Markise richtig einstellen – Das gilt es zu beachten

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Eine Markise richtig montieren ist eine Sache, sie richtig einstellen oft eine ganz andere. Ist die Jalousie an der Wand, der Decke oder an den Dachsparren ordentlich und fest angebracht, müssen häufig bestimmte Einstellungen vorgenommen werden, damit die Sonnenschutzanlage in individueller Position den optimalen Schatten spendet und richtig funktioniert.

Elektromotor und Endlagenposition richtig einstellen

Zunehmend werden Jalousien mit einem Elektromotor betrieben, da dies eine komfortable und effektive Alternative zum Kurbelbetrieb, der aufwendig mit Hand durchgeführt wird, darstellt. Der Motor kann je nach Modell per Schalter oder mit einer Funksteuerung betrieben werden.

Häufig ist der Motor bereits verbaut. Unter Umständen muss der Einbau jedoch vor Ort erfolgen. Als elektrischer Antrieb wird ein Rollmotor verwendet. Der Antrieb wird mit den Adaptern in die Markisenwelle hineingeschoben. Im Folgenden wird sie durch die Installation der Lager befestigt. Es ist darauf zu achten, dass der Motor und die Rolle entsprechend der Wickelrichtung passend ausgerichtet sind. Der elektrische Anschluss muss durch eine qualifizierte und zugelassene Fachkraft wie einem Elektriker erfolgen.

Die Einstellung der Endschaltung erfolgt durch Endschalterschrauben, wobei eine für das „Ausfahren“ und eine andere, für das „Einfahren“ zuständig ist. Die Schrauben auf einer Ebene gehören zusammen. Abhängig ob der Elektromotor rechts oder links eingebaut ist, weisen die Pfeile zur Regulierung auf der Vorrichtung in die jeweilige Fahrtrichtung hin. Bei Motoren mit Funksteuerung erfolgt Endabschaltung automatisch. Die Steuerung muss hier durch einfache Bedienung „eingelernt“ und programmiert werden. Die Elektromotoren mit mechanischer Endschaltung werden mit einem speziellen Einstellstift an dem Motorkopf für die Positionierung der Abschaltpunkte eingestellt. Für die Einstellung der Endschaltung muss der Motor in der Welle eingebaut sein!

Die Endlagen richtig einstellen

Zunächst wird der Sonnenschutz ganz ausgefahren, bis der Ausfall von selbst stoppt. Ist die gewünschte Position noch nicht erreicht oder der Einfall des Sonnenlichts noch zu groß, wird mit der Endschalterschraube „Ausfahren“ oder den entsprechenden Schaltern auf der Ebene, auf „Plus“ gedreht, bis die gewünschte Ausfallposition erreicht ist und dann gestoppt. Fährt der Sonnenschutz automatisch ungewünscht zu weit raus, wird an der Endschalterschraube, die für die Richtung zuständig ist, mit dem Einstellstift/Schalter während der Fahrt auf „Minus“ geschaltet, bis der optimale Endpunkt erreicht ist und wieder gestoppt. Der Motor merkt sich diese Position und fährt immer bis zu diesem Punkt aus. Im Anschluss wird sie auf „Einfahren“ gestellt. Die Markise einfahren lassen, bis der Motor anhält. Fährt sie nicht komplett ein, wird die Endschalterschraube „Einfahren“ in Richtung „Plus“ gedreht oder geschaltet, bis sie richtig eingezogen ist. Die Endpunkte sind gespeichert und der Sonnenschutz fährt künftig nur noch zwischen dem ausgefahrenen Endpunkt und dem eingefahrenen Endpunkt ein und aus. Er ist nun für das elektrische Ein- und Ausfahren programmiert und eingestellt.

Der Neigungswinkel, wie beispielsweise bei einer Kassettenmarkise, wird in Abhängigkeit des Ausfalls, der Durchgangshöhe und dem Sonnenstand eingestellt. Auf keinen Fall darf eine Markise komplett horizontal angebracht werden. Häufig wird bereits ein Neigungswinkel von beispielsweise 15° bereits im Werk eingestellt. Jedoch kann der Neigungswinkel auch vor Ort den optimalen Bedingungen entsprechend angepasst werden.

Die Neigung richtig kalibrieren: Als Erstes wird der Sonnenschutz ganz ausgefahren oder bis das Tuch nicht mehr unter Spannung steht. Die Neigung wird an jeder Seite separat und nacheinander eingestellt. Nicht gleichzeitig! An dem Armhalter einer Seite werden die Schrauben leicht aufgedreht und gelockert. Nicht herausnehmen! Zur Sicherheit sollten die Gelenkarme der ausgefahrenen Halterung während des Vorgangs von einer weiteren Person gehalten und gestützt werden. An dem Träger wird an der entsprechenden Verschraubung die gewünschte Neigung eingestellt. In der Regel wird der Neigungswinkel im Uhrzeigersinn „hoch“ und entgegen dem Uhrzeigersinn „herunter“ gedreht. Ist der gewünschte Neigungswinkel eingestellt, die Schrauben wieder festdrehen. Der Vorgang wird danach in gleicher Position auf der anderen Seite wiederholt. Abschließend sollte mit einer Wasserwaage überprüft werden, ob das Ausfallprofil gleichmäßig waagerecht liegt.

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