Viele Vorteile mit dem Gartenhaus mit Grill

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© Jo millington - shutterstock.com

Grillen ist nicht nur eine beliebte Art der Nahrungszubereitung, sondern auch eine der meist geschätzten Freizeitbeschäftigungen und Festivitäten in vielen Ländern und Kulturen der Erde. Gartenbesitzer grillen natürlich am liebsten bei schönem Wetter in ihrer eigenen grünen Oase, doch muss das Grillfest nicht unbedingt unter freiem Himmel und auch nicht nur in der warmen Schönwettersaison stattfinden, denn es gibt auch ein Gartenhaus mit Grill. Grillhütten werden immer beliebter, da sie einen geschützten Raum und einen gemütlichen Platz zum direkten Grillen, Essen und Beisammensein unabhängig von Wetter und Temperaturen bieten. Es gibt verschiedene Arten mit integriertem Grill, jedoch besitzen diese wesentliche Unterschiede zum herkömmlichen Schuppen, die es zu beachten gilt.

Arten und Merkmale

Ein Gebäude mit Grill kann von unterschiedlicher Gestalt sein. Ein Modell, indem sich der Bratrost im Haus befindet, anstelle außerhalb im Garten oder auf der Terrasse, ist die finnische Grillkota. Das Modell entstammt der Kote, eine Behausungsart, die auf den fennoskandinavischen indigenen Volksstamm „Samen“ zurückgeht. Sie ist eine kleine sechseckige oder achteckige Holzhütte mit einem zugespitzten Dach. Genau in der Mitte der Hütte ist ein großer Rost mit einem Rauchfang und einem Abzugsrohr integriert, das in einem Schornstein in der Dachspitze mündet und den Rauch darüber ableitet. Rund herum befinden sich Sitzgelegenheiten wie fest integrierte Bänke. Dadurch haben je nach Größe des Modells mindestens 8 Personen in gesellschaftlicher Runde bequem Platz. Die Gäste können sich an der Feuerstelle wärmen, sich unterhalten, das Essen beobachten und auch Schlemmen, denn um die Feuerstation befinden sich auch Grillplatten aus beispielsweise Granit, die als Ablage sowie auch der Zubereitung dienen. Besonders in den skandinavischen Ländern hat sich diese Art bewährt, da sie in deren langen kalten Wintern zwischen Eis und Schnee einen Platz zum Aufwärmen, Essen und für gesellschaftliche Feste bietet. Wer auch in deutschen Landen zu jeder Jahreszeit idyllische Feste im Garten veranstalten möchte, findet in der Grillkota, die zudem im Garten eine charmante Erscheinung darstellt, ein geeignetes Modell. Regen, Schnee und Kälte haben keinen Einfluss auf das geplante Event. Aufgrund ihrer Form passt sie sich im Garten auch in unvorteilhafte oder ungenutzte Ecken optimal ein.

Eine weitere Variante stellt der Grillpavillon dar. Die Modelle sind sehr vielfältig und auch kreativ gestaltet. Merkmal eines frei stehenden Pavillons ist seine rundum offene Bauweise. Er kann als fest im Boden installiertes Bauwerk aus Holz oder Stein bestehen oder auch in mobiler Gestalt aus Metall, die je nach Bedarf auf und abgebaut werden kann. Unter dem Pavillon sind der Bratrost sowie auch der Essplatz und die Gäste vor Regen, Sonne und Wind geschützt, während die offenen Seiten für frische Luft sorgen, das Gefühl im Freien zu sein vermitteln und den Aufenthalt mit der natürlichen Atmosphäre des Gartens verbinden. Ein Grillpavillon gibt es in runder, rechteckiger oder mehreckiger Form sowie in unterschiedlicher Architektur. So gibt es ihn auch in Gestalt einer Grillkota, nur eben als offenes Bauwerk.

Ein Gebäude mit Bratrost gibt es jedoch nicht nur in Form einer sechseckigen oder achteckigen Kota oder eines Pavillons, sondern auch in Gestalt eines herkömmlichen Gartenhauses, in das ein Rost zum direkten Grillen samt Rauchabzug und Schornstein integriert ist.

Der Vorteil gegenüber einem separat massiv gemauerten Grillkamin im Garten ist, dass sich alles geschützt in einem Raum befindet und zu jeder Jahreszeit, also auch im kalten schneereichen Winter, gegrillt werden kann. Ein hin und her laufen zwischen dem Rost draußen und dem Aufenthaltsraum im Haus ist oft aufwendig, während das Braten unter freiem Himmel im Winter bei Kälte, Frost und Schnee fast unzumutbar wird.

Technische Besonderheiten

Ein Gebäude mit Bratrost stellt andere technische Ansprüche als ein herkömmliches kleines Gartenhaus. In erster Linie ist stets auf ein ordentlich funktionierendes einwandfreies Zuluft- und Abzugssystem durch Zuluftrohre, Rauchfang, Abluftrohre und Schornstein zu achten, da sich andernfalls der Rauch vom Grill im Inneren ausbreitet und zu schweren Folgen wie einer Kohlenmonoxidvergiftung führen kann.

Es sollte aus einem hochwertigen robusten und harten Holz wie die arktische Rotkiefer, die Polarkiefer oder die nordische Fichte bestehen. Diese Modelle sollten eine stabile Wandstärke von beispielsweise 45 mm besitzen. Häufig werden massive Rundbohlen, Blockbohlen oder halbrunde Blockbohlen verwendet.

Modelle wie die Grillkota verfügen über ein sehr hohes Gewicht von beispielsweise 1,5 Tonnen, weswegen ein stabiles Fundament gesetzt werden muss. In der Regel gründen schwere Häuser auf einer massiven vollflächigen Fundamentplatte aus Beton in der Form des beispielsweise sechseckigen oder achteckigen Grundrisses vom Gebäude. In das Fundament müssen bei einer Grillhütte, anders als bei einem einfachen Häuschen, Zuluftrohre zur Unterlüftung und Luftzirkulation integriert werden. Die Luftzufuhr durch die Lüftungsrohre ist für die Funktion der Bratanlage sowie für den Abzug zwingend erforderlich!

Baugenehmigung notwendig?

In vielen Bundesländern ist für einen Schuppen in Abhängigkeit von beispielsweise der Größe der Grundfläche oder dem Raumvolumen keine Baugenehmigung erforderlich. Allerdings bestehen diese Bestimmungen oft unter der Voraussetzung, dass kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte und keine Toilette vorhanden sind. Da ein Häuschen mit Grill sowohl einen Aufenthaltsraum als auch eine Feuerstätte besitzt und nicht selten das verfahrensfreie Raumvolumen überschreitet, ist beim Gartenhaus mit Grill immer mit der Pflicht, einen Bauantrag zu stellen, zu rechnen. In vielen Landesbauordnungen benötigen diese Gebäude mit Feuerstätte und Aufenthaltsraum unabhängig von der Größe grundsätzlich eine Baugenehmigung!

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