Ein stabiles Carport-Fundament ist auf lange Sicht eigentlich unabdingbar

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Die Auflagefläche eines Carports stellt die elementare Basis für den offenen Unterstand dar, der den Fahrzeugen Schutz vor den unterschiedlichsten Witterungsverhältnissen bietet. Ein Carport ist eine leichte, attraktive und kostengünstige Alternative zu einer massiven geschlossenen Garage, das zwar weniger Aufwand im Aufbau erfordert, dennoch nicht leichtfertig und oberflächlich einfach so aufgestellt werden darf. Der Untergrund muss stabil sowie ordentlich gesetzt werden und ist sowohl auf kurze wie auch auf lange Sicht unabdingbar.

Warum ist eine stabile Basis so wichtig?

Ein Autorastplatz aus Holz, Stahl oder Aluminium steht ganz oder teilweise auf Pfosten, die das Gesamtgewicht einschließlich des Daches tragen, und schützt sowohl die darunter stehenden Fahrzeuge als auch die Personen. Es reicht nicht aus die tragenden Pfosten, gleich aus welchem Material, einfach in den Boden zu rammen oder wie ein Zelt auf bereits ausgelegtem Pflaster zu montieren. Das Gewicht ist, auch wenn es zuweilen optisch nicht so erscheint, von immenser Schwere und benötigt einen fundamentalen Halt und Widerstand.

Sowohl Bewegungen im Erdreich, Frost und Feuchtigkeit als auch Wind, Sturm, Regen und Schnee sowie die Traglast selbst können die freistehende Garage schnell zum Einsturz bringen und schwere Schäden auslösen. Nicht zu vergessen, dass die Fahrzeuge beim Ein- und Ausfahren auch Vibrationen verursachen, die die Konstruktion beeinflussen. Auch eine mangelhafte oder oberflächlich gesetzte Auflagefläche bietet auf Dauer keine Stabilität und keine Sicherheit. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich Schäden und Gefahren bemerkbar machen, der gesamte Aufbau aufgelöst und neu angelegt werden muss. Ein stabiles Grundgerüst wird in den Erdboden nach unterschiedlichen Methoden sorgfältig, fest sowie frostsicher einbetoniert und mit der restlichen Konstruktion verbunden. Ganz gleich, ob es sich um ein kleinen und einfachen oder um einen großen aufwendigen Unterstand handelt, es muss immer eine kräftige stabile Basis, präzise und sicher, gesetzt werden!

Was sorgt für Stabilität und wie wird das Fundament gelegt?

Das Setzen der Auflagefläche ist kein so großer Aufwand, wie es zunächst den Anschein hat. Auch wenn die Fläche sehr groß ist, muss für eine stabile Basis nicht der ganze Boden ausgehoben und betoniert werden. So ist ein Plattenfundament aus einer Stahlbetonplatte in der Regel nicht notwendig und wäre zu viel des Guten.

Da Autorastplätze auf tragenden Pfosten stehen, reichen Punktfundamente aus. Bei dieser Art werden, je nach Anzahl der Pfosten, entsprechend viele Löcher im Format 40 cm x 40 cm in einer Erdtiefe von mindestens 80 Zentimetern ausgehoben. Die Tiefe ist notwendig, damit der Beton nicht durch Frost in der Erde angegriffen wird. Bei der Aushebung sowie der Verteilung der Löcher sind Präzision und eine genaue Vermessung erforderlich.

In die Löcher werden Holzbretter als Schalung oder auch Polyethylen-Rohre eingesetzt, damit sich der Beton nicht mit der Erde verbindet. Anschließend den Beton eingießen. Auf den noch frischen und weichen Beton in dem Punktfundament werden U-geformte oder H-geformte Pfostenträger eingesetzt, auf die später, wenn der Beton vollkommen ausgetrocknet ist, die Pfosten montiert werden. Die Pfostenträger bieten auch die notwendige Bodenfreiheit der Pfosten und eventueller Wandverkleidungen. Der Boden kann dann beispielsweise gepflastert werden.

Eine weitere geeignete Variante bildet das Streifenfundament, für das anstatt Punktlöcher 30 Zentimeter breite und 80 Zentimeter tiefe Streifengräben entlang der fiktiven Carportwand ausgehoben werden. Diese Methode eignet sich insbesondere für Gebilde in sehr schneereichen Regionen sowie auch für das Verlegen einer Bodenplatte. Beim Streifenfundament wird zusätzlich zu den Liniengräben über die gesamte Bodenfläche eine 10 Zentimeter dicke Kiesschicht aufgeschüttet, über die eine PE-Folie sowie eine Stabilisierung wie eine Stahlmatte als Bewehrung ausgelegt wird.

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Die Wichtigkeit einer gründlichen Planung und fachgerechten Erstellung

Die Verlegung der Basis muss gründlich geplant und kalkuliert werden. Die Auflagefläche muss den Bodenverhältnissen, den Belastungen von Wind, Schnee sowie Frost, der Größe und dem Format der Konstruktion sowie der Beschaffenheit des Carports angepasst werden. Wer sich nicht sicher ist, kann sich individuell von einem Fachmann beraten lassen und auch professionelle Unterstützung bei der Vermessung oder sogar für den gesamten Aufbau nutzen. Wichtig ist, dass das Fundament einige Tage vor dem geplanten Bau angelegt wird, da der Beton eine entsprechende Zeit, auch in Abhängigkeit der Wetterlage, zum Trocknen braucht. Wird der Carport auf einen noch feuchten Beton montiert, wird die Grundlage zerstört und die Konstruktion verschiebt sich. Sowohl für die Erstellung als auch für den Bau sind die entsprechenden Informationen über die baurechtlichen und bauplanungsrechtlichen Bestimmungen bei den Baubehörden und der Gemeinde einzuholen. Unter Umständen muss eine Bauanzeige oder ein Bauantrag gestellt werden. Ein ordentlich und fachgerecht erstelltes sowie stabiles Carport-Fundament sorgt für eine lange Lebensdauer des „Autohafens“ und birgt zuverlässig eine hohe Sicherheit.

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