Pflasterideen für den Garten – so muss das!

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Pflastersteine Inspiration

Pflastersteine im Garten sind nicht nur optisch ansprechend, sondern sorgen auch dafür, dass man bei Matsch und Regen sein Grundstück bequem überqueren kann. Außerdem sind Einfahrt und Gartenwege eine Art Visitenkarte für das Haus, und die passende Pflasterung ist ein wichtiger Teil der Gartengestaltung.

Die Pflasterung muss natürlich genauso zum Garten passen wie die Bepflanzung, und Auswahl hat der Freizeitgärtner genug: Sollen es Natursteine, Betonsteine oder Klinker sein? Sollen die Pflastersteine aus Beton Natursteinoptik haben? Die verschiedenen Materialien haben ihre individuellen Vor- und Nachteile. Wir präsentieren Ihnen im folgenden viele schöne Pflasterideen.

Beim Kauf von Natursteinen sollten Sie die Herkunft beachten. Werden die Steine nämlich außerordentlich günstig angeboten, handelt es sich meist um Importware aus Asien mit fragwürdiger Qualität. Am günstigsten ist das beliebte Granitpflaster, wer es besonders exklusiv mag, wählt Marmor.

Naturstein

Pflastersteine aus Naturstein werden im Steinbruch abgebaut und aufbereitet. Vor allem, wenn der Garten naturbelassen wirken soll, sind schmale Tritte aus Naturstein sehr beliebt. Ein weiterer Vorteil ist die absolute Farbbeständigkeit des Steins. Die Haltbarkeit hängt allerdings sehr von der Gesteinsart ab, denn während Granit und Basalt quasi nicht kaputt zu kriegen sind, kann Sandstein aufgrund von Schmutz und Flecken nach Restaurierungsmaßnahmen verlangen. Eine vergleichsweise günstige Variante ist die Verlegung bruchrauer Pflastersteine und –platten aus Naturstein, die nicht in Form gesägt, sondern einfach gebrochen werden. Allerdings ist für die Verlegung der unebenen Steine in unterschiedlichen Größen etwas Know how gefragt.

Beton

Die Zeiten, in denen Pflastersteine und Platten aus Beton als langweilig galten, sind schon lange vorbei! Bei Beton sind verschiedene Farben, Formen und Oberflächenstrukturen wählbar. Auch in Sachen Farbbeständigkeit haben sich Betonpflastersteine enorm verbessert. Die Farbpigmente sind witterungsbeständig und UV-stabil, sodass nicht in Kürze wieder der graue Zement durchschimmert. Für Terrassen besonders beliebt sind Betonsteine mit spezieller schmutzabweisender Beschichtung.

Stein als Bodenbelag

Grundsätzlich sind Pflastersteine aus Beton eine preisgünstige Variante, jedoch können die oberflächenbeschichteten Steine preislich durchaus mit den Natursteinen mithalten.

Auffahrt mit unterschiedlichen Plastersteinen

Zu beachten gilt es, dass Klinker nicht exakt die gleiche Größe haben, wie beispielsweise Betonsteine. Es sind die beliebten Rechteckklinker erhältlich, aber auch kleine Quadrate oder Klinker im Mosaik-Format. Mit den vielen verschiedenen Steinarten haben Sie die Möglichkeit, Ihre persönlichen Pflasterideen nach Ihren Vorstellungen umzusetzen.

Backsteine und Klinker

Naturstein ist in einigen Regionen Deutschlands ein rares Gut, in der norddeutschen Tiefebene kommt er sogar überhaupt nicht vor. Deshalb wurden hier schon seit langer Zeit die benötigten Mauer- und Pflastersteine aus Ton gebrannt. Das benötigte Material stammt von der Küste und aus Flussniederungen. Backsteine sind üblicherweise von hellrotem Ton und werden bei niedrigerer Temperatur gebrannt als Klinker. Dies macht sie allerdings weniger frostsicher und widerstandsfähig als Klinker, der bei Brenntemperaturen um die 1200 °C hergestellt wird. Da optisch kein großer Unterschied besteht, kann man die Steine anderweitig unterscheiden: Wenn beim Zusammenschlagen zweier Steine ein heller, klirrender Ton entsteht, handelt es sich um Klinker. Klingen die Steine dumpf, ist es Backstein.

Nicht immer kann eine Sorte Pflasterstein sowohl für die Terrasse, als auch die Einfahrt verwendet werden. Die Einfahrt ist aufgrund vorfahrender und parkender PKW’s ständiger Belastung ausgesetzt, somit sind Natursteine und Klinker nicht die beste Lösung. Die Fläche wird umso belastbarer, je stabiler der Pflasterbelag ist.

Um die Belastbarkeit und Frostsicherheit des Pflasterbelages zu erhöhen, braucht das Pflaster einen Unterbau aus Splitt und Sand. Die Fugen müssen dabei nicht versiegelt werden, damit das Wasser gut im Boden versickern kann.

Wenn wasserdurchlässige Wegebeläge vorgeschrieben sind, sollten Pflastersteine aus Beton oder Ton mit Löchern oder seitlichen Abstandhaltern gewählt werden, durch die das Wasser versickern kann.

Außerdem sollte die gepflasterte Fläche zum Stil des Wohnhauses und der direkten Umgebung passen. Klinker passt besonders gut zu der Bauweise Ostfrieslands, während man bei Fachwerkhäusern besser zu Natursteinen greift.

Auch der Stil des Gartens spielt eine Rolle: Für einen üppig wuchernden und naturbelassenen Garten sind Natursteine oder Klinker beinahe ein must have, während ein exakt geschnittener, englischer Rasen nach glatten, strengen Formen aus Beton oder geschnittenem Naturstein verlangt.

Die geometrische Anordnung von Pflastersteinen und Platten nennt sich im Fachjargon Verband. Für Einfahrten und Terrassen sind Schuppenbogen, Reihen-, Diagonal- oder Fischgrätverband beliebt. An ein Kunstwerkt erinnert der römische Verband, der aus festen Grundelementen mit mehreren Steinen besteht.

Wenn Sie die Pflastersteine selbst verlegen wollen, wird man Ihnen zu Betonpflaster raten. Wird Naturstein außerhalb von Gartenwegen verlegt, ist einige Erfahrung nötig. Der Beruf des Pflasterers und Steinsetzers wird heutzutage kaum mehr gelernt, somit ist es gar nicht mehr so leicht, einen richtigen Fachmann auszumachen, der sich mit allen Mustern und Verlegetechniken auskennt. Bei Ihrem Gartenbaufachhändler können Sie sich allerdings bestimmt einige gute Tipps und Tricks holen. Im Internet finden Sie auch einige nützliche Videos zum Thema Pflastersteine selbst verlegen.

Beton bedeutet grau in grau? Mitnichten! Wenn Sie sich Farbe wünschen, sind Sie mit Betonpflastersteinen sehr gut beraten. Aus verschiedenfarbigen Steinen lassen sich natürlich auch individuelle Muster gestalten, was besonders bei größeren Flächen wie Einfahrten oder Terrassen gut zur Geltung kommt. Einfahrten, die mit Beton gepflastert sind, bieten einen weiteren Vorteil, sie sind rutschsicherer bei Regen und Schnee. Auch bei Außentreppen sollte man unbedingt auf rutschfeste, bzw. geriffelte Steine achten.

Mosaikmuster sind für Terrassen ein beliebter Hingucker, auch der Mix aus verschiedenen Materialien wirkt optisch sehr ansprechend. Klinker und Naturstein wird häufig zusammen verwendet, Beton und Naturstein sorgen zusammen für Altstadtfeeling.

Gartenwege werden meistens eher schmal gehalten. Wenn Sie sich für Natursteine entscheiden, haben Sie den Vorteil, dass diese im Garten meistens nicht einbetoniert werden müssen, sondern einfach in die Erde verlegt werden.

Um sich eine besondere Gartenecke zu gestalten, denken Sie doch im nächsten Urlaub oder bei einem Ausflug daran, sich ein paar besondere Steine mitzubringen, die Sie anschließend in ein Mosaikmuster einarbeiten können. Vor allem mit Kieselsteinen sind der Kreativität bei Ihren Pflasterideen keine Grenzen gesetzt. Kombinieren lässt sich Kiesel zum Beispiel gut mit frostsicheren Keramikscherben. Für erste Versuche testet man am besten zuerst eine kleine Fläche im Sand, bevor man die fixe Verlegung in Angriff nimmt.

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