Wie und wo kann ich beim Carport sparen?

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© Aaron Amat - shutterstock.com

Die Entscheidung einen Carport zu bauen ist an sich bereits eine kostengünstige Alternative im Vergleich zu einer massiven Garage. Als schützender Überstand für Fahrzeuge wird durch die Anschaffung eines Bauwerks auch versicherungstechnisch viel Geld eingespart.

Doch wie und wo kann man bei der Anschaffung und dem Bau eines Gebildes zusätzlich Kosten sparen? Die Preise variieren sehr stark und reichen von ein paar Hundert Euro bis zu ein paar Tausend Euro. Sehr häufig ist es eine Frage des zur Verfügung stehenden Budgets, wie viel ein Autounterstellplatz kosten darf. Es gibt verschiedene lohnenswerte Möglichkeiten, sinnvolle Einsparungen bei dem geplanten offenen Unterstand zu nutzen. Gleichzeitig ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass nicht an der falschen Stelle gespart wird.

Kosten nicht an der falschen Stelle vermeiden!

Der Carport dient dem Schutz der Fahrzeuge vor Witterungs- sowie Umwelteinflüssen und wertet häufig das Gesamtbild von Haus und Grundstück erheblich auf. Wer Kosten bei vermeiden möchte, sollte sich bewusstmachen, das an bestimmten Stellen auf keinen Fall gespart werden darf.

Der Fahrzeugunterstand muss auf Dauer eine hohe Standfestigkeit, Sicherheit und erforderliche Traglast aufweisen. Des Weiteren sollte er seine Funktion effektiv erfüllen und aufgrund seiner festen Integration am Haus und auf dem Grundstück nach Möglichkeit auch eine entsprechende Langlebigkeit besitzen. Demzufolge darf auf es keinen Fall an der Qualität der Statik, der Konstruktion und des geeigneten Materials, des richtigen und sorgfältig verlegten Fundamentes, der notwendigen Pfostenstärke, der Abflussmöglichkeiten des Regenwassers und der Tragfähigkeit hinsichtlich der Gesamtkonstruktion sowie der Schneelast mangeln. Auch der korrekte und sichere Aufbau sowie eine entsprechend hochwertige Verarbeitung müssen gewährleistet sein. Nach Möglichkeit sollte auch nicht irgendein günstiger Carport gewählt werden, sondern ein Modell, das sich in die Umgebung optisch, technisch und baurechtlich optimal integriert.

Bei der individuellen Kostenplanung ist auch abzuwägen, ob das Modell vor allem in der Anschaffung preisgünstig sein soll oder der Fokus mehr auf einer langfristigen Kosten- und Aufwandsersparnis liegt. Im Idealfall ist ein Autounterstellplatz qualitativ hochwertig, langlebig sowie in der Anschaffung und auf lange Sicht kostengünstig. Jedoch gibt es dabei auch verschiedene Ansprüche und Nutzungsmöglichkeiten zu unterscheiden, wie beispielsweise im Pflegeaufwand, der effektiven Größe (Einzel- oder Doppelcarport) oder auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, wie zum Beispiel durch ein Solardach.

In der Betrachtung der Kosteneinsparung sind also auch die vermeidbaren möglicherweise künftig entstehenden Kosten wie beispielsweise Reparaturkosten, Kosten durch entstandene Schäden oder für einen notwendigen Abriss des Konstrukts aufgrund mangelhafter Qualität, Sicherheit oder Konstruktion sowie eines Fehlkaufs oder diverser Rechtsansprüche zu berücksichtigen. Ebenso ist die langfristige Effektivität hinsichtlich der künftigen Kosten für beispielsweise erforderliche Umbaumaßnahmen, Erweiterungen oder Energieeffizienz zu prüfen.

Qualitativ hochwertiges aber günstiges Konzept

Wer bei nach geeigneten Einsparmöglichkeiten sucht, die nicht der Qualität der Beschaffenheit schaden, kann unter anderem an der Ausstattung Geld zurücklegen. Je mehr Extras für den offenen Unterstand eingeplant sind, desto kostspieliger wird die Anschaffung. So kann beispielsweise auf die Integration oder den Anbau von einem Geräteraum oder Abstellraum verzichtet werden ebenso wie auf Seitenwände, für die mehr Material sowie gegebenenfalls eine aufwendigere Konstruktion anfällt und dementsprechend höhere Kosten verursacht.

Auch ein unnötig umfangreiches Fundament wie eine Stahlbetonplatte spart erhebliche Kosten. In der Regel reicht ein Punktfundament, das die tragenden Pfosten stützt oder ein Streifenfundament, das die Pfosten und eine Bodenplatte trägt vollkommen aus. Die Verlegung des Fundaments muss allerdings präzise, frostsicher und richtig erfolgen. Besteht die Möglichkeit an einem Haus oder einer Mauer ein Anlehncarport zu integrieren, kann auch dieses Konzept günstiger sein als ein frei stehender Bau.

Eine Konzeption muss aus einem geeigneten und hochwertigen Material bestehen, jedoch gibt es auch hier Preisunterschiede. Ein Modell aus Holz ist in der Regel günstiger als eine Variante aus Aluminium, Stahl oder Mauerwerk. Es gibt verschiedene Holzarten, die geeignet sind und infrage kommen. Dazu gehören vor allem Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer, Lärche und Douglasie. Fichtenholz und Kiefernholz sind optimal geeignet, werden meist hochwertig angeboten und sind sehr kostengünstig. Hier ist auf eine besondere Imprägnierung durch einen geeigneten Blauschutzgrund, eine entsprechende Holzschutzlasur und UV-Schutz zu achten. Das Lärchenholz und das Douglasienholz zeichnen sich durch eine hohe Dichte und Widerstandsfähigkeit aus, unterscheiden sich von hochwertig behandeltem Fichten- und Kiefernholz in der Eignung nicht, liegen jedoch im Preis sehr viel höher. Gleich, aus welchem adäquaten Material die Anfertigung bestehen soll, wichtig ist es, auf die erforderlich hochwertige Beschaffenheit und Stärke zu achten. Es ist lohnenswert, sich über die Qualitäten und Preise zu informieren und diese zu vergleichen.

Kosten sparen durch Bausatz und Eigenleistung

Die Beauftragung eines oder mehrerer Unternehmen, einen Autounterstellplatz zu konstruieren, anzufertigen und aufzubauen, ist in den meisten Fällen sehr teuer. Auch anspruchsvolle oder individuelle Modelle verschiedener Hersteller können häufig so ohne Weiteres nicht selbst aufgebaut werden. Mit Modellen, die in einem fertigen Bausatz samt Bau- und Montageanleitung angeboten werden, kann in der Regel sehr viel Geld gespart werden, ohne dabei an Qualität oder Design einzubüßen. Mit ein paar, etwas handwerklich begabten, helfenden Bekannten, Freunden oder Familienmitgliedern können diese Fertigbausätze oft sicher und einfach in kostensparender Eigenleistung selbst aufgebaut werden.

Kosten Einsparungen am Carport – Sparmöglichkeiten rund um das Dach

Für die offenen Unterstellvarianten gibt es eine Vielzahl von möglichen Dachformen und Dacheindeckungen. Von schlichten geneigten Flachdächern über Satteldächer und Runddächern bis hin zu aufwendigen Walmdächern können sie mit nahezu jeder Dachform ausgestattet sein. Die kostengünstigsten Varianten bilden dabei das Flachdach und das Pultdach als sehr einfache Konstruktionen.

Auch die Dacheindeckung muss nicht teuer sein, deren Art und Beschaffenheit unter Umständen jedoch von dem Material und der Belastungsfähigkeit des Daches pro Quadratmeter abhängig ist. Unter einer Vielzahl von möglichen Materialien wie Glas, Holz, Dachziegel und Metall wie Aluminium oder Stahlblech gehören zu den günstigsten Dacheindeckungen vor allem PVC, Dachpappe oder Bitumen.

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Die Dacheindeckung kann aber auch in Gestalt einer Dachbegrünung erfolgen. Die Bepflanzung des Daches birgt eine Vielzahl von Vorteilen. Die Integrierung der grünen Natur auf dem Dach birgt neben ökologischen sowie attraktiv optischen Aspekten auch praktische und finanzielle Vorteile. Diese Variante schützt den Komplex vor Extremtemperaturen im Sommer, im Winter und vor Witterungseinflüssen, zeigt eine hohe Wärmedämmleistung, speichert und nutzt wertvolles Regenwasser, verbessert die Umgebung durch die Verdunstung des gespeicherten Wassers, entlastet die Abwasserkanäle und verbessert die Luftschalldämmung. Darüber hinaus kann eine Begrünung auf dem Dach kostengünstig selbst angelegt und nahezu aufwandslos gepflegt werden, bietet eine gute Dachabdichtung und erfordert sehr lange Zeit keine Kosten für Reparaturen oder Sanierungen. Im Rahmen der Flächenentsiegelung fördern Gemeinden die Dachbegrünung, weswegen beispielsweise deutlich geringere Abwassergebühren anfallen.

Wer mit dem Bau langfristig Energiekosten sparen möchten, kann durch die Integration einer Solaranlage auf dem Dach effektiv wirtschaften. Autofahrer, die ein Elektromobil besitzen oder anschaffen, verzichten mit einem Solarkonzept optimal, denn der Unterstellplatz mit regenerativer Energiequelle dient gleichzeitig aufwand- und kostensparend als Tankstelle.

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