Welches Obermaterial gibt es für Terrassenüberdachungen?

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Eine Terrassenüberdachung setzt sich in ihrer Gesamtheit aus verschiedenen Materialien zusammen. Die Unterkonstruktion als Hauptpart kann aus Materialien wie Holz, Aluminium, Stahl oder Mauerwerk bestehen, doch damit ist die Materialauswahl noch nicht abgeschlossen, denn auch für das Dach gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Obermaterial deckt die Dachkonstruktion ein und kann von ganz unterschiedlicher Natur sein. Es gibt mehrere geeignete Materialarten für die Dacheindeckung, die mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften das optische Gesamtbild und auch die funktionelle Nutzung beeinflussen.

Welche Materialarten gibt es?

Als Material kommen verschiedene Arten in Betracht, die in erster Linie nach lichtundurchlässigen und lichtdurchlässigen Eigenschaften klassifiziert werden. Bei der Planung ist die Einwirkung des Lichts zu bedenken.

Ein lichtundurchlässiges Material wie ein Holzdach in der Art einer Veranda oder eine Dachziegeleindeckung sorgt permanent für Schatten auf der Terrasse, schützt vor UV-Strahlen, verdunkelt aber auch die anliegenden Innenräume des Hauses. Das Tageslicht kann durch die überdachten Fenster des Hauses nur in einem geringen Maße einfallen. Die Lichtundurchlässigkeit blockiert des Weiteren die Wärmestrahlung der Sonne, wodurch in heißen Sommern unangenehme Hitze vermieden wird, jedoch ein längerer Aufenthalt auf der Terrasse in den sonnigen aber kühleren Jahreszeiten wiederum erschwert wird.

Lichtdurchlässige Materialien wie klares Glas oder transparenter Kunststoff lassen Tageslicht und Sonnenwärme durch, die jedoch zuweilen auch unerwünscht sein können. Bei Eindeckungen aus einem geeigneten glasklaren Rohstoff sollten zusätzlich Beschattungsanlagen wie Markisen oder passende Sonnensegel eingeplant werden, die bei Bedarf für angenehmen Schatten und Blendschutz sorgen sowie vor Hitze und Überhitzung schützen.

Die Lichtdurchlässigkeit kann in Abhängigkeit der individuellen Bevorzugung als Vorteil oder auch als Nachteil angesehen werden. Die Wahl hängt jedoch auch von weiteren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Stil und der Umgebung, dem Material und der Belastbarkeit der Unterkonstruktion, den persönlichen Vorlieben sowie auftretenden Umwelteinflüssen der Region.

Arten von lichtundurchlässigen Obermaterialien

In Einklang mit dem Unterbau kann auch das Dach aus dem gleichen oder einem passenden Werkstoff bestehen. Ein geeignetes und häufig verwendetes lichtundurchlässiges Obermaterial für Terrassenüberdachungen sind vor allem:

  • Holz
  • Stahl in Form von Platten
  • Aluminium in Form von Platten

Ein Holzdach wird häufig bei Unterkonstruktionen aus Holz oder auch Überdachungen aus Mauerwerk verwendet. Dieser natürliche Rohstoff verfügt über mehrere Vorzüge, wie eine hohe Stabilität, Belastbarkeit, Nachhaltigkeit, attraktive Ausstrahlung, einfache Montage sowie gestalterische Vielfalt. Das Holzdach kann mit weiteren Materialien wie Tondachziegel, Dachpappe, Schiefer und Bitumenschindeln eingedeckt werden. Auf ein Dach aus diesem stabilen Format kann auch eine Fotovoltaikanlage installiert werden.

Häufig wird das Dach auch mit Stahlplatten oder Aluminiumplatten abgedeckt, vor allem, wenn der Unterbau ebenfalls aus Stahl oder Aluminium konstruiert ist und eine Lichtdurchlässigkeit unerwünscht ist. Die Stahl- und Aluminiumplatten bestehen oft in Form von korrosionsbeständigen Trapezblechen mit speziellen Dachprofilen. Ein Nachteil sind die relativ lauten und störenden Geräusche, die bei Niederschlag entstehen.

Glas und Kunststoffe

Am häufigsten fällt die Wahl auf lichtdurchlässige Varianten, wozu insbesondere Glas oder Kunststoff gehört. Im Speziellen handelt es sich vor allem um:

  • Verbundsicherheitsglas (VSG)
  • Isolierglas
  • Acrylglas (Plexiglas)
  • Polycarbonat
  • PVC

Aus Sicherheitsgründen kann einfaches Fensterglas (Floatglas) nicht verwendet werden, weswegen für auf Verbundsicherheitsglas (VSG) zurückgegriffen wird, bei dem es sich um mindestens zwei Flachglasscheiben handelt, die mit einer besonderen Folie verbunden und verklebt sind. Für spezielle Nutzungen gibt es auch „Verbundsicherheitsglas aus teilvorgespanntem Glas (TVG)“ und „Isolierglas“. Die Glaseinsätze werden entsprechend der Konstruktion maßgefertigt und können weder geschnitten noch gebohrt werden. Da Glas eine sehr edle Variante ist, wird es häufig bei Konstruktionen aus Aluminium und Stahl eingesetzt, passt aber auch hervorragend zu modernen Holzunterkonstruktionen.

Elemente aus Kunststoff wie Acrylglas, Polycarbonat oder PVC wird in der Regel in Form von Wellplatten, Profilplatten oder Stegplatten sowie Doppelstegplatten, die eine Hohlkammerstruktur besitzen, angeboten. Diese Kunststoff Materialien können auf die jeweilige Überdachung, im Gegensatz zu Glas, passend zugeschnitten werden. Das Material gibt es von glasklar über milchglasig bis hin zu stark dunkel getönt oder auch in verschiedenen Kolorationen gefärbt. Der Grad der Lichtdurchlässigkeit kann durch die Wahl des Materials und der Tönung eingeschränkt werden. Diese Stoffe lassen sich mit allen geeigneten Materialarten für Unterkonstruktionen kombinieren.

Unterschiede bestehen vor allem in Bezug zum Gewicht, zur optischen Erscheinung und Attraktivität, Robustheit, Verarbeitungsfähigkeit und zum Preis.

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