So versorgen Sie Ihr Gartenhaus mit Strom

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© Shutterstock Grisha Bruev

Ein Gartenhaus an sich ist eine tolle Sache. Ein Gartenhaus mit Stromanschluss hat jedoch noch viel mehr zu bieten… Eine adäquate Beleuchtung, eventuell ein Kühlschrank oder ein TV werten den Unterschlupf im Grünen enorm auf. Auch wenn es kühl wird, sind die Vorteile einer Elektroheizung unbestreitbar. Jedoch, ohne Strom keine Elektroheizung. Wie also kommt der Strom in Ihren Garten? steda zeigt es Ihnen!

Welche Möglichkeiten gibt es für einen Stromanschluss?

Das ist die am wenigsten aufwändige Variante, die Zeit und Kosten spart. Sie müssen keinen zusätzlichen Stromzähler installieren und keinen zusätzlichen Stromanschluss beim Netzbetreiber beantragen. Oft ist auch kein separater Sicherungskasten notwendig.

Liegt das Gartenhaus abseits von Ihrem privaten Grundstück, dann müssen Sie beim Netzbetreiber einen eigenen Stromanschluss beantragen, sofern eine Anbindung an das öffentliche Netz möglich ist. Dafür ist ein Antragsformular auszufüllen, und die Anschlussgebühr zu entrichten, diese betragen meist über tausend Euro. Stromzähler und Sicherungskasten sind hier allerdings noch nicht inkludiert.

Ist eine Netzanbindung nicht möglich, können Sie auf einen motorbetriebenen Generator zurückgreifen. Eine Dauerleistung von mindestens 3,5 kW ist empfohlen, für weniger Leistung reicht ein Antrieb mit einem 4 Takt-Benzinmotor, wird mehr Strom gebraucht, wird meist ein Dieselmotor verwendet. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf ein gut gedämmtes Gerät mit Katalysator, denn sowohl Betriebsgeräusch als auch Abgase sind nervig und umweltbelastend.

Für die dauerhafte Rundum-Versorgung Ihres Gartenhauses mit Strom sind Solarzellen eher nicht geeignet, für den kleinen Gebrauch ist es jedoch eine tolle und kostengünstige Alternative. Kühlbox, Lampen, TV und auch Radio können durchaus von Solarzellen gespeist betrieben werden. Größere Kühlschränke, Herdplatten oder Elektroheizung überfordern das System jedoch. Somit ist diese Möglichkeit nicht für jeden Gartenhausbesitzer geeignet. Möglich, aber bei Gartenhäusern noch kaum genutzt, ist auch die Kombination von Windenergie und Solarzellen.

Planen Sie die Strominstallation sorgfältig

Wichtig ist, dass gleich zu Beginn geklärt ist, wofür in Ihrem Gartenhaus Strom benötigt wird. Wollen Sie nur eine Beleuchtung, oder auch kochen und heizen? An dieser Stelle, falls Sie sich nicht sehr gut mit Elektroinstallationen auskennen, sollten Sie mit einem Fachmann Rücksprache halten. Dieser kann Ihnen genau sagen, welche Leistung Sie benötigen, und ob Ihr Hausanschluss in der Lage ist, das Gartenhaus mit Strom mit zu versorgen.

Wenn Sie Maschinen wie Häcksler oder Holzspalter in Betrieb nehmen wollen, brauchen Sie einen Starkstromanschluss von 400 V. Überlegen Sie auch gut, wie viele Steckdosen Sie benötigen, und wo sie platziert sein sollen. Planen Sie lieber zu viele als zu wenige ein, denn Steckdosenleisten und Verlängerungskabel sind meistens nervig.

Da ein Gartenhaus als Feuchtraum gilt, müssen auch die verwendeten Elektroinstallationskomponenten feuchtraumtauglich sein. Das bedeutet Steckdosen mit Schutzklappe und einer besonderen Gummidichtung.

Auch für die Ausführung der Arbeit gilt: Wenn Sie nicht hundertprozentig fit und geübt sind im Umgang mit Arbeiten mit Strom, bitte unbedingt den Fachmann ranlassen.

Achten Sie darauf, dass die Leitungen bei der Arbeit immer spannungsfrei sind, und überprüfen Sie dies mit einem Stromprüfer. Keinesfalls darf eine andere Person sich während der Arbeiten am Sicherungskasten zu schaffen machen und die Leitung wieder unter Spannung setzen. Bitte unbedingt entsprechende Warnungen anbringen.

Kurzschlüsse oder überlastete Leitungen können eine große Gefahr darstellen, es kann auch zu Bränden kommen. Wenn ein Laie Elektroinstallationen ausführt und es kommt zu einem Schaden, verweigern Versicherungen größtenteils die Zahlung. Kabelzuleitung und Installation im Gartenhaus gehört definitiv in die Hände eines Fachkundigen.

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