Den Garten mit Zierkies gestalten – So muss das!

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Verschiedener Zierkies für den Garten

In der Gartenarchitektur der heutigen Zeit spielen sowohl Zierkies als auch Ziersplitt eine recht große Rolle. Denn diese natürlichen Materialien lassen sich ästhetisch und homogen im Garten zwischen Pflanzenareale einfügen, um sie zu dekorieren und das Unkraut zu bekämpfen. Ebenso können mit ihnen wunderschöne Kiesflächen, Wasserspiele und Bachläufe gestaltet werden.

Viel Gestaltungsraum mit verschiedenen Kiesarten

Zierkies gibt es in sehr vielen verschiedenen Arten, Körnungen und Farbvarianten. Die Körnung gibt dabei den Durchmesser der Steine in mm an. Bei der Auswahl des Zierkies ist jedoch zu beachten: je größer die Fläche ist, die damit bedeckt werden soll, desto größer darf auch die Körnung der Steine sein. Dabei gilt es allerdings immer zu bedenken, dass gröbere Steine pflegeleichter sind als kleinere. Zum Beispiel lässt sich von ihnen Laub besser und einfacher entfernen. Für helle Kieswege oder Beete ist eine gute Pflege unentbehrlich.

Zierkies mit Dekoelementen

Schöne Zierkiessorten sind zum Beispiel:

– Alpendolomit in verschiedenen Farben
– schiefergrüner Diabas
– Gletscherkies
– schwarzer Basalt
– Granit in verschiedenen Farben
– Rosenquarz
– Quarz
– Lavakiesel
– Donaukies

Der Kies sollte je nach Themenschwerpunkt des Gartens gewählt werden. Soll zum Beispiel die Wirkung verschiedener Pflanzen in den Vordergrund rücken, so raten Experten dazu, nur eine einzige Kiessorte zu verwenden, sodass die betroffenen Pflanzenbereiche durchgängig mit einer Farbe und Körnung gestaltet sind. Wem diese Art und Weise allerdings zu langweilig ist, der kann auch die verschiedenen Kiessorten miteinander mischen. Dabei können auch ruhig die Körnungen unterschiedlich sein.

Einen Kiesgarten anlegen

Egal, ob nur ein Teilbereich des Gartens oder der gesamte Garten mit Kies gestaltet wird, es muss immer der Mutterboden entfernt werden. Und zwar bis zu einer Tiefe von 25 bis 30 cm. Dieser wird zu gleichen Teilen mit grobem Schotter oder Splitt gemischt, am besten mit einer Körnung 16/32. Das Gemisch wird anschließend wieder auf der Fläche verteilt, aber nur 20 bis 25 cm hoch geschichtet. Auf diese Schicht wird ein Geovlies ausgelegt.

Die Pflanzen werden zuerst auf dem Geovlies verteilt und an die Stelle gelegt, wo sie später eingepflanzt werden sollen. Genau dort wird das Vlies für jede Pflanze kreuzförmig eingeschnitten. Anschließend werden die Pflanzen eingesetzt und das Vlies mit einer 5 bis 10 cm hohen Schicht Zierkies abgedeckt. Das Vlies soll dabei die Aufgabe übernehmen, das Unkrautwachstum zu hemmen und gleichzeitig verhindern, dass Zierkies in den Untergrund einsinken kann.

Unser Tipp: Dunkler Kies erwärmt sich im Frühling schneller als heller Kies und fördert damit das Pflanzenwachstum. Wird hingegen weißer Kies verwendet, so reflektiert dieser das Sonnenlicht im Sommer sehr stark.

Wege im klassischen Kiesgarten

In einem klassisch angelegten Kiesgarten werden die Wege nicht speziell angelegt oder eingefasst, sondern sie verlaufen geschwungen zwischen den Pflanzen. Sie sind daran zu erkennen, dass auf diesen Flächen keine Pflanzen wachsen. Ansonsten sind sie genauso aufgebaut wie die normalen Beetflächen, nur dass für sie Ziersplitt oder Schotter verwendet wird. Denn dieser verkantet sich gut ineinander, sodass er unter den Schuhsohlen nicht so schnell nachgibt wie runder Kies. Für eine abwechslungsreiche und kontrastreiche Wirkung können Sie für die Wege eine andere Kiesart und Körnung verwenden.

Zierkies mit Pflanzen

So pflegen Sie den Kiesgarten richtig

Die im Kiesgarten frisch angelegten Beete sollten Sie im ersten Jahr regelmäßig wässern. Somit können die Pflanzen gut anwachsen. Und, wenn sie dann erst einmal angewachsen sind, ist nur noch ein sehr geringer Gießaufwand notwendig. Unkraut muss so gut wie nie gezupft werden. Und falls sich doch einmal Unkraut breitmachen möchte, so ist es schnell herausgezogen, da sich seine Wurzeln nicht so gut im Zierkies verankern können. Außerdem müssen die Pflanzen im Kiesbeet kaum gedüngt werden. Damit ist der Pflegeaufwand weitaus geringer als in einem normalen Staudenbeet, das mit Gartenboden angelegt wurde.

Die richtigen Pflanzen für den Kiesgarten

Zierkiessteine lassen sich besonders gut mit Büschelgräsern, Präriestauden, verschiedenen Bambusarten, Kräutern wie Lavendel und Zwiebelpflanzen wie zum Beispiel Kaiserkronen, Narzissen und Tulpen kombinieren. Am schönsten wirkt ein Kiesbeet, wenn auf ihm Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten stehen. Damit werden die Kiesflächen in jeder Jahreszeit mit farbigen Blüten belebt.

Denken Sie auch an größere Steine, die Sie mit verschiedenen Gräsern im Kiesbeet kombinieren können, um dem Garten mehr Struktur zu geben. Weiterhin ist es wichtig, dass Sie darauf achten, dass nicht zu viele Laubbäume in der Nähe des Kiesgartens stehen, da Sie sonst sehr oft Blätter aufsammeln müssten, um den Anblick der wunderschönen Kiesbeete aufrechtzuerhalten.

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