Die Besonderheiten und Vorteile der Gelenkarm-Markise

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© Jérôme Rommé - fotolia.com

Eine Vielzahl von Markisenarten und Modellen spenden wohltuenden Schatten und finden entsprechend ihrem jeweiligen Aufbau und System ihren Platz vor Fenstern, Schaufenstern, Glasfassaden, über Terrassen, auf Glasdächern, an Wintergärten, auf Balkonen und auch über Eingängen. Ein sehr beliebtes und weit verbreitetes Modell ist die Gelenkarm-Markise. Basierend auf einem intelligenten System zeigt sie besondere Merkmale und bedeutende Vorteile auf, durch die sich viele zu beschattende und anspruchsvolle Flächen optimal nutzen lassen, Ereignisse wetterunabhängig unter der Aufhängung stattfinden können und eine leichte sowie komfortable Handhabung gewährleistet ist.

Auch wenn steda diese spezielle Art von Markisen nicht anbietet, möchten wir Sie an dieser Stelle über die Vor- und Nachteile von Gelenkarm-Markisen informieren!  

Markisen mit Gelenkarmtechnik

Elegant und gelassen führen die Gelenkarme das Tuch über die zu beschattende Fläche, bringen es auf Spannung und ziehen es ebenso erhaben wieder ein. Bei dieser Variante übernehmen, je nach Modell, ein oder zwei mechanische Arme aus Aluminium, die mit jeweils einem Gelenk ausgestattet sind, das Aufziehen und Einziehen des Tuchs. Somit wird, anders als bei Senkrechtmarkisen, ein waagerechter Ausfall des Tuchs ermöglicht, der dennoch auch einer gewissen Neigung bedarf. Die Gelenkarme werden mit Stahlseilen, Zugfedern oder Gasdruckfedernunter Spannung gesetzt, schieben das Tuch beim Ausfahren auseinander und halten es im ausgestreckten Zustand straff. Beim Einfahren wird der Federkraft entgegengewirkt, was eines höheren Kraftaufwandes als beim Ausfahren bedarf. Die Arme sind im eingefahrenen Zustand angewinkelt. Sowohl sie als auch die Spannung beweisen eine große Stärke. Die Arme und das Tuch schweben in der Luft, während die gesamte Konstruktion von der Konsole an der Wand oder der Decke gehalten wird.

Dieser Technologie liegt ein Rollsystem zugrunde, das heißt, dass das Tuch im Gegensatz zu Falt- oder Festmarkisen auf einer Tuchwelle auf- und eingerollt wird. An dieser Stelle lässt diese Modelle hinsichtlich einer komfortablen Handhabung auf verschiedene Art und Weise bedienen. Die manuelle Bedienungsmethode basiert auf einem mechanischen Getriebe, bei dem die Gelenkarme samt Tuch mittels einer Handkurbel ausgefahren und eingezogen werden. Weniger anstrengend und aufwendig ist hingegen der elektrische Antrieb, der durch die Integrierung eines Rollmotors in die Tuchrolle gewährleistet wird. So kann man per Schalter nach Belieben zügig ausfahren und einfahren, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten. Eine weitere Steigerung in Sachen Komfort bietet dabei ein Funkmotor beziehungsweise eine Funksteuerung. Die Aufhängung kann so drahtlos per Fernbedienung gesteuert sowie auch an WLAN oder ein Smartphone angebunden werden. Ebenso erweisen sich spezielle Sensoren wie Sonnenwächter, Windwächter und Regenwächter als sehr nützlich. Durch sie reagiert die Konstruktion automatisch und fährt ein wenn, es regnet, der Wind zu stark wird oder die Sonne sich dem Abend neigt und fährt im umgekehrten Fall als Sonnenschutz ebenso aus. So kann eine Aufhängung, entsprechend programmiert, optimal auch in Abwesenheit bestimmte Funktionen übernehmen.

Vorteile

Eine derartige Projektierung kann durch ihre robuste schwebende Konstruktionsart sowie den waagerechten Ausfall vor allem große Flächen wie es oft bei Terrassen notwendig ist, optimal und umfassend beschatten. Sie haben beispielsweise eine Breite von 8 Metern und können eine Ausfalllänge von 5 Metern haben, womit sie im voll ausgefahrenen Zustand eine Fläche von 40 m² lückenlos beschatten können. Je nach Lage vor Ort können auch mehrere nebeneinander aufgehängt werden. Unter ihr finden viele Personen sowie Outdoormöbel und Pflanzen Schutz vor Sonne, Hitze, Regen und Wind. Aber auch dahinterliegende Räume sind durch die Anlage über einem Fenster oder an einer Hauswand mit Fenstern und Türen vor Überhitzung und Sonneneinstrahlung geschützt.

Die hohe Stabilität gewährleistet eine frei schwebende und sichere Ausladung. Anders als bei aufzustellenden Sonnenschirmen, benötigt dieses Modell keinen Ständer und in der Regel auch keine Stützvorrichtungen, wodurch die gesamte Bodenfläche ungehindert genutzt werden kann. Sowohl manuell als auch elektrisch und mit verschiedenen technischen Innovationen, lässt es sich äußerst bequem bedienen. Bei Bedarf ermöglicht es ein schnelles ein- und ausrollen, denn nicht selten gibt es plötzliche Wetterumschwünge, bei denen schnell reagiert werden muss. Mit einem wetterfesten Tuch und hoher Stoffqualität bilden diese stabilen Konstruktionen auch ein willkommenes Regendach.

In einem entsprechenden Design und technischen Komfort können diese Varianten den Wert einer Immobilie erhöhen und das optische Gesamtbild verbessern, während sie stets für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Die Baulichkeit findet sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich einen hohen Anklang.

Arten der Gelenkarmmarkisen

Für dieses Markisensystem gibt es in ihrem Aufbau drei verschiedene Varianten. Das sind die offene Version, die halb offene Variante (Halbkassettenmarkise) und die Kassettenmarkise. Die Unterscheidung bezieht sich auf den äußeren Schutz dieser Konstruktion. Bei der offenen Version sind das Gestell, die Gelenkarme, das aufgerollte Tuch und die Tuchwelle, die Aufhängung sowie die gesamte Technik sichtbar und freiliegend. Vor Wind und Wetter ist dieses Modell nicht geschützt. Im Preis auch oft günstiger, eignet sich die offene Variante vor allem für Einbausituationen, die einen entsprechenden konstruktiven Wetterschutz bieten, wie große Dachüberstände oder darüber liegende Balkone.

Die Kassettenmarkise beherbergt alle Elemente in einem Kasten, einschließlich die beiden Arme im eingefahrenen Zustand. So ist die Elektronik samt Funksensoren als auch die Arme, der Motor und die Tuchwelle rundum vor Wettereinflüssen wie Regen, Wind, Hagel, Feuchtigkeit sowie im Winter vor Schnee und Frost sicher geschützt. Die Kassette nimmt beim Einfahren das Tuch und die Arme vollständig auf. Mit ästhetischem Charakter stört die voll abgeschlossene Kassette nicht das Gesamtbild auf der Terrasse oder dem Balkon, sondern verhält sich eher unscheinbar.

Eine Kombination aus offener Gelenkarmmarkise und geschlossener Kassettenmarkise bildet die Halbkassettenmarkise. Hier ist die Kassette nach unten hin offen. Dadurch werden die Tuchwelle und die Technik von oben vor Wind und Niederschlag geschützt, die Arme befinden sich im eingefahrenen Zustand zusammengeklappt unter der Kassette im Freien. Auch hier eignet sich dieses Modell für schützende Montagebereiche wie Dachvorsprünge.

Die Anfertigung ist für den permanenten sowie langfristigen Aufenthalt im Außenbereich konzipiert und wird fest an einem entsprechend stabilen Untergrund wie Mauerwerk oder Dachbalken montiert. Dementsprechend sollte darauf geachtet werden, dass das System samt Elektronik den notwendigen Schutz bekommt, möchte man sich lange Zeit problemlos an der Gelenkarmmarkise erfreuen und den perfekten Sonnen- und Wetterschutz für sehr viele Jahre erhalten.

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