Keramikplatten verlegen – So muss das!

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Platten aus Keramik sind die hochwertigste Art des Terrassenbelages. Das Verlegen können Sie dabei selbst vornehmen. Wer vorher noch nie Platten verlegt hat, sollte drei Tage Zeitaufwand einkalkulieren und sich am besten noch eine helfende Hand schnappen, damit das Projekt umgesetzt werden kann.

Grundsätzlich lässt sich der Prozess in vier Arbeitsschritte unterteilen.

  1. Vorbereitung
  2. Beton gießen
  3. Platten verlegen
  4. Platten verfugen

In diesem Artikel erklären wir, wie sich Keramikplatten verlegen lassen, damit das Endresultat überzeugen kann.

Vorbereitung – die Grundvoraussetzungen erfüllen

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Sie benötigen einiges an Material, um die Keramikplatten zu verlegen. Dazu zählen nicht nur die Platten selbst, sondern auch Werkzeuge und weiteres Begleitmaterial. Eine komplette Liste finden Sie hier.

Als nächstes müssen Sie den Platz festlegen, wo die die Keramikplatten verlegt werden sollen. Messen Sie diesen aus, um die Anzahl an benötigten Platten zu ermitteln.

Haben Sie die Platten gekauft, müssen Sie diese nach Erhalt nun prüfen. Insbesondere die Beschaffenheit der Ränder und etwaige Farbunterschiede sollten unter die Lupe genommen werden. So können Sie eine Zusammenstellung wählen, die am Ende optisch überzeugen kann.

Nicht nur die Platten, sondern auch die Wände sollten Sie prüfen. Die Größe der Winkel entscheidet darüber, wie Sie am Ende die Platten zuschneiden müssen. Selten handelt es sich wirklich um einen perfekten rechten Winkel. Ist die Abweichung minimal, kann dies aber eventuell später noch mit Fugenmörtel ausgeglichen werden.

Höhe abstecken und Untergrund vorbereiten

Die finale Höhe der Terrasse hängt von der Betonschicht und der Dicke der Platten ab. Eine Betonschicht von etwa 12 cm hat sich als empfehlenswert erwiesen. Hinzu kommen die Platten, die etwa 2 bis 4 cm hoch sind. Dies muss einberechnet werden, wenn Sie das Fundament herrichten.

Sorgen Sie dafür, dass der Untergrund profilgerecht ist. Genauigkeit zählt an dieser Stelle besonders, sonst liegen die Platten unter Umständen am Ende schief oder in unterschiedlichen Höhen. Sie sollten den Boden unbedingt verdichten. Am besten geht das mit einer Rüttelplatte. Direkt an der Hauswand können Sie die filigranen Arbeiten auch per Hand ausführen.

Als letztes sollten Sie noch eine Drainmatte auslegen, die für ein Ablaufen des Wassers sorgt. Eine Terrasse im Außenbereich sollte zudem mit einer Frostschutzschicht ausgestattet sein. Diese wird unterhalb der Drainmatte angebracht.

Beton gießen – die Terrasse nimmt ihre Form an

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Den Beton sollten Sie laut Herstellerbeschreibung im Betonmischer anrühren und gleichmäßig auf der Fläche verteilen. Der Beton wird in zwei Schichten aufgetragen. Dazwischen rollen Sie eine Kunststoffbewehrung aus. Diese sorgt für zusätzliche Stabilität.

Tipp: ist die Fläche recht groß, sollten Sie nicht alles auf einmal betonieren. Sonst trocknet ein Teil eventuell schon an, bevor Sie die Keramikplatten verlegen können.

Nach dem Auftragen müssen Sie den Beton glatt verstreichen. Das gelingt am besten mit einer praktischen Alu-Richtlatte und sollte zügig, aber dennoch gründlich erfolgen.

Platten verlegen – mehrere Handgriffe parallel ausführen

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Nun wird es sich auszahlen, dass Sie einen Helfer haben, der Ihnen zur Seite steht. Während eine Person sich um den Fliesenkleber kümmert und diesen anrührt, kann sich die andere Person schon um den Zuschnitt der Platten kümmern.

Dabei ist es empfehlenswert, die Platten von oben und unten entlang der gewünschten Kante zu schneiden, damit diese im Falle des Falles sauber brechen und nicht zersplittern.

Der fertige Kleber wird dann – wenn er die passende Konsistenz hat – auf die Platten aufgetragen. Diese werden dann auf die Betonschicht gedrückt, die noch nicht erhärtet sein darf. Klopfen Sie die Platten am besten mit einem Gummihammer fest. Sind die Platten hell, sollten Sie auch einen hellen Gummihammer nutzen, um Verfärbungen zu vermeiden.

Beim Verlegen können Sie Fugenkreuze verlegen, um gleiche Abstände zwischen den Platten zu erreichen. Das sorgt dann für ein einheitlicheres Erscheinungsbild und erleichtert das anschließende Verfugen.

Tipp: Zwischendurch ist es ratsam, verlegte Platten mit Wasser zu befeuchten. Am Ende sollten Sie zudem eine Salzsäure-Mischung auftragen, um die Platten zu reinigen und die Entstehung von Kalkschleiern zu vermeiden.

Platten verfugen – der letzte Feinschliff

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Mischen Sie zum Ende den Fugenmörtel an. Unser Tipp ist hierbei Zwei-Komponenten-Mörtel aus Sand und Kunstharz. Wenn das Gemisch fertig ist, geben Sie es einfach auf die Platten.

Mit einem gewöhnlichen Abzieher können Sie nun den Mörtel über die Platten wischen und er verfängt sich in den Fugen und füllt diese. Am besten schieben Sie den Mörtel diagonal, um zu verhindern, dass er wieder aus der Fuge rutscht.

Groben Dreck können Sie am Ende mit einem gewöhnlichen Haushaltsbesen entfernen. Dies sollten Sie noch einmal am nächsten Tag wiederholen. Dann ist die Fläche getrocknet und krümeliger Dreck und Staub lässt sich ganz einfach abfegen.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Tipps geholfen haben und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihres Projektes.

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