Ein Gartenhaus im Schrebergarten – Darauf müssen Sie Acht geben!

0
89
Schrebergartenanlage mit gartenhäusern und gewächshäusern
© Shutterstock - Maria Zamuriy

Für viele Städter, die nicht auf Ruhe, Erholung und Gartenarbeit im Grünen verzichten wollen, ist es oftmals die einzige Option: Das Anmieten eines Klein- oder Schrebergartens. Rund eine Million Deutsche gehören zu diesen Pächtern, die in Landes- und Regionalverbände unter dem Dachverband „Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V.“ Insgesamt nutzen fast 5 Millionen Menschen die Anlagen (Familienangehörige, Freunde etc.). Und noch eine Zahl haben wir für Sie: Kleingartenanlagen bedecken in Deutschland eine Fläche von 46.000 Hektar.

Regeln für die Nutzung von Kleingärten:

Wer jetzt glaubt, er hat seine Parzelle gepachtet, und kann munter mit der Gartengestaltung nach eigenem Gutdünken beginnen, der irrt: Was im Pachtgarten geschieht, ist mehr oder weniger streng durch die Gartenordnungen der Kleingartenvereine, sowie dem darüber stehenden Bundeskleingartengesetz geregelt. Als Nutzfläche stehen dem Pächter maximal 400 Quadratmeter zu. Davon muss mindestens ein Drittel für den Obst- oder Gemüsebau verwendet werden, die Restfläche dürfen Rasen und Zierpflanzen einnehmen. Es gibt sogar noch genauere Vorschriften, es dürfen nämlich nur einjährige Pflanzen in den Beeten landen.

In einem Schrebergarten darf natürlich eins nicht fehlen: Das Gartenhaus! Optional kann es sich auch um eine Gartenlaube, bzw. einen Gartenpavillon handeln. Allerdings dürfen dabei 24 Quadratmeter Grundfläche inklusive überdachtem Freisitz nicht überschritten werden. Bevor Sie sich für die Pacht eines Schrebergartens entscheiden, sollten Sie sich genau über die Kosten, Rechte und Pflichten informieren. Außerdem ist es auch gut zu wissen, ob es einen Wasser- und Stromanschluss gibt.

Regeln für ein Gartenhaus im Schrebergarten:

Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihr Gartenhaus nicht zu Ihrer neuen Wohnadresse machen dürfen. Eigentlich sollte nichts gegen eine Übernachtung ab und zu sprechen, wenn es mit den Nachbarn mal wieder später geworden ist etc. Manche Kleingartenregelungen untersagen dies allerdings, diesbezüglich sollten Sie sich im Vorhinein informieren. Ist dem wirklich so, haben Sie vielleicht eine Chance, wenn Sie aktiv selbst im Verein mitarbeiten und auf eine Änderung dieser Regeln hinarbeiten. Besprochen werden sollte auch im Vorhinein, welches Fundament gewählt werden soll, ob es eine Baugenehmigung braucht, und auch Ihre Schrebergartennnachbarn sollten von Ihrem Bauvorhaben informiert werden.

Um unnötige Diskussionen von Anfang an zu vermeiden, sollte die Dachform Ihres gewünschten Gartenhauses zum Gesamterscheinungsbild der Gartenanlage passen.

Es ist bereits im Vorhinein wichtig zu wissen, ob Sie Wert auf Wohnmöglichkeit legen, oder ein Gerätehaus präferieren. Sie dürfen nämlich nur eines von beiden errichten. Ein Gewächshaus ist hingegen erlaubt, allerdings gibt es auch dafür vorgeschriebene Maße, die einzuhalten sind. Das Errichten von Mauern, Zäunen und Sichtschutzelementen ist verboten, ebenso wie die Tierhaltung. Um Ärger zu vermeiden, sollten Sie sich auch an die vorgeschriebenen Mittags- und Nachtruhezeiten halten.

Auch wenn Sie durch die Größenbeschränkung auf 24 Quadratmeter natürlich in der Auswahl des Gartenhauses eingeschränkt sind, so ist dennoch vieles möglich. In den meisten Kleingärten ist nämlich ein Dachausbau erlaubt, und so können Sie das Erdgeschoss wohnlich mit Wohnküche und Bad ausstatten, und einen Schlafraum als Mansarde darüber bauen. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass Ihr Gartenhaus gleich mit einer Regenrinne ausgestattet ist. Bei den Gartenhäusern im Sortiment von steda können Sie passende Regenrinnen gleich beim Zubehör mit auswählen. Dann brauchen Sie nur mehr eine große Regentonne, und Ihre umweltfreundliche Bewässerungsanlage für den Schrebergarten steht. Auch die Strom- und Warmwassererzeugung mittels Solarpanelen wird gerne gesehen, zumal die Belange des Umweltschutzes stets berücksichtigt werden sollten.

Welche Ausstattung für ein Gartenhaus im Schrebergarten?

Ein Stromanschluss und eine adäquate Beleuchtung wären natürlich wünschenswert, sind aber trotzdem nicht in jeder Schrebergartenanlage vorhanden. In diesem Fall müssen Sie sich wohl mit der Campingausrüstung begnügen.

Aufgrund der Kälte in den Übergangsmonaten sollten Sie daran denken, ein Gartenhaus mit einer dickeren Wandstärke zu wählen, oder es entsprechend zu isolieren. Wenn ein Stromanschluss vorhanden ist, wird ein kleiner Elektroofen gute Dienste leisten. Ansonsten sollten Sie in hochwertige, wärmende Schlafsäcke investieren, um nicht frieren zu müssen.

Ob Sie sich für Betten oder die Übernachtung im Schlafsack entscheiden, hängt vom Platz im Gartenhaus ab. Wenn regelmäßig die ganze Familie Übernachtungen plant, wird sich ein eigenes Bett für jeden nur schwer ausgehen. Für alleine oder zu zweit lässt sich ein französisches Bett auch in einer Gartenlaube gut unterbringen. Wenn Sie ein Gartenhaus mit Satteldach gewählt haben, können Sie den Platz im Giebelbereich perfekt für einen Schlafboden für mehrere Personen nutzen, welcher vom „Parterre“ aus prima mit einer Leiter erreicht werden kann. Achten Sie nur darauf, dass noch genügend „Luft“ bis zur Decke bleibt, damit niemand unter Platzangst leiden muss. Besonders Kindern bereiten solchen Übernachtungen großen Spaß, und auch für Gäste ist so ein Nachtlager ideal.

Welche Alternativen gibt es zu einem Gartenhaus im Schrebergarten?

Wenn Ihr Haupthaus in erreichbarer Nähe liegt, und Sie keinen Wert auf Übernachtungen im Schrebergarten legen, können Sie die Fläche natürlich auch anders nutzen. Falls Ihr Hauptaugenmerk auf der Gartenbestellung liegt, werden Sie einiges an Zubehör, Geräten und Utensilien besitzen, welche gerne ein Dach über den Kopf hätten. In diesem Fall ist die Errichtung eines Geräteschuppens am sinnvollsten.

Planen Sie hingegen auch Grillabende im Schrebergarten, möchten sich ab und zu gerne mit einem guten Buch zurückziehen oder mit der Familie gemütlich Kaffee zu trinken, sollte an eine Überdachung gedacht werden. steda-pavillon-weißFür diese Fälle eignet sich ein luftiger Holzpavillon oder eine Gartenlaube, dass man nicht bei den ersten Regentropfen seine Siebensachen packen muss, und wieder nach Hause fahren. Auch hier gilt natürlich wieder, dass das kleine Gebäude zur Gesamtoptik der Schrebergartenanlage passen muss. Alles Wissenswerte zur Errichtung eines Holzpavillons haben wir im steda-Magazin in diesem Artikel für Sie zusammengetragen: http://so-muss-das.steda-online.de/gartenpavillon/.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

*