Feng-Shui Garten – das gilt es bei der Gestaltung zu beachten!

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Feng Shui Gartengestaltung mit Wasserelement
© Shutterstock - enciktat

Bedeutung von Feng Shui

Bei Feng Shui handelt es sich um eine chinesische Harmonielehre, die sich zusammensetzt aus den Begriffen für Wind (Feng) und Wasser (Shui). Das Ziel von Feng Shui ist es, positive Einflüsse in unseren Wohn- und Lebensräumen zu stärken, und negative Einflüsse gering zu halten. Im Mittelpunkt stehen die gegensätzlichen Kräfte Yin und Yang, die immer ausgeglichen sein müssen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Lebensenergie Qi (Chi) frei fließen kann.

Ursprünglich wurde Feng Shui im alten China angewendet, um Grabstätten zu planen, allerdings ist auch die chinesische Gartenkunst maßgeblich von Feng Shui geprägt. Mittels Feng Shui versuchte man auch, Bauten vor Fluten und anderen Naturkatastrophen zu schützen, sowie gute Böden für eine ertragreiche Ernte auszumachen.

Was ist Bagua?

Ein wichtiges Hilfsmittel im Feng Shui ist das Bagua (chin. 8 Trigramme), ein Rastersystem zur Analyse von Grundstücken, Häusern oder Wohnungen. Das System wurde von Zhuge Liang (181 – 234 n. Chr.) entwickelt, und war ursprünglich als militärische Verteidigungsstrategie gedacht. Die Schlachtordnungen wurden später auf Verteidigungsanlagen und Siedlungen übertragen. Das Bagua ist unterteilt in ein inneres und acht äußere Felder, die symmetrisch und ausgewogen sind. Genau so ausgeglichen sollte es auch in Ihrem Umfeld sein. Im Bagua unterscheidet man folgende Zonen:

  • In der Mitte steht die Gesundheit, das Tai Chi. Darum herum gruppieren sich:
  • Reichtum, Glück und Anerkennung,
  • Ruhm, Reife und Weisheit,
  • Partner, Beziehungen,
  • Familie,
  • Kinder, Kreativität,
  • Erlerntes Wissen, Erfahrung,
  • Karriere,
  • Hilfreiche Menschen.

Wenn Sie nun das Bagua-System auf Ihren Garten übertragen wollen, brauchen Sie einen Grundriss Ihres Gartens, den Sie so ergänzen, dass ein gleichseitiges Rechteck entsteht. Am Eingangsbereich des Gartens sollten die drei Zonen Wissen, Karriere und hilfreiche Menschen liegen. Nun haben Sie Ihren Garten in 9 Teilbereiche aufgeteilt, die Ihren wichtigsten Lebensbereichen und der momentanen Lebenssituation entsprechen. Wie Sie die Zonen nun ansprechend gestalten und harmonisch miteinander verbinden können, erfahren Sie in weiterer Folge.

Wie kann man bei der Gartenplanung auf Feng Shui achten?

Ein Feng Shui-Garten muss nicht zwangsläufig asiatisch gestaltet sein, aber gewisse Voraussetzungen sollten gegeben sein, um den Garten zu einem Ort der Ruhe, der Kraft und der Erholung zu machen:

  • Sie sollten möglichst naturnahe gärtnern, und so gut es geht ohne Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel auskommen.
  • Im Garten sollte Nahrung und/oder Arzneimittel (Kräuter für Teezubereitung etc.) für Körper und Geist angebaut werden.
  • Der Garten soll zu unserer Psyche und zu dem Ort, an dem er sich befindet, passen.
  • Dazu passen am besten einheimische Pflanzen, die mit den Energien der umgebenden Landschaft harmonieren.

Ein wichtiges Grundprinzip im Feng Shui lautet: Weniger ist mehr. Vor allem in der Mitte des Gartens sollte ein freier Platz sein, damit man die Möglichkeit hat, offen gegenüber neuen Aspekten zu sein, und sich entfalten zu können. Dieser Raum kann mit Rasen oder Zierkies, Terrakottatöpfen oder Accessoires aus Keramik gestaltet werden, da er auch das Element Erde symbolisiert.

Wie kann ich den Garten nach Feng Shui gestalten?

Das Anlegen von Gartenwegen ist ein wichtiges Gestaltungselement bei der Gartenplanung. Der Energiefluss ist zwar üblicherweise eine Gerade, aber lange, geradlinige Strecken werden oftmals als ermüdend empfunden, und sollten unterbrochen werden. Es sollte ein natürliches Bewegen möglich sein mit möglichst wenigen Hindernissen. Wellenförmige Muster, Kreisformen und Spiralen bieten sich für eine Gartenweggestaltung nach Feng Shui an.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil im Feng Shui Garten ist das Element Wasser, es steht nämlich für Wohlstand und Reichtum. Dabei ist wichtig, um welche Art des Wassers es sich handelt (natürlich oder künstlich geschaffen) und wo es am Grundstück positioniert wird (laut Bagua-System müsste es in nördlicher Himmelsrichtung beim Karrierebereich sein). Durch das Anlegen eines kleinen Teichs, bzw. eines Springbrunnens oder Wasserspiels können Sie das Element Wasser in Ihren Garten integrieren. Stöbern Sie doch einmal im Sortiment von steda, wir führen Dekosteine und dekorative Wasserspiele für die Gestaltung Ihres Feng Shui Gartens.

Die Pflanzenauswahl im Feng Shui-Garten:

Die Pflanzen sollten im Hinblick auf ihre stärkende Eigenschaft oder symbolische Wirkung gewählt werden, welche im jeweiligen Bereich des Gartens vorherrschen soll. Pflanzen lassen sich auch aufgrund ihrer Wuchs- bzw. Blätterform ihrem jeweiligen Element zuordnen.

Blumen werden im Feng Shui als Königinnen des Gartens angesehen, ihnen kommt besondere Bedeutung zu. Pfingstrosen stehen z.B. für Liebe und weibliche Schönheit, Narzissen stellen Glück dar, Veilchen symbolisieren unschuldige Liebe und Lotusblumen sollen Frieden schenken. Bambuspflanzen und Bonsaibäume sind ein must have in einem Feng Shui-Garten, auch Obstbäume sind gern gesehen. Abstand sollten Sie nehmen von Pflanzen mit spitzen Blättern wie der Aloe Vera oder Kakteen, sowie nach unten wachsenden Pflanzen, wie die Trauerweide.

Perfekt in einen Garten nach Feng Shui passen auch Kräuter und Heilpflanzen. Die Pflanzen, die in der traditionellen chinesischen Medizin von Bedeutung sind, gibt es zwar bei uns größtenteils nur schwer zu beschaffen, aber auch mit einheimischen Kräutern lässt sich einiges machen. Das Anlegen einer Kräuterspirale mit Hilfe von Gabionen schafft einen passenden, optischen Blickfang.

Die Lehre von den fünf Wandlungsphasen würde den Rahmen hier sprengen. Wenn Sie sich jedoch für die Feng-Shui-Lehre interessieren, raten wir Ihnen, über das Thema im Netz nachzulesen, damit Sie die richtige Auswahl an Heilkräutern für den jeweils passenden Bereich Ihres Gartens auswählen.

Feng Shui Farblehre

Weitere Tipps zur Gartengestaltung nach dem Bagua-System:

Der Bereich „Wissen“ lässt sich am besten durch einen Steingarten im Zen-Stil und/oder einer gemütlichen Leseecke repräsentieren (eine Hängematte tut genauso ihren Zweck).

Im Bereich für Liebe und Partnerschaft macht sich eine romantische Sitzbank für Zwei perfekt, eventuell gesäumt von Kletterrosen. Auch ein kleines Gartenhaus oder eine gemeinsame Lieblingspflanze passt zu diesem Bereich.

Der Bereich für Familie oder Freunde bietet sich an für die Outdoor-Essecke,, bzw. auch für die Outdoor-Küche, wenn eine solche vorhanden sein soll.

Der Bereich für Kinder sieht Platz für eine Schaukel oder einen Sandkasten vor. Wenn keine Kinder im Haushalt leben, kann man hier eventuell ein Gewächshaus einplanen, in dem neue Pflanzen gezüchtet werden, also auch etwas, worum man sich intensiv kümmern soll.

Wo das Element „Feuer“ vertreten ist, wäre der optimale Platz für einen Grill, bzw. sonstige Gartenbeleuchtung.

Achten Sie darauf, dass die Kräfte „Yin“ (dichte Blätter, wuchernde Pflanzen) und Yang (karg und eintönig) in Ihrem Garten stets ausgeglichen sind.

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