Steingarten – von der Planung bis zum Anlegen

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Gartenhaus mit Steingarten

Manchmal sind die äußeren Gegebenheiten einfach nicht geschaffen für einen üppigen, grünen Rasen oder das Anlegen eines Gemüsebeetes. Aber deswegen müssen Sie nicht auf Gartengestaltung verzichten! Eine sandige Böschung kann durch geschicktes Arrangieren von Steinen und geeigneten Pflanzen zu einem attraktiven Blickfang werden.

Für die Vorgartenpflege will man in der Regel nicht eine Menge Zeit investieren, deshalb würde sich auch für diesen Fall die Anlage eines Kiesgartens lohnen, wenn ein sonniger Standort vorliegt. Ein Stein- bzw. Kiesgarten ist nicht sonderlich pflegeaufwändig, sieht aber stets gepflegt aus, da kaum Unkraut wächst.

Bei uns erfahren Sie, was Sie vor dem Anlegen eines Steingartens beachten müssen, welche Steine und Pflanzen sich eignen, und wie die Gestaltung funktioniert.

Welche Voraussetzungen braucht ein Steingarten?

Da Steingartenpflanzen Sonnenanbeter sind, ist die Grundvoraussetzung, dass der Standort den größten Teil des Tages der Sonne ausgesetzt ist. Böschungen, hügeliges Gelände und sogar Wegränder eignen sich besonders. Die Neigung dient den Steinen zur Speicherung der Sonnenwärme, die sie dann an die Pflanzen weitergeben. Außerdem kann dadurch das Regenwasser gut abfließen, Staunässe schätzen die Pflanze nämlich gar nicht. Ein sandiger Boden wäre optimal, da er dem natürlichen Lebensraum der meist aus alpinen Gegenden stammenden Steingartenpflanzen entspricht und gut wasserdurchlässig ist.
Sollten Sie nur über ebenerdiges Gelände verfügen, brauchen Sie dennoch nicht auf einen Steingarten zu verzichten. Dieser lässt sich auch durch den Bau einer Mauer aus Natursteinen ohne Mörtel in den Fugen (Trockenmauer) realisieren. Besonders ansprechend sieht eine solche Mauer aus, wenn ihre Fugen mit Steinkraut, Schleifenblumen etc. bepflanzt werden.
Sogar Miniatursteingärten in großen Schalen oder Trögen sind möglich! Darüber hinaus kann die Abtrennung bzw. Umrandung von Beeten mit Steinen als visueller Effekt durchaus beeindrucken.
Bei der Wahl der verwendeten Gesteine sollte man neben der Optik auch die vorherrschenden Wetterbedingungen miteinbeziehen. Granit, Quarze und Basalt sind in Deutschland die meist gewählten Gesteinsarten beim Anlegen von Steingärten. Optisch ansprechender wirkt es, wenn nur Steine einer Form verwendet werden (nur rund oder nur eckig).
Internet, Fachliteratur oder fachkundige Beratung in Ihrem Shop für Gartengestaltung werden Ihnen behilflich sein, falls Sie Fragen zur geeigneten Bodenauswahl Ihres künftigen Steingartens haben.

Wie wird ein Steingarten angelegt?

Zu den ersten Vorbereitungsarbeiten zählen das saubere Jäten und das anschließende Entwässern des künftigen Steingartens. Dazu eignen sich zum Beispiel das Aufschichten von grobem Bauschutt, gebrochene Steine, Kies oder grober Sand.

Damit der Steingarten weiterhin möglichst unkrautfrei bleibt, empfiehlt sich das Auslegen eines wasserdurchlässigen, UV-festen Vlieses. Besonders unter Kies und Ziersplitt funktioniert es mit einem Unkrautvlies hervorragend, dass der Garten auch künftig ein Schmuckstück bleibt. Notfalls können Sie statt dem Vlies auch alte Zeitungen verwenden, die irgendwann verrotten werden.

Woher kommen die Steine für den Steingarten?

Zierkies, Edelsplitt und Gabionensteine erhalten Sie in Ihrem Gartenbaufachhandel. Gabionen ist ein breit gefächerter Begriff für Steine in einem Drahtgefäß, jedoch gibt es online einige großartige Tipps, wie man damit eine Spirale oder einen Turm anlegen kann, welche sich großartig in einen Steingarten einfügen.

Einen dekorativen und frischen Blickfang setzen Wasserspiele, auch hier werden im Handel vielfältige Möglichkeiten geboten, Quellsteine sorgen an lauen Sommerabenden für ein gemütliches Ambiente. Oder bietet sich eher das Anlegen eines leise plätschernden Bachlaufs an? Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt…

Die größeren „Blickfangsteine“ sind da schon ein etwas aufwändigeres Unternehmen. Vielleicht haben Sie ja einen Steinmetz oder einen Steinbruch in Ihrer Nähe, wo man um Material fragen könnte? Auch wenn Abrissarbeiten im Gange sind, sind die Bauarbeiter meist nur froh, wenn sie Material praktisch loswerden können.

Bitte achten Sie darauf, die Steine immer gereinigt zu verwenden, damit sich nicht sofort wieder Moos und Unkraut in die mühevoll gejätete Fläche wieder einschleichen.

Womit wird der Steingarten bepflanzt?

Nachdem der Garten unsymmetrisch mit Steinen bestückt und Hohlräume mit Gartenerde und Kompost ausgefüllt wurden, geht es an die Bepflanzung. Grundvoraussetzung: Die Pflanzen müssen Trockenheit lieben! Immergrüne und winterharte Pflanzen sorgen dafür, dass der Steingarten auch im Winter noch ein Hingucker bleibt. In einem Gartenkalender erfahren Sie Näheres, zu welcher Jahreszeit sich welche Pflanzen wohlfühlen. Stauden wie Blaukissen, Phlox etc., Halbsträucher, Zwergkoniferen, Ziergräser oder alpine Pflanzen wie der Hauswurz eignen sich hervorragend für das Anlegen eines Steingartens.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Anlegen Ihres Steingartens. Eine schöne Auswahl an Ziersteinen für Ihr Projekt finden Sie übrigens im Steda Online Shop.

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