Pergola – Was genau ist eigentlich eine Garten-Pergola?

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Pergola im Garten

Unter einer Pergola versteht man gemeinhin eine umrankte Laube, die nach oben hin offen ist. Der Begriff stammt aus dem Italienischen und bezeichnet eigentlich einen Vorbau, bzw. Anbau., aber auch ein Geländer zum Anbinden von Weinstöcken. Bekannt ist die Pergola bereits seit der Antike, wo sie der Verzierung von Villen dienten. Seit der Renaissance ist sie aus dem Gartenbau nicht mehr wegzudenken. Eigentlich hat die Pergola ihre Wurzeln im Mittelmeerraum, und darf somit in keinem mediterran gestalteten Garten fehlen.

Pergolen vereinen viele Vorteile: Sie dienen einem dekorativen Zweck, spenden Schatten, sind ein prima Sichtschutz, können natürlich als Rankhilfe für Kletterpflanzen eingesetzt werden und schaffen ein gemütliches Ambiente im heimischen Garten.

Eine Pergola lehnt sich üblicherweise an ein anderes architektonisches Element an, als Dekoelement über einem Gartentor, bzw. als Überdachung einer Terrasse beispielsweise. Auch als Überdachung des Weges von der Eingangstür zur Garage kommen umrankte Pergolen öfters zum Einsatz.

Bauweise einer Pergola:

Die „ursprüngliche“ Pergola besteht aus Holz, inzwischen gibt es allerdings auch Angebote aus Kunststoff und Metall. Auch hinsichtlich Form und Größe ist fast alles möglich – eckig, rund, offen oder geschlossen, an ein Objekt angelehnt oder freistehend. Als kleine Pergola gilt zum Beispiel schon ein Rosenbogen. In weitläufigen Parkanlagen bestehen die Stützpfeiler oft aus Naturstein oder Klinker, auch stabile Stahlträger sind möglich. Für kleine Gärten sind solche Pfeiler weniger geeignet. Wenn Haus und Garten im modernen Stil erbaut und gestaltet sind, passen Metallkonstruktionen perfekt dazu. Für romantische Rosengewächse hingegen sind geschwungene Zierelemente aus Gusseisen oder Stahl fast schon ein Muss.

Sogar die Form der Stützpfeiler trägt zum Stil bei, Rundhölzer wirken rustikal, während Kanthölzer für eine klare Linie stehen.

Eine Pergola ist ein einfaches DIY-Projekt für Hobbyheimwerker, das auch für Einsteiger gut zu bewältigen ist. Ansonsten finden Sie die benötigten Elemente auch im Gartenfachhandel, im Internet und natürlich bei steda. Wir bieten Ihnen die als Rankhilfe benötigten Zaunelemente an, und Sie werden auch fündig, wenn die Pergola eine Überdachung bekommen soll, zum Beispiel ein Sonnensegel oder eine Markise. Als Baumaterial eignet sich aufgrund der Witterungsbeständigkeit vor allem Fichten- und Lärchenholz.

Für einen stabilen Halt der Pergola werden die Trägerpfosten auf Anker aus Metall gestellt, die im Boden versenkt werden. Schließlich muss einer gewissen Last standgehalten werden, und die Pergola soll auch nicht vom Winde verweht werden. Außerdem wird die ganze Konstruktion dadurch langlebiger, wenn kein direkter Bodenkontakt mit den hölzernen Pfosten besteht.

Die für Pergolen übliche Höhe beträgt zwischen 2,20 und 2,50 m. Die Pfostenabstände bewegen sich zwischen 1,50 und 3 m je nach Stärke und Tragfähigkeit. Außerdem sollten Sie das Holz unbedingt mit einer schützenden Lasur versehen.

Übrigens: Bevor Sie mit dem DIY-Projekt Pergola starten, sollten Sie sich beim zuständigen Bauamt erkundigen, ob eine Anzeigepflicht besteht, oder sogar eine Baugenehmigung notwendig ist. Dies ist allerdings meistens erst der Fall, wenn der Bau eine fixe Überdachung bekommt, was bei Pergolen üblicherweise nicht vorgesehen ist.

Warum eine Pergola bauen?

Eine Pergola sorgt für Schatten, es bleibt aber dennoch ein lockeres, luftiges Gefühl auf der Terrasse, in Ihrem Freisitz, bzw. sogar auf dem Balkon. Wenn Sie die Rankhilfe auch noch für Weinreben, Minikiwis oder sonstiges rankendes Naschobst nutzen, haben Sie Ihren Nutzgarten sogar vom Liegestuhl aus griffbereit. Die Unterseiten der Querbalken eignen sich auch grossartig, um Haken für Hängeampeln daran zu befestigen. Wie wäre es also mit frischen Gartenerdbeeren direkt vor Ihrer Nase?

Eine Pergola ist rasch und unkompliziert erbaut, der auch der Materialaufwand ist gering, und somit auch die Kosten für den luftigen Freisitz. Auch die Bürokratie bei der Errichtung hält sich in Grenzen. Und Anfänger beim Heimwerken können bald ihr erstes Erfolgserlebnis vorweisen!

Wenn Sie über einen größeren Garten verfügen, ist eine Pergola nicht nur dekorativ, sondern kann auch zu Gestaltungszwecken eingesetzt werden. So kann eine Pergola beispielsweise als „Raumteiler“ fungieren, um den Nutzgarten vom Sitzbereich abzutrennen. Fällt die Pergola länger aus, kann sie auch als luftiger Laub- und Wandelgang eingesetzt werden.

Gestaltungsmöglichkeiten einer Pergola:

Zur dekorativen Gestaltung einer Pergola werden Kletterpflanzen aller Art benötigt, dekoratives Laub und Blüten sind natürlich vorteilhaft. Wenn Schatten erwünscht ist, empfehlen sich grossblättrige Pflanzen wie die Pfeifenwinde, für eine tolle Herbstfärbung sorgt wilder Wein. Einen herrlichen Duft liefert Ihnen das Geißblatt, während Kletterrosen für eine ordentliche Portion Romantik sorgen. Die Glockenrebe sorgt mit ihren Blüten für exotischen Touch, allerdings ist sie nur einjährig. Die Clematis verwandelt Ihre Pergola bereits im Mai in ein Blütenmeer.

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