Vorteile von Markisen mit Elektromotor

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Es existiert eine Vielzahl von verschiedenen Markisenarten, die vor unangenehmer oder störender Sonneneinstrahlung, Hitze und schlechtem Wetter schützen. Neben der manuellen Bedienung durch das Auf- und Zuziehen, oder das Auf- und Zukurbeln als klassische Handhabung, gibt es auch Markisen mit Elektromotor, die mit moderner Technologie den Sonnenschutz automatisch aus- und einfahren. Diese Modelle bieten eine Vielzahl von entscheidenden Vorteilen, weswegen sie sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Jedoch gilt es, bei der Anschaffung und Nutzung, auch auf bestimmte Kriterien zu achten.

Der Rohrmotor in der Sonnenschutzanlage

Ein Sonnenschutz mit Triebwerk sind Roll- wie Gelenkarm-, Wintergarten-, Senkrecht- oder auch Fallarmmarkisen, bei denen ein Rohrmotor in der Markisenwelle die Tuchwelle elektrisch antreibt und per Knopfdruck das automatische Ein- und Ausfahren des Tuchs ermöglicht. Der rohrförmige Motor ist im Inneren der Welle beziehungsweise in den Kästen der Kassettenmarkisen integriert, wodurch er optisch gut verborgen bleibt sowie vor Wind und Wetter sicher geschützt ist. Es wird ein Stromanschluss mit 230 Volt in der Nähe der Sonnenschutzanlage benötigt.

Die elektrisch angetriebenen Modelle lassen sich durch verschiedene Möglichkeiten steuern. Zum einen durch einen Schalter, der beispielsweise im Hausinneren installiert ist, oder auch durch eine funkgesteuerte Fernbedienung, beziehungsweise einen Funkhandsender, wie beispielsweise von Markilux, für den ein Funkmotor notwendig ist. Ein Funkmotor ist ein elektrischer Rohrmotor, der zusätzlich mit einem Funkempfänger ausgestattet ist. Die Funkhandsender gibt es als 1-Kanal-System und 4-Kanal-System mit 433 MHz sowie auch als 5-Kanal-Variante mit 868 MHz, die die Nutzung zusätzlicher Funktionen ermöglicht. Eine Variante ohne Funk kann, durch die Installation von einem Funksystem, zu einem System mit Funkmotor umgerüstet werden.

Hochwertige und moderne Modelle sind mit einer Endabschaltung und Einstellmöglichkeiten ausgestattet, die die Ausfahrweite automatisch definieren. Hat der Sonnenschutz eine bestimmte Position erreicht, schaltet sich der Motor von selbst aus. Funkmotoren müssen diesbezüglich „eingelernt“ werden. Deshalb sollten Modelle mit einer hochwertigen Drehmomenterkennung mit einem Behanglängenausgleich ausgestattet sein, die verhindert, dass das Konstrukt bei auftretenden Hindernissen während des Ein- und Ausfahrens beschädigt wird.

Diese Modelle ermöglichen eine komfortable Handhabung, da durch die Automatisierung ein mühevolles Kurbeln nicht mehr notwendig ist. Elektrisch angetriebenen Konstruktionen sind besonders für große Markisen mit umfangreichem Ausfall geeignet.

Komfortable Steuerungsmöglichkeiten

Elektrisch betriebene Aufhängungen ermöglichen einen hohen Komfort, wie per Funksteuerung die Bedienung aus der Ferne. Darüber hinaus lässt sich das Ein- und Ausfahren auch auf gewählte Zeitpunkte programmieren. In das Steuerungssystem können praktische Zusatzausstattungen wie Sonnenlichtsensoren, Windsensoren und Regensensoren installiert werden. Das Gerüst reagiert aufgrund der Sensoren automatisch, sodass bei dem Überschreiten der Schwellenwerte der Windstärke, dem Eintreten der Abenddämmerung oder bei plötzlich auftretenden Regenschauern die Anbringung ohne ein Zutun eingefahren und bei zu starker Sonneneinstrahlung ausgefahren wird.

Das erleichtert nicht nur die Handhabung bei wechselhaftem Wetter, sondern ermöglicht auch eine Nutzung in Abwesenheit. Ist man gerade unterwegs, während zu Hause der ausgefahrene Sonnenschutz plötzlich einem ankommenden Sturm oder Regen gegenübersteht, kann man sich darauf verlassen, dass die Anlage reagiert. Wird der Sonnenschutz für einen geplanten Urlaub vorprogrammiert, fährt er zu einer bestimmten Zeit aus, schützt so die Umgebung und anliegende Räume vor Überhitzung, täuscht die Anwesenheit vor und fährt bei der Abenddämmerung wieder automatisch ein. Sowohl die Umgebung als auch die Sonnenschutzanlage selbst sind durch dieses Überwachungssystem bestens geschützt.

Worauf ist zu achten?

Das Funktionieren ist von der Stromversorgung abhängig. Bei der Nutzung und Handhabung sind bestimmte Aspekte zu beachten. Nicht selten verursacht ein Gewitter sowie auch andere Ereignisse einen Stromausfall. Ist der Sonnenschutz zu einem solchen Zeitpunkt ausgefahren, kann sie nicht automatisch eingefahren werden und ist somit dem Gewitter ausgesetzt. Grundsätzlich sollten auch Varianten mit einem Elektromotor stets mit einer zusätzlichen Nothandkurbel ausgestattet sein, die die manuelle Bedienung der Sonnenschutzanlage ermöglicht, sollte die Elektronik ausfallen.

Der Elektroantrieb ist häufig mit einer Thermosicherung ausgestattet, die den Stromfluss unterbricht und den Antrieb automatisch abschaltet, unabhängig von der Position, wenn der Motor überhitzt ist. Es benötigt eine bestimmte Abkühlzeit von beispielsweise 20 Minuten, bis der Antrieb wieder einsatzbereit ist. In den Wintermonaten müssen diese Versionen automatischen Steuerungssystemen auf die manuelle Bedienung umgestellt werden. Sollte die Sonnenschutzanlage gefroren oder vereist sein, muss sie erst enteist werden, bevor sie wieder zum Einsatz kommt. Elektronisch gesteuerte Varianten, die keine automatisch reagierenden Sonnensensoren, Windsensoren oder Regensensoren besitzen, müssen über Nacht und in Abwesenheit immer eingefahren werden.

Es sollte stets auf eine hochwertige Qualität geachtet werden. Es ist zu empfehlen, bei der Installation professionelle Unterstützung hinzuziehen.

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