Kaltwintergarten – Das gibt es darüber zu wissen

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Kaltwintergarten
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Ein Kaltwintergarten ist, wie der Name bereits verrät, nicht vorrangig als Wohnraumerweiterung gedacht. Eigentlich soll der Glasanbau als Winterquartier für Pflanzen dienen, zum Überwintern der Terrassen- und Gartenmöbel etc. Zudem ist ein Kaltwintergarten natürlich enorm kostensparend im Vergleich zum Wohnwintergarten, da meistens auf Einfachverglasung zurückgegriffen wird. Eine andere Bezeichnung für ein solches Gewächshaus, bzw. Winterquartier ist Orangerie.

Wenn die Glasoase keine Wohngebäudeverbindung hat, ist meistens auch keine Baugenehmigung erforderlich. Optimal für die Wärmegewinnung in Kaltwintergärten wäre ein Anbau in Südrichtung.

Merkmale eines Kaltwintergartens:

Aufgrund der einfachen Verglasung und der geringen Wärmedämmung ist dieser Wintergarten nicht ganzjährig als Wohnwintergarten benutzbar, sondern je nach vorherrschender Außentemperatur rund 9 bis 10 Monate im Jahr. An besonders strahlenden sonnigen Wintertagen erwärmt sich der Kaltwintergarten vielleicht doch so weit, dass ein Aufenthalt –mit gemütlicher Kuscheldecke – möglich ist. Als Trägerkonstruktion kommt hier meistens Aluminium für das Dach zum Einsatz, für den Unterbau und die tragenden Teile reichen nicht isolierte Aluminiumprofile.

Selbstverständlich ist auch eine Holzkonstruktion machbar, da diese jedoch wartungsintensiver ist und immer wieder einen neuen Anstrich benötigt, wird diese seltener gewählt.

Damit es nicht zu Kondenswasserbildung bei frostigen Temperaturen an der Innenseite der Verglasung kommt, ist eine ausreichende Belüftung wichtig. Diese erfolgt meist durch die Front- oder Seitenschiebetüren.

Kaltwintergärten sind als fertiger Bausatz im Fachhandel zu bekommen, und somit um ein Vielfaches günstiger als der herkömmliche Wohnwintergarten

kaltwintergarten

Wofür braucht man einen Kaltwintergarten?

Tageslicht hat einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Je mehr wir in Kontakt mit Licht stehen, desto heller und positiver ist auch unsere Grundstimmung. Vor allem im Herbst und Winter macht es sich bemerkbar, wenn der Himmel trüb und wolkenverhangen ist, und die Dämmerung schon früh am Nachmittag einsetzt. Ein Wintergarten bietet die Möglichkeit, so viel Licht wie möglich „einzufangen“, und dabei auch entspannen oder gesellig beisammen zu sitzen. Beim Kaltwintergarten ist dies nicht an allen Tagen im Jahr ohne Frieren möglich, aber ab und zu kann man ja auch mit einer tragbaren Elektroheizung für ein bisschen Wärme sorgen.

Ein Kaltwintergarten ist in erster Linie als Schutz der Terrasse vor Wind und Wetter gedacht, die Gartenmöbel können so geschützt überwintern und natürlich vor allem die frostempfindlichen Pflanzen. Vor allem, wenn Sie mediterrane Pflanzen auf Ihrer Terrasse beherbergen, werden diese im Winter den Kaltwintergarten in eine tolle Grünoase verwandeln. Oliven- und Feigenbäume fühlen sich wohl, ebenso wie Zitronenbäumchen oder verschiedene Palmensorten. Kletterpflanzen wie Clematis oder wilder Wein machen einen tollen Hingucker aus dem Kaltwintergarten, um den Sie die gesamte Nachbarschaft beneiden wird. Bevor Sie den Pflanzen jedoch das Winterquartier überlassen, sollten Sie sie gründlich auf Schädlinge untersuchen und abgestorbenen Pflanzenteile entfernen.

Im Kaltwintergarten lassen sich im Frühjahr auch großartig Gemüse und Salat vorziehen, bevor dieses dann in den Garten umgesiedelt wird.

Vorteile des Kaltwintergartens:

  • Ein großer Vorteil stellt, wie bereits erwähnt, die große Kostenersparnis im Vergleich zum Wohnwintergarten dar.
  • Da ein Kaltwintergarten als Bausatz erhältlich ist, können ihn Hobbyhandwerker mit ein wenig DIY-Erfahrung selber aufbauen. Für einen Wohnwintergarten braucht es praktisch immer einen Fachmann, der hinzugezogen werden muss.
  • Der Bau eines Kaltwintergartens erfolgt unkompliziert und ohne größeren bürokratischen Aufwand, eine Baugenehmigung ist meistens nicht notwendig.

Nachteile des Kaltwintergartens:

  • Aufgrund der einfachen Verglasung ist keine effektive Isolation vorhanden.
  • Es ist zu kalt, damit man den Wintergarten ganzjährig nutzen kann. Zusätzliches Heizen durch z.B. einen Elektroofen ist natürlich möglich.
  • Bei mangelnder Belüftung sammelt sich Kondenswasser an den Innenseiten der Verglasung, was die Entstehung von Schimmel begünstigt.

Welche Möglichkeiten der Wintergartenbeschattung gibt es?

Auch wenn wir gerade besprochen haben, dass es in einem Kaltwintergarten im Winter kalt ist, so muss dennoch auf eine ausreichende Beschattung geachtet werden. Der Grund dafür ist vor allem, damit die überwinternden Pflanzen durch die direkte Sonneneinstrahlung keinen Schaden nehmen.

Beschattungssysteme sind mehrere möglich: Rollläden von außen, Markisen, Jalousien oder Plissees von innen oder auch mobile Beschattungen mittels Faltwand oder einem Paravent.

Besonders komfortabel sind Beschattungen, die automatisch je nach Sonneneinstrahlung sich öffnen oder Schatten spenden.

Da im Kaltwintergarten oftmals Kondenswasser entsteht, kann dies auch zu Schimmelbildung an Markisen und Co. führen. Deshalb sollte der gewählte Stoff auch für Feuchträume geeignet sein und über eine spezielle Imprägnierung verfügen.

Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall, einen Blick auf das umfangreiche Sonnenschutzsystem von steda zu werfen. Unsere hochwertigen Markisen sind entweder für die Aufdachmontage, die Unterglasbeschattung oder zur senkrechten Anbringung geeignet. Das Polyestergewebe ist wasserabweisend und verhindert Schimmelbildung, auch wenn die Markise längere Zeit im Markisenkasten gelagert wird. Kräfteraubendes Kurbeln ist ebenfalls nicht notwendig, denn die Markisen von steda sind mit einem Elektromotor ausgestattet und ermöglicht den Einsatz ohne Kraftaufwand.

Eine einfache und preiswerte Möglichkeit der Beschattung ist auch die Anbringung von Lamellentüchern in Seilspanntechnik. Der leichte Stoff, der mit UV-abweisendem Silber ausgestattet ist, reflektiert die Sonnenstrahlen, sorgt jedoch dafür, dass der Wintergarten nicht zu sehr verdunkelt wird.

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