Das Loch im Zaun richtig reparieren – So muss das!

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Loch im Maschendrahtzaun
© Shutterstock - Sergey Nivens

Lohnt es sich, einen verwitterten Zaun mit Rissen und Löchern zu reparieren, oder sollte man ihn besser erneuern? Wenn es sich um ein älteres Modell handelt, welches liebevoll in Handarbeit gefertigt wurde, liegt die Antwort auf der Hand – man sollte den Zaun reparieren. Vor allem im Frühling werden die Schäden gut sichtbar, die Schnee, Eis und Co. hinterlassen haben. Wir stellen Ihnen in diesem informativen Ratgeber verschiedene Gartenzäune vor, und welche Möglichkeiten der Reparatur zur Verfügung stehen.

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Er ist der Klassiker unter den Gartenzäunen, und Stefan Raab hat ihm ein Lied gewidmet. Die Zaunmontage geht einfach von der Hand, er ist zeitlos und pflegeleicht: Der Maschendrahtzaun. Bei einem Maschendrahtzaun werden vor Rost geschützte Drähte miteinander verflochten. Verzinkung oder ein Kunststoffüberzug schützen die Drähte vor dem Rost. Es gibt auch Modelle, die statt auf Draht auf Kunststoff basieren. Maschendrahtzäune sind farbbeständig, formstabil und haben eine lange Lebensdauer, außerdem stellt sich die Rostfrage nicht. Am bekanntesten ist wohl die Variante mit der grünen Kunststoffummantelung.

Besonders, wenn es um die Umzäunung eines großen Grundstückes geht, ist der Maschendrahtzaun eine preisgünstige Lösung. Am häufigsten vertreten sind Zaunhöhen von 100 und 125 cm.

Wenn man sich für die Montage eines Maschendrahtzauns entscheidet, bekommt man im Baustoffhandel auch Komplettsets, mit denen man sich die mühsame Suche nach passenden Pfosten, Streben, Drahtspannern etc. erspart. Inklusive des Drahtgeflechts ist alles enthalten, was Sie für den Zaunbau benötigen.

Auch für weniger geübte Handwerker stellt es kein Problem dar, den Zaun selbst zu reparieren. Am häufigsten kommt es vor, dass mit der Zeit die Spannung nachlässt, oder dass ein Loch im Zaun entsteht. Um die Geflechtspannung wiederherzustellen, wird als Hilfsmittel ein Spannkamm benötigt. Dieser wird einfach an den Draht angesetzt, und in sich verdreht. So kann man einfach und unkompliziert den Zaun reparieren.

Bei einem Loch kann einfach ein neues Drahtstück eingeflochten werden, am besten sieht man sich dazu eine Video-Anleitung aus dem Internet an. Wenn ein größeres Zaunelement kaputt ist, entfernt man am besten das Drahtgeflecht von einem Pfosten bis zum nächsten, und ersetzt dieses.

Holzzaun

Holzzäune sind nach wie vor rund um vielen Gärten zu finden, auch wenn die Pflege und auch notwendige Reparaturen aufwändiger sind als bei Metallzäunen. In Deutschland sind beliebte, für den Bau von Holzzäunen geeignete Hölzer die Eiche, die Fichte, Lärche, Kiefer oder auch die Kastanie. Damit der Zaun witterungsbeständiger wird, lohnt es sich, tiefenimprägnierte Hölzer zu verwenden. In unseren Vorgärten findet sich häufig der Jägerzaun, welcher auch Scheren- oder Kreuzzaun genannt wird. Er besteht aus gekreuzten Halbrundprofilplatten.

Der Lattenzaun besteht, wie der Name bereits verrät, aus senkrecht stehenden, geschnittenen oder gehobelten Holzlatten. Zur Befestigung dienen zwei waagrechte Träger. Wenn der Zaun aus senkrecht stehenden Lanzen besteht, handelt es sich um einen Palisadenzaun. Außerdem gibt es noch Staketenzäune, Flechtzäune, Bohlenzäune und Sichtschutzzäune aus Holz.

Damit das Holz witterungsbeständig ist, sollte man natürlich bereits im Vorfeld auf Holzschutz achten, dann fallen auch die Reparaturarbeiten entsprechend gering aus. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, die Zaunelemente durch das Tränken mit Imprägnierlösung haltbarer zu machen. Auch der Anstrich mit einer Lasur oder einer Schicht Deckfarbe zählt zum Holzschutz.

Wer sich für ein handelsübliches Design entschieden hat, dem wird es nicht schwer fallen, Ersatzteile für den Holzzaun im Baumarkt zu bekommen. Wenn einzelne Zaunlatten kaputt sind, so kann man diese ganz einfach austauschen. Bei größeren Beschädigungen kann man auch ein ganzes Zaunelement ersetzen. Wenn man den Zaun anschließend auch noch streicht, wird man die geflickte Stelle kaum noch sehen.

Witterungsbedingt können mit der Zeit Risse an den Holzlatten entstehen, da das Holz „arbeitet“ (aufquillt und schwindet). Kleinere Risse können mit einer Spachtelmasse in Holzoptik ausgebessert werden, bei größeren Rissen muss eventuell die ganze Zaunlatte getauscht werden.

Loch im Maschendrahtzaun

Wer sich einen besonders stabilen Zaun rund ums Haus wünscht, entscheidet sich für einen Doppelstabmattenzaun, von manchen auch als Gitterzaun bezeichnet. Die Doppelstabmatten sind feuerverzinkt, es gibt sie aber auch mit grüner oder schwarzer Beschichtung, somit sind sie besonders vor Rost geschützt. Da die Doppelstabmatten aus Stahldraht bestehen, ist die Stabilität besonders gegeben. Auch bei den Pfosten für den Zaun sollte das Metall verzinkt sein.

Der Aufbau eines Doppelmattenzauns sieht folgendermaßen aus: Zwischen zwei waagrechten Stahldrahtstreben befindet sich eine senkrechte Strebe. Je höher der Zaun ausfällt, desto stärker sollte auch der Stahldraht gewählt werden. Wenn der Doppelmattenzaun auch als Sichtschutz fungieren soll, braucht es dazu allerdings Zubehör, wie zum Beispiel Steine, um Gabionen zu errichten (mehr zum Thema Gabionen finden Sie in diesem Artikel bei uns). Oftmals werden auch Sichtschutzstreifen in den Doppelmattenzaun „eingefädelt“.

Da diese Zaunart sehr robust ist, entstehen gröbere Schäden eigentlich sehr selten. Ist am Doppelmattenzaun etwas kaputt, so ist dies meist auf Rost zurückzuführen. Rost sollte immer rechtzeitig mit einer Drahtbürste entfernt, und der Zaun anschließend neu lackiert werden. Sollte wirklich an den Streben etwas kaputt sein, kann man den Zaun reparieren, indem die defekte Stelle geschweißt oder ausgetauscht wird.

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