Flecken und Verfärbungen auf der Naturstein-Terrasse, was nun?

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Naturstein in verschiedenen Formen und Farben
© Shutterstock - AVN Photo Lab

Egal ob Marmor, Granit oder Sandstein – beim Reinigen von Naturstein ist besondere Achtsamkeit geboten. Nur bei sachgemäßer Entfernung von Flecken im Naturstein haben Sie lange Freude an Ihrem Bodenbelag. Bei steda erfahren Sie heute, mit welchen Reinigungsmitteln Sie Flecken im Naturstein am besten zu Leibe rücken, und was Sie sonst noch bei der Pflege Ihrer Terrassenplatten beachten müssen. Übrigens: Kennen Sie schon das großzügige Natursteinsortiment von steda? Falls Sie noch auf der Suche nach dem optimalen Terrassenbelag sind, empfiehlt es sich, dort einmal ausgiebig zu stöbern. Natürlich erhalten Sie dort auch Auskunft und Beratung über die sachgemäße Pflege Ihres gewünschten Steins.

Eine intensive Grundreinigung ist nach der Verlegung unbedingt nötig, um die Rückstände der Verfugung vom Stein zu entfernen. Wird dies nicht gründlich erledigt, bleibt ein glänzender Schleier auf dem Stein zurück. Das ist nicht nur ein optisches Manko, sondern auch ein Problem, wenn Imprägnierungen und Co. aufgrund dieses Films nicht in den Stein eindringen können.

Welchen Grundreiniger Sie dafür verwenden, hängt davon ab, ob Ihr Naturstein säureempfindlich ist oder nicht. Und abgesehen von Granit, Quarzit und Sandstein sind die meisten Natursteine eher säureempfindlich, Marmor sogar ganz besonders. Bevor Sie das Reinigungsmittel großflächig auftragen, empfiehlt sich ein Test an einer kleinen, unauffälligen Stelle!

Vor dem Start der Grundreinigung sollten Sie allen groben Schmutz trocken entfernen (Sand, Kies, Erde etc.), um Kratzer zu vermeiden. Natürlich muss auch der Fugenmörtel ausreichend ausgehärtet sein.

Wenn Sie einen Hochdruckreiniger einsetzen, achten Sie darauf, dass der Wasserdruck nicht zu hart eingestellt ist, da dies ein Aufrauen der Steinoberfläche zur Folge haben kann, und die Verfugung möglicherweise Schaden nimmt. Am besten geeignet für die sanfte Reinigung ist ein spezieller Aufsatz mit rotierenden Bürsten.

Bei polierten, säureempfindlichen Natursteinen sollten nur Reinigungsmittel mit einem pH-Wert von 7 bis 10 zum Einsatz kommen. Achten Sie auch darauf, die Oberfläche nicht mit einem Scheuermittel oder –schwamm zu zerkratzen. Diese Steine sollten auch im Alltag nicht in Kontakt mit Säuren kommen (Essig, Wein, Zitronensaft…).

Bei säureunempfindlichen Natursteinen können auch saure Produkte mit einem pH-Wert von ab 3 verwendet werden. Manche Gesteinssorten werden dadurch aufgehellt. Auch hier gilt Vorsicht mit Scheuermitteln bei polierten Flächen wegen der Gefahr von Kratzerbildung.

Nach der Grundreinigung sollte der Naturstein mit einem Fleckschutzmittel imprägniert werden, um künftige Verschmutzung und Grünbelag zu reduzieren. Außerdem fällt die nachfolgende Reinigung leichter. Auch das Fleckschutzmittel sollte unbedingt auf die verwendete Steinart abgestimmt werden. Beachten Sie auch die vom Hersteller angegebene Trocknungszeit, während dieser der Bodenbelag nicht betreten werden darf.

Zum Grundreiniger kann auch stets gegriffen werden, wenn starke Verunreinigungen durch Öl- und Fettschmutz, Gummiabrieb oder Teerflecken vorliegen.

Zur weiteren Pflege von Natursteinbelägen sollte man am besten einen pH-neutralen Reiniger verwenden. Am optimalsten ist der Reiniger, wenn er keinen Schlieren hinterlässt, lebensmittelecht ist und desinfizierend wirkt.

Oftmals wird auch in Internetforen Schmierseife zur Unterhaltspflege von Naturstein empfohlen, davon raten wir Ihnen allerdings ab. Die Schmierseife reinigt zwar, sorgt aber auch dafür, dass die Oberfläche des Natursteins auf Dauer matter und dunkler wird.

Verfärbungen, Rostflecken oder Ausblühungen passieren bei Natursteinen oft schon bei der Verlegung. Grund dafür sind färbende Substanzen in Baumaterialien, oder nicht entfernter Vogelkot. Auch im Herbst passiert es oftmals, dass herabfallendes Laub, Früchte oder Beeren unschöne rot-violette Verfärbungen auf der Steinoberfläche hinterlassen, überhaupt, wenn die Rückstände längere Zeit einwirken konnten. Diesen Flecken rückt man am besten mit Wasser und Wischpflege zu Leibe, wenn dies nicht ausreicht, muss der Stein noch einmal mit Wasser und Grundreiniger bearbeitet werden.

Auf Experimente mit Hausmitteln mit Essigessenz, zitrushältige Reiniger, Bad- oder Allzweckreiniger sollten Sie verzichten. Auch Spül- und Waschmittel sorgen mit der Bildung eines schmierigen Films nicht für den gewünschten Reinigungseffekt. Hochgradige Lösungsmittel wie Benzin und Terpentin hellen den Naturstein möglicherweise sehr stark auf, und sind daher ebenfalls nicht empfehlenswert. Natron- oder Kalilauge sollten nicht verwendet werden, da sie fossile Bestandteile angreifen können.

Ist der Naturstein ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt, wird vor allem ein feuchtigkeitsaufnehmender Naturstein, dessen Poren wie ein Schwamm wirken, zu einem idealen Nährboden für Algen und Grünbelag, wie zum Beispiel Sandstein. Auch dafür finden Sie speziell abgestimmte Reiniger im Fachhandel.

Grundsätzlich finden Sie im Fachhandel für fast jede Fleckenart ein geeignetes Gegenmittel. Manchmal kann der Einsatz von einfachen Hilfsmitteln jedoch ausreichen: Von Marmor und Granit lassen sich mit Wasserstoffperoxid beispielsweise prima organische Verschmutzungen lösen, z.B. Gras, Flecken von Saft oder Essensresten, auch Weinflecken verschwinden.

Hartnäckigen Flecken durch Kaffee, Tee oder auch Fettflecken können Sie mit Salmiakgeist zu Leibe rücken. Sind Rückstände von Kaugummi oder sonstige Gummiabdrücke zu entfernen, erhalten Sie im Fachhandel rostfreie Edelstahlpads, mit denen man auch Ruß, Kohle oder Klebstoff entfernen kann.

Die Auswahl an Pflege- und Reinigungsmittel für Natursteine ist äußerst umfangreich, und unterscheidet sich je nach verwendetem Stein und dessen Einsatzgebiet, zumal Naturstein ja nicht nur im Außenbereich vorkommt, sondern auch für Ablageflächen, Küchenarbeitsplatten und Tischplatten beliebt ist. Bevor durch unsachgemäße Reinigung ein irreparabler Schaden entsteht, sollten Sie sich Expertenrat einholen – zum Beispiel vom steda-Team!

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