Leimholz – Buche, Fichte oder Eiche?

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verschiedene Holzarten die als Leimholz geeignet sind
© Shutterstock - Happy cake Happy cafe

Leimholz wird inzwischen meist als Brettschichtholz bezeichnet, und besteht aus mindestens drei Brettlagen, deren Hölzer in der gleichen Faserrichtung verleimt sind. Für die Herstellung verwendet man meist eine Holzart für alle Brettlagen, und zwar Massivholz. Geläufig sind Nadelhölzer wie Fichte, Tanne, Kiefer oder Lärche, aber auch Buche und Eiche finden Verwendung.

Die Widerstandsfähigkeit von Leimholz ist abhängig vom Ringverlauf, dieser hängt wiederum mit der Schnittführung durch den Stamm zusammen. Liegenden Ringen gibt man meistens den Vorzug, da sie widerstandsfähiger sind.

Viele Vorteile sprechen für die Verwendung von Leimholz bei größeren Konstruktionen, z.B. Terrassenüberdachungen oder Carports. Bei Vollholz ist zum Beispiel irgendwann die Rissbildung unvermeidlich, bei Leimholz findet sie in wesentlich geringerem Maße statt, weshalb es die erste Wahl zum Beispiel bei offenen Dachkonstruktionen ist.

Im Brandfall bleibt die Tragfähigkeit bei Leimholz sogar wahrscheinlich länger erhalten als bei Stahlträgern, da die Festigkeit des Holzes temperaturunabhängig ist und es langsam von außen abbrennt. Leimholz wird aus eigens vorsortierten, fehlerfreien Holzarten gefertigt. Dadurch wird eine bessere Tragfähigkeit als mit Konstruktionsvollholz erreicht.

Die Nachteile, verglichen mit Stahlträgern, bestehen darin, dass auch Leimholz von Schädlingen befallen werden kann. Holz ist außerdem mechanisch leichter zerstörbar und weniger feuchtigkeitsresistent als Stahl.

Damit Ihnen als Heimwerker die Auswahl für einen Holzwerkstoff leichter fällt, stellen wir anschließend drei Holzarten mit allen relevanten Infos vor.

Leimholz Buche

Die Rotbuche, umgangssprachlich Buche bezeichnet, ist mit einem Anteil von 15 % der häufigste Laubbaum in Deutschland. Wenn eine Buche in der Natur frei stehen kann, bildet sie eine ausladende Krone von 20 bis 30 Metern. Dies ist aber nur mehr selten in alten Wäldern der Fall. Buchen können bis zu 300 Jahre alt werden.

Das Holz ist leicht rötlich schimmernd, durch Dämpfen entsteht ein tieferer Rotton. Das Holz lässt sich gut bearbeiten, ist feinporig und gleichmäßig gemasert. Die Buche liefert wichtiges Nutzholz für die Spielzeug- und Möbelindustrie, sowie Parkett- und Treppenbau. Buchenholz ist als Rundholz, Schnittholz und Furnierholz erhältlich.

Buche

Unterstand für Brennholz
  • Leimholz aus Buche ist ein tolles Konstruktionsholz für Möbel und Regale.
  • Das Leimholz ist wesentlich preisgünstiger, weist aber dennoch die natürliche Oberflächenoptik von Massivholz aus Buche auf.
  • Es zählt zu den härtesten, strapazierfähigsten und schwersten Hölzern, sodass es auch im Konstruktionsbau Verwendung findet.
  • Verglichen mit Furnierholz aus Buche ist Leimholz aus Buche verhältnismäßig teuer.
  • Leimholz hat zwar einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt, nimmt aber vor allem im Außenbereich Feuchtigkeit auf und quillt. Deswegen bedarf es guter Pflege.

Leimholz aus Eiche

Die Eiche steht seit Jahrhunderten für Kontinuität und Stärke: Die Bäume können bis zu 2000 Jahre alt werden! In Deutschland ist die Eiche nach der Rotbuche der zweithäufigste Laubbaum mit einem Vorkommen von 11,6 % vom Waldanteil. Fossile Funde verraten uns, dass bereits vor rund 12 Mio. Jahren Eichenarten bei uns heimisch waren.

Das Holz aller Eichenarten ist charakteristisch ringporig mit breiten Holzstrahlen. Die Eiche zählt zu den bedeutsamsten Nutzholzarten vor allem im Möbelbau, sowie Fenster, Türen, Treppen oder Geländer. Auch im Hoch- und Tiefbau wird Eichenholz verwendet. Aus Eichenholz werden auch Fassdauben gefertigt, für Barriquefässer kommen spezielle Herkunftsgebiete zum Einsatz.

Eiche

Leimholz in Form von Eiche
  • Leimholzplatten aus Eiche sind sehr stabil und tragfähig, sie werden oft im Außenbereich eingesetzt
  • Der Splint von Eichen ist anfälliger für Pilze und Schädlinge, weshalb er bei der Leimholzherstellung meist entfernt wird.
  • Leimholz aus Eiche ist teuer, und wird daher meist für langlebige Konstruktionen verwendet.

Leimholz aus Fichte

Die Fichte gilt als anspruchsloser Nadelbaum, sie ist sowohl als Lieferant für Bauholz, als auch als klassischer Weihnachtsbaum von Bedeutung. Mit rund 28 % ist die Fichte in den Wäldern Deutschlands vertreten. Sie kann bis zu 600 Jahre alt und älter werden. Fichten erreichen eine Höhe von 30 bis 40 Metern. Ihr Nadeln enthalten ätherisches Öl, welches in der Pharmazie, sowie der Kosmetikindustrie von Bedeutung ist.

Fichtenholz ist vergleichsweise günstig und leicht zu verarbeiten. Man nutzt es für die Papierindustrie, für Spanplatten, Leimholz und einfaches Bauholz. Die Jahresringe verleihen dem Holz einen dekorativen Charakter. Säge- und Hobelspäne der Fichte werden auch als Briketts, bzw. Pellets verkauft.

Fichte

Unterstand für Brennholz
  • Fichtenholz ist leicht und weich, daher gut zu bearbeiten.
  • Trotzdem ist das Holz belastbar und verzugsarm.
  • Leimholz aus Fichte ist verhältnismäßig preisgünstig, verglichen mit Eiche oder Buche.
  • Das Holz gilt als mäßig schwindend, die Holzfeuchte gleicht sich eher langsam der Umgebung an.
  • Auch bei größeren Dimensionen verdreht sich das Holz nicht.
  • Splint und Kernholz sind anfällig für Schädlinge.

Fazit

Leimholz aus Fichte ist das optimale Baumaterial, wenn Sie eine Terrassenüberdachung oder ein Carport planen. Es ist leicht zu bearbeiten, weich und kostengünstig. Wenn Sie Wert auf hohe Formbeständigkeit und Maßhaltigkeit legen, ist Brettschichtholz aus Fichte der ideale Werkstoff.

Bei Steda finden Sie fertige Bausätze für Terrassenüberdachungen und Carports aus Leimholz, Material Fichte. Die Außenkonstruktionen sind wind- und wetterbeständig. Zudem wird bei Terrassenüberdachungen aus Fichtenleimholz auch auf kleine Details, z.B. auf die Neigung des Daches geachtet, damit das gesammelte Wasser bei Regen abfließen kann. Selbst wenn Sie kein Profi-Handwerker sind, mit Carports oder Terrassenüberdachungen aus Fichtenleimholz von Steda werden Sie ein Erfolgserlebnis haben.

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