Markisen richtig montieren – Was gibt es zu beachten?

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© Teodora D - shutterstock.com

Wer selbst Markisen anbringen möchte und auf eine professionelle Fachkraft verzichten will, sollte für ein gelungenes Werk einiges beachten. Sehr beliebt und weit verbreitet sind klassische und moderne Gelenkarmmarkisen. Kein Wunder, denn dieses Modell gehört zu den robustesten, stabilsten und flexibelsten Arten. Es wird direkt an der Wand befestigt, wodurch es sicher und festsitzt, vor allem wenn der Wind mal etwas aufdringlicher wird. Damit der Sonnen- und Blendschutz lange hält und optimal funktioniert, ist es wichtig, die Konstruktion korrekt zu befestigen. Dafür wird einiges benötigt und es gilt, Wesentliches zu beachten.

Vorbereitung und Voraussetzungen

Ein Sonnenschutz bietet in ausgefahrenem Zustand Windböen eine breite Angriffsfläche und trägt auch ein ordentliches Gewicht mit sich. Die erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Anbringung stellt deswegen eine stabile Trägerwand dar, deren Beschaffenheit im Vorfeld auf Robustheit geprüft werden muss. Mit einer Probebohrung kann ein Test durchgeführt werden, der auch Hinweise zur Wahl der richtigen Dübel bietet, die darüber entscheiden, wie stabil das Gebilde letztendlich sein wird. Beim Aufbau muss die Montage besonders sorgfältig durchgeführt werden, da weder die Gelenkmarkise noch das Mauerwerk beschädigt werden dürfen.

Es ist wichtig, vor Beginn der Arbeiten stets die Anleitung des Herstellers sorgfältig zu studieren. In der Regel werden zu der Gelenkmarkise passende Konsolen zur Befestigung mitgeliefert, die in jedem Fall auch verwendet werden sollten, da diese speziell auf das Produkt konstruiert sind. Die zweite Voraussetzung für eine selbst durchgeführte Anbringung ist mindestens eine zweite Person, die ihnen hilft, denn es ist nicht möglich, den Sonnenschutz allein aufzuhängen.

Des Weiteren werden Werkzeuge benötigt, wie:
* eine Schlagbohrmaschine mit speziellen Bohrköpfen für Mauerwerk oder Gestein
* ein Gabelschlüssel mit verschiedenen Größen
* eine Wasserwaage sowie Richtschnur
* ein Zollstock oder ein Maßband
* eine Leiter
* eine Knarre zum Festziehen der Schraubverbindungen
* Befestigungsmaterial
* für elektrische Gelenkarmmarkisen einen nah gelegenen Stromanschluss

Es ist vor Beginn zu prüfen, ob mit dem gewünschten Modell sämtliche benötigten Teile geliefert wurden.

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© Who is Danny – shutterstock.com

Markisen montieren – die Markise richtig anbringen

Als Erstes wird die Markise ausgepackt und samt aller benötigten Teile auf den Boden des Aufbauplatzes gelegt. Die Schutzfolie sollte erst am Ende der Anbringung abgezogen werden. Zunächst wird die Wandfläche ausgemessen. Für die Befestigung der Konsolen wird der Abstand der Aufhängung an dem Sonnenschutz auf die Wand übertragen. Mit der Hilfe der Wasserwaage werden die Markierungen für die Konsole oder Wandklammern mit einem Bleistift oder auch Kreide gesetzt. Dabei ist präzise auf eine waagerechte und lotgerechte Ausrichtung zu achten. Anschließend werden die Löcher mit der Schlagbohrmaschine an den markierten Stellen gebohrt. Es ist hilfreich, zunächst erst mit einem kleinen Bohrkopf vorzubohren und anschließend mit der richtigen Größe nachzubohren. Dadurch wird ein Ausfransen des Loches vermieden. Die Bohrlöcher werden gesäubert und die Dübel und Gewindestangen auf das passende Maß zurechtgeschnitten.

Die Dübel werden mit einem Schnellmörtel aufgefüllt und in die Bohrlöcher gesteckt. Die Gewindestangen werden danach sofort eingeschoben. Da der Schnellmörtel sehr schnell trocknet, ist ein schleuniges Arbeiten an dieser Stelle notwendig. Entsprechend den Herstellerangaben muss der Schnellmörtel eine bestimmte Zeit austrocknen. Erst wenn der Mörtel zu 100 Prozent ausgetrocknet ist, kann die Konsole auf die Gewindestangen aufgesetzt und fixiert werden. Es ist zu empfehlen an dieser Stelle mit der Wasserwaage die Ausrichtung und das Lot zu überprüfen. Sind alle Konsolen befestigt wird die Markise einhängt. Hierfür wird unbedingt die zweite Person benötigt. Während eine Person den Sonnenschutz in der Halterung hält, sorgt die andere Person für das Festschrauben mit dem Gabelschlüssel. Anschließend werden die Gelenkringe an der geplanten Verschlussstelle befestigt und passend ausgerichtet. Bei einem elektrischen Modell muss diese entsprechend angeschlossen werden. Im Zweifelsfall sollte dies ein Elektriker tun.

Einstellen des Neigungswinkels

Beim Befestigen ist es notwendig, den entsprechenden Neigungswinkel einzustellen. Eine Gelenkarmmarkise sollte niemals ganz horizontal angebracht werden, da sich sonst Regenwasser auf dem Tuch ansammelt. Es würde sich andernfalls nicht nur Feuchtigkeit, Wasser und Schmutz ansammeln, sondern die Konstruktion auch so stark beschweren, dass sie aus der Wandhalterung ausbricht. Ist sie und sicher installiert und der Neigungswinkel eingestellt, kann die Markise ausgefahren werden.

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