Saunaspaß – Welches Saunaholz eignet sich für den Saunabau?

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Damit wir uns in der Sauna wohl fühlen, ist vor allem eines von großer Bedeutung: Das Holz, aus dem die Saunakabine gebaut wurde. Es nimmt Einfluss auf das Saunaklima, und wir wollen weder Splitter im Allerwertesten, noch am Baumharz festkleben.

Dass beim Saunabau grundsätzlich Holz zum Einsatz kommt, hat nicht nur traditionelle Gründe. Man stelle sich vor, in den Sitzbänken wäre Metall verbaut. Bei der vorherrschenden Wärme würde sich das Sitzen dort wohl als sehr unangenehm herausstellen. Saunaholz nimmt gleichmäßig die Wärme auf, und gibt sie auch gleichmäßig wieder ab.

Außerdem absorbiert Saunaholz die entstehende Feuchtigkeit gut. Auf Sitzbänken aus Plastik würde man beispielsweise ständig in einer Pfütze sitzen.

Saunafass aus Holz von steda

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Zu den Basics eines Saunagangs und dem dazugehörigen Saunazubehör zählen:

  • ätherische Öle für Aufgüsse
  • Holzzuber
  • Wasserkelle

Mit der Schöpfkelle können die heißen Ofensteine mit Wasser begossen werden. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit, welches für unseren Körper die Wärmeübertragung intensiver macht und wir schwitzen mehr.

Fichtenholz ist für den Saunabau ganz besonders beliebt. Das Holz ist robust, feinporig und verströmt einen angenehm würzigen Duft. Außerdem hat es eine sehr dekorative Optik durch die engen Jahresringe. Da Fichtenholz nur mäßig weich ist, wird es auch gerne für Konstruktionslösungen in der Sauna verwendet. Für den Saunabau wird statt der heimischen Fichte meist die nordische Fichte aus Skandinavien, Russland oder Polen verwendet. Es ist von höherer Qualität, und trotzdem preiswert.

Als Nachteile sind zu nennen, dass Fichtenholz nicht besonders witterungsbeständig ist, wenn es unbehandelt ist. Außerdem ist es anfällig für den Befall von Pilzen und anderen Schädlingen.

Diese Tannenart ist in Nordamerika, bzw. Kanada beheimatet und mit unserer heimischen Tanne verwandt, weshalb auch eine gemeinsame Verwendung denkbar ist. Da die Hemlock-Tanne ein Nadelbaum ist, hat ihr Holz keine Poren. Das Holz harzt nicht, und ist von heller, gelblich-weißer Farbe. Außerdem ist es weich, und lässt sich leicht bearbeiten. Das Naturholz der Hemlock-Tanne lässt sich hervorragend schrauben, nageln und leimen. Anstriche halten perfekt.

Das Holz verströmt im frischen Zustand einen leicht unangenehmen Geruch, welcher nach der Trocknung aber verschwindet. Diese Holzart ist, da sie nirgends in Europa vorkommt, ein wenig teurer, weshalb sie eher für gewerbliche Saunen, als für die Heimsauna verwendet wird. Das Holz ist langlebig, und verleiht jedem Wellness-Bereich ein modernes, luxuriöses Erscheinungsbild

Dieses Holz ist in Afrika beheimatet, und ist dort der am meisten verbreitetste Baum. Es wächst schnell nach, und ist nachhaltig beschaffbar, es gehört auch nicht zu den gefährdeten Hölzern. Es ist ein Tropenholz, aber seine Beschaffung hat nichts mit dem Raubbau in Asien gemein. Das Holz ist sehr hell und weich, weshalb es mit fast allen Werkzeugen sehr einfach bearbeitet werden kann. Abachi-Holz ist ein schlechter Wärmeleiter, harzt nicht und splittert kaum, deshalb wird es gern für die Sitz- bzw. Liegebänke verwendet. Diese Art des Saunaholzes lässt sich auch besonders gut säubern, und es trocknet rasch.

Nachteilig ist, dass aufgrund der Weichheit des Holzes Nägel und Schrauben keinen festen Halt finden. Das frische Holz riecht zudem sehr unangenehm, jedoch verfliegt der Geruch rasch beim Trocknen. Feuchtes Abachi-Holz ist anfällig für Pilze.

Die Espe ist die verbreitetste Pappelart Europas. Sie wächst schneller nach als fast jede andere Baumgattung, weshalb auch der Preis des Holzes moderat ausfällt. Farblich vergleichen kann man Espenholz mit Zahnstochern, die sind nämlich meist daraus gefertigt. Besonders für die Innenausstattung von Saunen ist das Espenholz beliebt, da es über schlechte Wärmeleitfähigkeit verfügt. Außerdem ist es völlig harzfrei.

Für den Einsatz beim Saunabau wird Espenholz manchmal thermisch mit Wasserdampf und hohen Temperaturen bearbeitet, sodass Thermoholz daraus entsteht. Es wird dann weniger wasseranziehend, und resistent gegen Schädlinge und Pilzbefall. Aufgrund dieser Eigenschaften ist diese Holzart perfekt für eine Gartensauna oder den Bau einer Fasssauna. Ein ausführlicher Artikel zum Thema Badefass mit Ofen für das Wellnessfeeling im Garten wird übrigens in Kürze bei uns erscheinen! Gewöhnungsbedürftig ist beim Thermoholz in den ersten Tagen der Geruch, da es ein intensives Räucherkammeraroma verströmt, es verfliegt dann aber rasch.

Kelo ist die finnische Bezeichnung für natürlich getrocknetes, bzw. abgestorbenes Kiefernholz. Wenn Sie sich ein wenig mit dem Saunabau auseinandergesetzt haben, wissen Sie auch bestimmt, dass Saunieren ein wesentlicher Bestandteil der finnischen Lebensart ist. Keloholz kann bis zu 300 Jahre alt sein und stammt meist aus dem Norden Lapplands. Das Holz ist von silbergrauer Färbung und verströmt herrlich aromatischen Geruch. Meistens sind Saunen aus Keloholz, sogenannte Kelohütten, in Hotels oder Schwimmbädern zu finden.

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