Gartenhaus mit einer Doppeltür – Wann macht das Sinn?

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© intoit - shutterstock.com

Die Tür bildet nicht nur den Zugang zum Gartenhaus, sondern hat darüber hinaus auch noch weitere elementare Funktionen, die die Gestaltung der Tür oder der Türen bestimmen. Ein häufiges und praktisches Modell die Doppeltür.

Zweifachtüren haben besondere Vorteile und bieten verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, jedoch gibt es auch einige Aspekte bei der Wahl und dem Einbau zu beachten.

Vorteile von zwei Türen

Gebäude in Art, Größe und Ausstattung können unterschiedliche Funktionszwecke haben. Ob als Aufbewahrungsort für Gerätschaften, Werkzeuge, Möbel und Pflanzen oder zum gemütlichen Aufenthalt, als Saunahaus oder Grillhütte, in jedem Fall beweisen Doppeltüren ihre Vorzüge. Anders als eine Einzeltür, bieten Doppeltüren einen größeren bzw. doppelt so großen Durchgang in das und aus dem Gebäude. Zum Beispiel ein Türformat von 150 cm Breite und 180 cm Höhe. Es setzt sich aus zwei nebeneinanderliegenden Türseiten zusammen, die einzeln oder auch zusammen geöffnet und geschlossen werden können. Soll der ganze Umfang der Türfläche offenstehen, können beide Türseiten der Flügeltür links und rechts, meist nach Außen, geöffnet werden. So können große und sperrige Objekte wie Gartenmöbel, Gartenmaschinen oder große Blumenkübel ohne Probleme leicht hinein und hinausgebracht werden.

Auch die Durchlüftung eines Holzgartenhauses wie ein Blockbohlenhaus vollzieht sich mit dieser Variante sehr viel besser. Dient das Haus dem Aufenthalt, kann durch die Zweifachtür je nach Modell zuweilen die ganze oder in jedem Fall, ein Großteil der Hausseite geöffnet werden, wodurch nicht nur ein luftiges angenehmes Klima im Innenraum entsteht, sondern auch oft ein herrlicher Panoramablick nach Außen in den Garten und in die Umgebung eröffnet wird. Der Übergang vom Raum zur freien schönen Natur des Gartens gestaltet sich in vielen Fällen wunderbar nahtlos.

Muss nicht die ganze Front geöffnet werden, so kann auch nur eine Hälfte wie eine Einzeltür genutzt werden. Dies ergibt sich beispielsweise, wenn man einfach nur mal schnell in das Haus rein und raus muss oder das Wetter für eine komplette Öffnung nicht geeignet ist. Ein Gebäude mit zwei Türen als separates Element ist oft ein wenig teurer als eine Einzeltür, jedoch erweist es sich in der Praxis in vielerlei Hinsicht als sehr nützlich. Diese Türen strahlen zudem optisch eine besondere Präsenz aus und lassen das Gebilde zusammen mit entsprechenden Fenstern elegant und harmonisch wirken.

Mit oder ohne Aussicht?

Doppeltüren sind bei Gebäuden aus Holz ebenfalls aus Holz wie beispielsweise Leimholz, also aus dem gleichen Material gefertigt. Sehr häufig werden sie, anstatt komplett aus Holz, mit Lichtausschnitten angeboten. So fällt nicht nur das Tageslicht durch die Fenster, sondern auch durch die Tür. Die Gestaltung ist dabei sehr vielseitig. So gibt es sie mit eingelassenen Fenstern, die in einem kleinen Format auf Augenhöhe integriert sind, von mittlerer Größe sind, sowie auch voll verglast mit bodentiefen Scheiben ausgestattet sind. Zweifachtüren mit eingelassenen Panoramafenstern sind vor allem für Häuser optimal, die zum Aufenthalt genutzt werden. So bietet ein Gebäude mit diesen Türen auch geschlossen von innen eine herrliche Aussicht auf den Garten. Es ist jedoch immer darauf zu achten, dass die Fenster und deren eingelassenen Gläser optisch und funktionell passend zueinander gestaltet werden.

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Die eingelassenen Fenster können aus Echtglas oder auch aus Kunstglas wie Plexiglas bestehen. Häufig wird eine Wärmedämmung notwendig oder erwünscht, sodass auch die Fenster mit einer Isolierverglasung ausgestattet werden. Die Doppelfenster sorgen für eine bessere Wärmedämmung, Winddichtheit und auch für Schallschutz. Hierbei ist zu beachten, das Fenster, Türen und Doppeltüren mit Fenstern, einer entsprechenden Wandstärke des Gebäudes bedürfen. In der Regel liegen die möglichen Wandstärken zwischen 28 mm und 70 mm oder sogar auch höher bis 100 Millimeter. Zweifachtüren mit Isolierglasfenstern benötigen eine kräftigere Wandstärke von beispielsweise 45 Millimetern als Einfachverglasungen oder das leichte Kunstglas.

Was ist zu beachten?

Gebilde aus Holz bestehen aus einem Naturmaterial, das ständig arbeitet. Holz bewegt sich. Durch einziehende sowie ausweichende Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen neigt das Material zu einem Schwindverhalten und auch zum Quellverhalten. Das heißt, das Holz kann schrumpfen und sich auch ausdehnen bzw. aufquillen. Dies ist auch bei einem Gartenhaus mit einer Doppeltür zu berücksichtigen. Es ist zu empfehlen, für die Türen Türbänder, beziehungsweise verstellbare Scharniere, zu verwenden, durch die die Tür flexibel bei Bedarf nachjustiert werden kann und somit ein Klemmen verhindert wird. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass beim Einbau der Türrahmen oder die Türleisten nicht mit den Bohlen verschraubt oder anderweitig verbunden werden, sondern nur mit den Türelementen oder Fensterelementen. Andernfalls kann dies zu verzogenen und klemmenden Doppeltüren führen. Der Türrahmen hält durch die umliegenden Holzbohlen, die den Rahmen einklemmen. Ebenfalls sollte über den Türen einige Zentimeter Luftraum einkalkuliert werden, damit das Holz seiner Natur folgend arbeiten kann, ohne dass dabei die Doppeltüren Schaden nehmen.

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