Feuchtigkeit im Gartenhaus – Vorbeugung und Maßnahmen gegen Feuchtigkeit

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Schimmel und Feuchtigkeit an einer Wand im Gartenhaus
© Shutterstock - Burdun Iliya
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Ein Gartenhaus bietet unendlich viele Verwendungsmöglichkeiten und ist einfach super praktisch. Leider kann es in der kalten Jahreszeit durch Staunässe etc. dazu kommen, dass sich ein unangenehmer Mitbewohner breit macht: Schimmel! Nicht nur, dass Wände mit Schimmelbefall äußerst unansehnlich sind, die Verfärbungen stellen eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr dar. In unserem heutigen Artikel erfahren Sie, wie es zur Schimmelbildung kommt, und was Sie dagegen unternehmen können, wenn sich Schimmel bereits breit gemacht hat.

Schimmel – eine Definition:

Der Begriff „Schimmel“ wird für Pilze, Pilzfäden und Pilzsporen verwendet, die sich auf Nahrung, Futter oder Baustoffe befinden können. Schimmelpilze sind nicht per se schädlich, sie nehmen im biologischen Kreislauf der Natur eine wichtige Rolle ein, finden auch in der Medizin (Antibiotika….) und der Lebensmittelherstellung (Blauschimmelkäse…) Verwendung. Im Wohnbereich ist der Schimmel allerdings auf keinen Fall willkommen. Das Einatmen von Schimmelpilzen und deren Sporen reizt unseren Körper, er kann mit verschiedenen Gesundheitsproblemen darauf reagieren. Besonders Kleinkinder sind besonders anfällig. Außerdem kann Schimmel die Bausubstanz angreifen und auf Dauer Holz zersetzen, so dass es Schimmel auch in der Gartenhütte absolut zu vermeiden gilt.

An gesundheitlichen Folgen, wenn man längere Zeit Schimmelsporen ausgesetzt ist, können unter anderem auftreten:

  • Diverse Allergien,
  • Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Asthma…
  • Erschöpfung, Konzentrationsprobleme,
  • Hautprobleme,
  • Probleme im Magen Darm-Trakt.
Feuchtigkeit am Fenster eines Gartenhauses

Wie entsteht Schimmel im Gartenhaus?

Eine Voraussetzung für die Schimmelbildung ist Feuchtigkeit, deshalb ist im Herbst die Gefahr besonders hoch. Schimmelpilze sind in einer gewissen Konzentration immer in der Umgebungsluft zu finden, ob sie es auf Ihr Gartenhaus abgesehen haben, hängt von den gebotenen Lebensbedingungen ab. Finden sich beispielsweise organische Substanzen in Tapeten, Gipskartonplatten oder Bodenbelägen, bietet dies Nährstoff für Schimmel. Auch Staub oder Schmutz dienen als Nahrung. Schimmel kann sich übrigens auch auf den im Häuschen gelagerten Gegenständen wie Möbel, Polster, Decken etc. breitmachen. Neben der Nahrung braucht der Schimmel noch die optimale Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftbewegung, um sich optimal verbreiten zu können.

Erhöhte Luftfeuchtigkeit kann im Gartenhaus dadurch entstehen, dass Regenwasser durch undichte Stellen eindringen kann. Möglicherweise kommt die Feuchtigkeit aber auch von unten durch den Boden, wenn Nässe schlecht im Erdreich versickern kann, und durch die Unterkonstruktion eindringt.

Außerdem wird das Gartenhaus im Herbst und Winter meistens weniger genutzt als in den wärmeren Monaten, und somit erfolgt auch weniger Luftaustausch, weil weniger gelüftet wird.

Wie kann der Schimmelentstehung vorgebeugt werden?

Bereits beim Bau, bzw. beim Kauf Ihres Gartenhauses sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um es erst gar nicht zur Entstehung von Schimmel kommen zu lassen. Dies geschieht, indem Sie den künftigen Standort genau inspizieren. Wie sind die Licht- und Schattenverhältnisse, welche Bodenart herrscht vor, sind Grundwasser oder oberflächliche Gewässer in der Nähe etc. Dann heißt es, das passende Baumaterial für diese Bedingungen zu finden, und auch die Bauweise dementsprechend anzupassen.

Selbstverständlich sollte das Gartenhaus bei Herbstbeginn auch stets auf undichte Stellen überprüft werden, und diese ausgebessert werden. Außerdem ist es ratsam, die Blockbohlen des Gartenhauses mit einem Holzschutzmittel gegen Feuchtigkeit zu imprägnieren. Lassen Sie sich im Fachhandel auch bezüglich eventueller spezieller Schimmelschutzfarbe beraten.

Auch das Dach, bzw. die Dachpappe bedürfen besonderer Kontrolle. Sorgen Sie auch stets dafür, dass die Regenrinne frei ist, um ein Überlaufen und ein Eindringen in die Außenwände zu vermeiden. Auch eine überlaufende Regenrinne kann ein Problem darstellen, wenn sie den Boden durchnässt.

Wenn Nässe vom Boden ein Problem darstellt, schaffen Sie hier geeignete Abflussmöglichkeiten.

Pflanzen sorgen für Feuchtigkeit im Gartenhaus, deshalb sollten Sie nicht zu viele Pflanzen dort einlagern, sonst entsteht Gewächshausklima und damit Schimmel. Bei vielen Grünpflanzen sollten Sie einen Luftentfeuchter in Erwägung ziehen, welcher sich allerdings wieder auf der Stromrechnung bemerkbar macht.

Sorgen Sie für regelmäßige Frischluftzufuhr im Gartenhaus, das heißt, Fenster und Türen mindestens 1 x täglich für fünf Minuten weit öffnen.

Wie entferne ich bestehenden Schimmel?

Mit chemischen Schimmelentfernen rücken Sie dem Problem zwar optisch zu Leibe, beseitigen aber nicht dessen Ursache. Es ist unumgänglich für einen dauerhaften Erfolg, die Ursachen des Schimmels zu erkennen und zu beseitigen.

Wichtig: Vergessen Sie bei der Beseitigung des Schimmels nicht, sich selbst zu schützen. Handschuhe und Mundschutz sind ein Muss, bei größeren Flächen ist auch eine Schutzbrille empfehlenswert.

Im Internet finden Sie in vielen Portalen und Foren unterschiedliche Tipps und Hausmittel zur Schimmelbekämpfung. Als besonders wirksam hat sich die Bekämpfung mittels Hochdruckreiniger und heißem Wasser erwiesen. Allerdings sollte nicht mit zu viel Druck gearbeitet und ein entsprechender Abstand zum Holz gehalten werden, um es nicht zu beschädigen. Anschließend sollte eine entsprechende Schimmelschutzfarbe bzw. –lack aufgetragen werden.

Für die Oberflächenbehandlung eignet sich auch 70 %-iger Alkohol, um Schimmelflecken abzuwaschen.

Sind Schimmelflecken danach immer noch sichtbar, bleibt nur mehr, das Holz abzuhobeln, abzuschleifen oder zu überstreichen.

Sollte das ganze Gartenhaus von Schimmel befallen sein, kann es schlimmstenfalls dazu führen, dass es komplett abgerissen werden muss.

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