Schimmel im Gartenhaus vorbeugen und entfernen – so muss das!

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Schimmel im Gartenhaus
© Shutterstock Wojciech Skora

Das Gartenhaus ist in den meisten Monaten des Jahres ständig in Verwendung, wird genutzt und stellt oft den Mittelpunkt des Gartens dar. In den Wintermonaten dient es jedoch meist nur als Stauraum, und es wird tage-, vielleicht sogar wochenlang die Tür nicht geöffnet. Das kann jedoch definitiv zu einem Problem werden, denn im Gartenhaus staut sich so die Feuchtigkeit, und die unangenehme Folge davon heißt Schimmel.

Schimmel sollten Sie nicht unterschätzen, denn er ist nicht nur unansehnlich, riecht unangenehm und greift die Substanz Ihres Gartenhäuschens an, er stellt auch eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier dar. Und deshalb sollte früh genug gegengesteuert werden!

Aus diesem Grund erfahren Sie heute im steda-Magazin, woher der unerwünschte Untermieter kommt, wie man ihn vermeiden kann, und schleunigst wieder loswird, wenn er sich bereits eingenistet hat.

Details zur Schimmelbildung

Es klingt schier unglaublich, doch man unterscheidet in der Natur rund 130.000 verschiedene Schimmelpilzarten. Die Voraussetzung für die Bildung von Schimmel ist Feuchtigkeit, in gut belüfteten und geheizten (Wohn-)räumen werden Sie auch keinen Schimmel vorfinden.

Ab 70% Oberflächenfeuchtigkeit gilt höchste Schimmelgefahr.

Temperaturmäßig fühlt sich Schimmel vor allem bei einer Temperatur zwischen 25 und 35 °C wohl, es gibt jedoch auch genügend Schimmelpilze, die sich mit weniger Wärme zufrieden geben.

Neben der Feuchtigkeit braucht der Schimmel auch passende Oberflächen, um sich auszubreiten. Im Gartenhaus bieten sich herabhängende Tapetenecken, Bodenbeläge, Kartons, Zeitungen, aber auch Staub und Schmutz an. Schimmel kann jedoch auch Textilien, Möbel oder Bücher befallen, und auch auf Holz ist er nicht auf dem ersten Blick erkennbar, also immer wachsam sein. Hat sich der Schimmel erst einmal eingenistet, breitet er sich extrem rasch aus.

Sollten Sie im Frühjahr im Gartenhaus einen enormen Schimmelbefall bemerken, wenden Sie sich am besten an einem Fachmann für Schimmelschäden, der das Problem effektiv beseitigen wird. Ansonsten gilt es, sich erstmals um das Klima im Gartenhaus zu kümmern.

Woher kommt die Feuchtigkeit im Gartenhaus?

Bestenfalls haben Sie Material und Bauweise Ihres Gartenhauses bereits beim Bau/Kauf an seine Umgebung angepasst. Bodenbeschaffenheit und Nähe zum Grundwasser sind Faktoren, die unbedingt in die Planung mit einkalkuliert werden müssen. Nässe von unten ist ein großes Problem, wenn sich durch schlecht abfließendes Wasser Feuchtigkeit unter dem Gartenhaus staut und durch die Dielen dringt. Auch das verwendete Baumaterial sollte fachgerecht behandelt sein, denn frisches Holz ist erfahrungsgemäß feucht.

Das bestehende Gartenhaus ist vor allem bei dauerndem Regenwetter gefährdet, dass Wasser durch Ritzen und Spalten ins Innere eindringt. Auch eine tropfende Regenrinne kann zu Feuchtigkeit im Gartenhaus führen. Wenn Sie durchnässte Gartenmöbel im Gartenhaus lagern, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit, ebenso wie Pflanzen oder stehendes Wasser.

Problematisch ist, wenn auf eine lange Regenperiode kaltes Wetter folgt, da Sie sich naturgemäß dann weniger im Gartenhaus aufhalten, und so auch kaum Luftaustausch erfolgt.

Wie kann man Schimmel im Gartenhaus vorbeugen?

  • Überprüfen Sie im Herbst unbedingt das Gartenhaus auf undichte Stellen, achten Sie auch bei Fenstern und Tür darauf, dass keine Nässe eindringen kann. Bessern Sie schadhafte Stellen umgehend mit Holzsilikon aus. Auch das Dach muss auf seine Dichtheit überprüft werden, und bei Bedarf sofort ausgebessert werden.
  • Achten Sie darauf, dass die Regenrinne frei von Schmutz und Laub ist, sodass das Wasser nicht überlaufen und die Wände durchfeuchten kann. Auch die Regentonne sollte nicht überlaufen.
  • Streichen Sie Ihr Gartenhaus regelmäßig mit einer Holzschutzlasur, die es vor Feuchtigkeit schützt. Es gibt auch spezielle Schimmelschutzanstriche, lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten.
  • Auch wenn das Gartenhaus ein toller Platz zum Überwintern von Pflanzen ist, sollten Sie es dennoch nicht vollstellen, damit kein Gewächshausklima vorherrschen kann.
  • Denken Sie in den Wintermonaten daran, das Gartenhaus regelmäßig zu lüften, und öffnen Sie Fenster und Tür für ein bis fünf Minuten täglich weit. Ist dies nicht möglich, sollte für eine anderweitige Belüftung gesorgt werden (z.B. durch eingebaute Lüftungsklappen).
  • Montieren Sie einen Hygrometer im Gartenhaus, der Ihnen die Luftfeuchtigkeit anzeigt. Übersteigt sie öfters 60 %, kann kurzfristig auch mit einem Luftentfeuchter gegengesteuert werden. Auf Dauer sind diese Geräte allerdings ziemliche Stromfresser.

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Wie werde ich bestehenden Schimmel los?

Die wichtigste Maßnahme zur Schimmelbekämpfung ist die Entziehung jeglicher Feuchtigkeit.

Die vom Schimmel befallenen Stellen müssen gereinigt werden, am besten mit einem Hochdruckreiniger und heißem Wasser. Doch Vorsicht: Nicht zu viel Druck verwenden und nicht zu nahe an das Holz herangehen, da man sonst das Holz schädigt. Und arbeiten Sie unbedingt mit Mund-, Nasen- und Augenschutz, um sich vor den Schimmelsporen in der Luft zu schützen!

Auch eine Oberflächenbehandlung mit 70 %-igem Alkohol ist möglich, um Schimmelflecken zu entfernen. Anschließend können Sie die Fläche mit einem Schimmelentferner auf Chlorbasis nachbehandeln, je nach Intensität des Schimmelbefalls sind mehrere Durchgänge notwendig. Achten Sie dabei auf eine gute Belüftung des Raumes.

Sind die Schimmelflecken immer noch sichtbar, bleibt nur das abhobeln, schleifen oder überstreichen der befallenen Stellen. Einige weitere Tipps finden Sie auch in speziellen Internetportalen zum Thema Schimmelbekämpfung.

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