Gartenhaus dämmen – geschützt vor der winterlichen Kälte

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haus in einem schal eingewickelt - dämmung gartenhaus
© Shutterstock - ronstik
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Das Gartenhaus zu dämmen ist ein wichtiger und oft notwendiger Schritt. So können Werkzeuge und Gartengeräte optimal vor Verwitterung und Feuchtigkeit, die für die Korrosion verantwortlich sind, geschützt werden. Im Bereich „Dämmung“ gibt es viele Möglichkeiten, die für den optimalen Schutz des Gartenhauses sorgen können. Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen machen es aber heute so gut wie jedem Laien möglich, eine gute und auch finanzierbare Dämmung an seinem Gartenhaus anzubringen.

Was macht eine Dämmung notwendig?

Zwingend notwendig ist eine Wärmedämmung des Gartenhauses nicht unbedingt. Dennoch empfiehlt es sich einmal darüber nachzudenken, ob Dämmung und Isolierung im Einzelfall nicht Sinn machen können. Wer sein Gartenhaus als eine Art Wohnhaus nutzen möchte, für den steht mit Sicherheit eine Dämmung auf der To-do-Liste. Aber auch Gartenhäuser, die einzig und allein als Geräte- und Fahrradschuppen dienen, würden eine eventuelle Dämmung mit einer gewissen Langlebigkeit belohnen.

Gerade, wenn der Aspekt „Strom“ mit hinzukommt, wird eine Dämmung unumgänglich sein. Da sich ohne Dämmung und Isolierung schnell Feuchtigkeit und in einigen Fällen auch Schimmel im inneren des Hauses sammeln kann, sollte hier nicht lange über eine Dämmung nachgedacht werden. Schließlich können auch Gartenhäuser, die sonst nur Geräten als Stellfläche dienen, in manchen Fällen einen zusätzlichen Kühlschrank für die kalten Getränke im Sommer beherbergen. Aber auch normale Steckdosen in einem Gartenhaus sollten keiner Feuchtigkeit ausgesetzt werden.

Welche Materialien werden benötigt?

Werkzeug ist das A und O, wenn es um handwerkliche Projekte geht. Auch bei der Dämmung des Gartenhauses wird selbstverständlich Werkzeug benötigt:

  • Spaxschrauben
  • Tacker
  • Akkuschrauber
  • Mundschutz, zum Schutz vor dem Feinstaub des Dämmmaterials
  • Stichsäge für Zusägearbeiten

Natürlich werden nicht nur die Werkzeuge für ein Bauprojekt im eigenen Zuhause benötigt. Auch Materialien, die erst die Dämmung des Gartenhauses möglich machen, müssen eine Verwendung finden.

  • Styrodur, Styropor, Holz- oder Mineralwolle (Dämmfüllung)
  • Profilholzbretter
  • Bitumendachplatten
  • Isolierfolie/Dämmschutzfolie (diffusionsoffen)
  • Dämmunterlagen
  • Silikon

Gipskartonplatten

Welche Schritte führen zur Wärmedämmung?

Eine gute Nachricht: Auf eigene Faust das Gartenhaus einer Wärmedämmung und Isolierung zu unterziehen sieht schwerer aus, als es ist. Mit ein wenig Durchhaltevermögen, Geduld und einer guten Planung vorab, kann das Gartenhaus auf einfachem Wege selber gedämmt werden.

  1. Boden dämmen

Damit keine Kälte oder Feuchtigkeit aus dem Erdreich ins Gartenhaus eindringen kann, sollte als erster Schritt der Boden gedämmt werden. Dazu sollten die Profilholzbretter mit einer Holzschutzfarbe bearbeitet werden. Anschließend werden die Profilhölzer als Schutz auf den Boden gelegt. Darüber wird nun eine Schicht der Dämmschutzfolie ausgelegt. Nun wird das Füllmaterial eingelegt. Hier können Styrodur oder Styropor zum Einsatz kommen. Nach diesen Schritten werden die Bodendielen über dem gerade ausgelegten Dämmstoff ausgelegt und befestigt.

  1. Dach isolieren

Auch über das Dach kann Wärme verloren gehen, daher sollte auch das Dach ausreichend gegen Wärmeverlust isoliert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Dämmmaterial die gleiche Stärke aufweist, wie die Dachlatten des Gartenhauses. Individuell anpassbares Füllmaterial kann so in die Zwischenräume spielend einfach eingefügt werden. Die Dachlatten ergeben eine Art Gerüst für das Dämmmaterial. Unter das Dach sollte eine Dampfsperre eingebaut werden. Diese lässt sich gut mit Bitumendachplatten kombinieren. Eine Dampfsperre schützt das Gartenhaus vor Schimmel durch aufsteigende Feuchtigkeit. Sollte ein Zwischenraum am Dach des Hauses existieren, kann dieser mit einem dünnen Schlauch mit flüssigem Material gefüllt und somit gedämmt werden. Andererseits werden einfach Dämmmatten für die Isolierung verwendet.

  1. Innen- und Außenseiten des Gartenhauses verkleiden

Für die Dämmung der Außen- und Innenwände ist ein Mehrschichtsystem am besten geeignet. Je dicker dabei die isolierte Schicht, desto besseren Schutz bietet die Dämmung. Um die Außenwände isolieren zu können, muss zu aller erst das Dämmmaterial, in diesem Fall Styropor oder Styrodur an die trockenen und sauberen Außenwände angebracht werden. Hierbei sollte eine Dicke der Platten von mindesten 0,5 cm verwendet werden. Bis zu 5 cm dicke Styroporplatten können ohne Bedenken als Außendämmung angebracht werden. Anschließend werden Gipskartonplatten aufgeschraubt und imprägniert. Eine Außenverschalung mit Holzbrettern ist auch möglich. Dabei darf das Material aber zu keiner Zeit Feuchtigkeit oder Nässe ausgesetzt sein. Ein Behandeln mit Imprägnierung schützt die Außenseite des Hauses vor Witterungseinflüssen. Zwischen Verschalung und Dämmfüllung sollte immer ein minimaler Luftstrom dazwischen passen. Das hilft bei der Isolation und vermeidet Schimmelbildung. Rillen zwischen den einzelnen Platten werden mit Sanitärsilikon verschlossen.

Die Innenwände können ebenso einfach gedämmt werden. Aus den Holzbrettern wird erst eine Unterkonstruktion an der Wand angebracht. Das zugeschnittene Dämmmaterial, hier empfiehlt sich die Verwendung von Mineral- oder Holzwolle, wird anschließend in das „Gerüst“ der Konstruktion eingefügt und wieder mit Gipskartonplatten oder Holzverschalung verdeckt. Hanffasern sind auch ein gern verwendetes Material. Aufgrund ihrer Feuerfestigkeit werden sie fast ausschließlich bei der Dämmung von Innenwänden verwendet.

  1. Fenster und Türen isolieren

Ebenso wie das Dach und der Boden stellen auch Fenster und Türen einen Wärmeleiter dar und müssen ausreichend isoliert werden. Denn auch durch einen minimalen Spalt kann Wärme heraus und Feuchtigkeit herein transportiert werden. Daher bietet sich doppeltes Scheibenglas in einem bewohnbaren Gartenhaus absolut an. Ansonsten sollte normales Fensterglas ausreichend sein. Das Verdichten der Fenster und Türen kann mit einem Dichtungsband durchgeführt werden. Die Fugen an den Fensterübergängen zu Fensterbank und Wand können mit Silikon luftdicht verschlossen werden.

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