Informationen zum Thema Brennholz – So muss das!

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Brennholz welches brennt
© Shutterstock - schankz

Brennholz – Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Eine Mischung von Hart- und Weichholz beim Kauf von Brennholz hat den Vorteil, dass das Weichholz nicht nur beim ersten Anfeuern des Grills oder Feuers gut zu verwenden ist, sondern auch später als Flammenförderer wirkt. Denn durch das eingesetzte Weichholz kann auch das Hartholz sauberer verbrennen. Nehmen Sie also zusätzlich zum Hartholz (Eiche, Buche, Esche etc.) immer auch etwas Weichholz (Fichte, Tanne, Erle etc.) dazu und stellen Sie für den Grill oder das Feuer dann immer eine Kombination aus den verschiedenen Hölzern zusammen.

Es gibt beim Kauf von Brennholz die Wahl zwischen Stammholz als Meterstücke oder bereits vorkonfektionierte Holzscheite in verschiedenen Längen (25 cm, 33 cm oder 50 cm). Natürlich hat vorkonfektioniertes Brennholz den Vorteil, dass es vor dem Einsatz nicht oder nur noch wenig bearbeitet werden muss. Es ist aber entsprechend natürlich auch etwas teurer. Wer ein wenig körperliche Mühen nicht scheut, hat beim Kauf von Stammholz also dann nicht nur den Kostenvorteil, sondern kann sich seine Scheite auch ganz individuell zurechtschneiden, je nachdem, wie sie gut in den eigenen Holzunterstand, Kamin oder Grill passen.

Frisches oder abgelagertes Brennholz?

Vorgetrocknetes, gut abgelagertes Brennholz kann sofort zum Grillen eingesetzt werden, dafür ist es in der Regel aber rund 20 bis 30 Prozent teurer als frisches Brennholz. Wenn Sie also nun einen Holzunterstand haben, können Sie sich ab sofort immer günstig mit Frischholz bevorraten und in ein bis zwei Jahren ist auch dieses Brennholz gut abgelagert und kann zum Einsatz beim Grillen kommen.

Tipp: Sie können den Wassergehalt von Brennholz vor dem Kauf ganz einfach selbst prüfen, wenn Sie sich einen Holzfeuchtemesser zulegen, der für kleines Geld erhältlich ist.

ein mann am grill im sommer

Brennwert der Holzsorten

Holzart Brennwert KWh/rm Brennwert KWh/kg
Eiche 2.100 4,2
Esche 2.100 4,1
Buche 2.100 4,0
Kastanie 2.000 4,2
Birke 1.900 4,3
Ahorn 1.900 4,1
Kirsche 1.800 4,3
Kiefer 1.700 4,4
Fichte 1.500 4,5
Linde 1.500 4,2
Erle 1.500 4,1
Weide 1.400 4,1
Tanne 1.400 4,4
Pappel 1.200 4,1
  • Welche Holzsorten sind in der Mischung enthalten? Gegebenenfalls beim Händler konkret nachfragen, wie hoch der Anteil von Holz mit niedrigem Brennwerten ist.
  • Wie trocken ist das Holz? Kann es direkt verwendet werden oder müssen Sie es erst noch lagern? Wenn der Wassergehalt zu hoch ist (über 22%), müssen Sie sich erst einmal noch auf ein bis zwei Jahre Lagerungszeit einstellen.
  • Wie groß sind die Holzscheite? Müssen sie noch individuell zugeschnitten werden oder können sie direkt zum Einsatz kommen?
  • Sind Stock- oder Schimmelflecken sichtbar? Ein paar Stockflecken sind nicht weiter erheblich, aber wenn ein großer Teil des Brennholzes Stockflecken oder sogar Schimmelspuren aufweist, sollte über einen Preisnachlass verhandelt oder ganz vom Kauf abgesehen werden.
  • Achten Sie auch auf vorhandene Gütesiegel und Zertifizierungen der Händler, damit Sie auf jeden Fall eine gute Qualität an Brennholz erhalten.

Qualität und Nachhaltigkeit bei der Produktion und beim Kauf sicherstellen. Hier für Sie ein Überblick über die wichtigsten Normen und Sigel der Holzwirtschaft:

EN 14961-5 – Die Euronorm legt die Qualitätsklassen und entsprechende Spezifikationen für Stückholz im Euroraum fest.

EN 15234-5 –Diese Euronorm betrachtet die gesamte Produktions- und Lieferkette von Holz als Brennstoff.

RAL-GZ 451 Brennholz – Das Gütezeichen Brennholz steht für eine klare Holzartendeklaration beim Verkauf, eine maximale Holzfeuchte von 22% und eine transparente Holzmengenabrechnung.

Qualitätszeichen Scheitholz BuVBB – Das Gütesiegel des Bundesverband Brennholz hat ähnliche Qualitätsrichtlinien wie das RAL Gütesiegel, allerdings darf hier die Holzfeuchte bis zu 24% betragen und die Holzarten dürfen zu maximal 10% vermischt werden. Darüber hinaus wird ein Nachhaltigkeitsnachweis des Holzes gefordert.

FSC (Forest Stewardship Council) – Ein internationales Zertifizierungssystem für die Waldwirtschaft. Durch zehn weltweit gültige Kriterien wird garantiert, dass das Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt.

PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) – Die größte internationale Institution, die durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherstellt.

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