite zu beschatten, bieten sich sowohl praktisch als auch optisch an.

Praktisch, effektiv und komfortabel – die Konstruktion und ihre Funktion

Diese Modelle folgen in ihrem Aufbau einer relativ einfachen Konzeption. Die Tuchrolle bewahrt das Markisentuch auf, wenn es zusammengerollt ist, und fährt es komfortabel aus, wenn eine Beschattung notwendig wird. Die Fallarme werden ausgeklappt oder heruntergefahren, wodurch das Tuch in der gewünschten Position gespannt und fixiert wird. Mittels Druckfedern in oder an den Fallarmen wird die erforderliche Zugkraft oder Spannkraft erzeugt. Dadurch wird eine optimale Tuchspannung bei jeder möglichen Armstellung erreicht. In Abhängigkeit der Länge sowie der Einbauhöhe der Spannständer liegt der Schwenkbereich zwischen 90° und 140°.

Sollte der Schwenkbereich zwischen 140° und 180° liegen, ist zu bedenken, dass sehr hohe Zugkräfte notwendig sind, um die gestreckten Fallarme wieder zu beugen und die Bespannung bei solch großen Neigungswinkeln unter Umständen Schaden nehmen könnte. Fallarmmarkisen gibt es sowohl als offene Markise als auch in der halb geschlossenen und geschlossenen Variante, bei der die Bespannung im eingefahrenen Zustand durch eine Halbrundblende oder eine Kassette vor Witterungseinflüssen geschützt wird. Sie können manuell durch eine Kurbel und einem mechanischen Kurbelgetriebe sowie auch elektrisch per Schalter oder Fernbedienung durch einen integrierten Rohrmotor in der Tuchwelle betrieben werden. Per elektronischer Steuerung kann auch eine Automatik integriert werden, durch die, die Markise bei ungünstiger Wetterlage wie Wind und Regen automatisch einfährt oder auch bei zunehmendem Sonnenschein von selbst ausfährt.

Faszinierende Optik durch vielfältige Farben, Stile und Designs

In puncto Design, Stil, Muster und Farben besteht für Fallarmmarkisen ein großer Gestaltungsspielraum. Das Modell dieser Markisenform selbst assoziiert bereits ein leichtes, luftiges und harmonisch mediterranes Flair, das durch eine entsprechende Farbauswahl und ein spezielles Design noch verstärkt werden kann. Passend zum Stil des Gebäudes, der Fassade und auch der Umgebung kann die Gestaltung entsprechend ausgewählt und angeglichen werden. So gibt es z.B. auch historisch originalgetreue Designs, die das optische Erscheinungsbild erhaltungswürdiger alter Gebäude und Fassaden früher Epochen unterstützen oder sogar hervorheben. Ebenso zieren auch moderne Designs, Stoffe und stylishe Farben die Gebäude der modernen Architektur. Insbesondere mit farbenfrohen Nuancen oder erfrischenden sowie eleganten Akzenten kann diese Markise so manch trostlos oder streng wirkende Fassade und Gebäudeform optisch auflockern, sie aufwerten und ihr einen faszinierenden Charme verleihen.

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