Terrasse auf Garage bauen – eine sinnvolle Möglichkeit?

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Über die beste Terrassenausrichtung, die optimale Balkongestaltung und Frühstück auf der Veranda und dergleichen haben wir im steda-Magazin schon mehrere Artikel veröffentlicht. Aber wenn sich nun die Frage stellt, was tun, wenn keine Alternative für den eigenen Gebrauch passt?

Die Terrasse ist zu klein, bauliche Gegebenheiten verbannen sie an die Nordseite, Balkon ist keiner vorhanden… Dann kommt plötzlich angesichts des Flachdachs der Garage die zündende Idee: Was spricht gegen eine Terrasse auf der Garage?

Wir verraten Ihnen schon mal: Nichts spricht dagegen, allerdings muss dieses Projekt gut durchdacht und geplant werden, und gehört in die Hände von Profis mit Wissen über die Statik. Wenn hier nämlich Fehler bei der Berechnung der Traglast entstehen, wäre das ziemlich fatal.

Terrasse auf der Garage: Wie realisieren?

Wenn Sie einen Terrassenbau auf der Garage in Erwägung ziehen, sollten Sie in erster Linie die rechtlichen Aspekte hinsichtlich der Baugenehmigung beachten. Diese können in den unterschiedlichen Bundesländern stark variieren. Während in manchen Bundesländern die Errichtung der Garage sogar genehmigungsfrei ist, gelten anderswo strenge Auflagen.

Wird allerdings das Garagendach als Dachterrasse genutzt, ist es wichtig, dass ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück eingehalten wird, damit die Nachbarn nicht in ihrer Privatsphäre gestört werden. Deshalb ist der Standort der Garage oft das Erste, was für oder gegen die Realisierung des Projektes Terrasse auf der Garage spricht.

Möglicherweise muss auch eine Genehmigung des Nachbarn eingeholt werden. Allerdings sollte der Nachbar frühzeitig in die Baupläne eingeweiht werden, auch wenn es keine Vorschrift ist, um spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Halten Sie unbedingt Rücksprache mit dem örtlichen Bauamt, wie es in Ihrer Wohngegend mit diesen Vorschriften ausschaut!

Voraussetzungen für eine Baugenehmigung

Damit eine Baugenehmigung zur Nutzung des Garagendachs als Terrasse erteilt wird, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Traglast muss ausreichend sein (hinzu kommt ja auch noch die Schneelast etc., diese Berechnungen sind auf jeden Fall von einem Statik-/Ingenieursbüro durchzuführen).
  • Der Bau muss gesetzeskonform sein und die bauliche Sicherheit gewährleistet (Belichtung, Beschattung und Brandschutz müssen beachtet werden)
  • Die geplante Aufstiegsmöglichkeit muss allen Sicherheitsanforderungen entsprechen
  • Der Grenzabstand zum Nachbarn muss eingehalten werden

Was gilt es beim Umbau zu beachten?

Wie bereits erwähnt, spielt die Statik eine im wahrsten Sinne tragende Rolle. Von großer Bedeutung ist allerdings auch, dass keine Feuchtigkeit von der Dachterrasse ins Mauerwerk der Garage eindringt.

Das bedeutet, dass eine entsprechende Abdichtung des Garagendachs erfolgen muss. Der Fachmann kennt die Flachdachrichtlinien und DIN-Normen, welche regeln, wie abgedichtet werden muss, und wohin das Regenwasser abzuführen ist.

Anschließend kann die Dachterrasse einen neuen Belag erhalten, dafür gibt es einige Möglichkeiten:

  • Holz,
  • Waschbeton,
  • Fliesen,
  • oder auch Kunstrasen.

Bei großer Hitze erwärmen sich Rasen und Holz wesentlich weniger, als Stein oder Fliesen. Allerdings ist Holz dafür pflegeintensiver als Stein, da es einen regelmäßigen Anstrich benötigt, um nicht zu verwittern.

Unverzichtbar ist natürlich auf einer Dachterrasse die Anbringung eines Geländers. Dieses sollte eine Höhe von 90 bis 110 cm aufweisen.

Terrasse auf der Garage gestalten

Wenn bis hierher alle Hürden genommen wurden, ist die richtige Gestaltung nur mehr ein Klacks. Wichtig ist sie dennoch, denn natürlich soll die neue Dachterrasse nicht nur baulich, sondern auch optisch ein Highlight darstellen.

Wichtig ist auf jeden Fall die Wahrung der Privatsphäre, da man sonst auf dem „Präsentierteller“ für die Nachbarschaft sitzt. Vielleicht haben Sie die neuen Zaunelemente im steda-Online-Shop bereits entdeckt? Verschiedenste Materialien lassen keinen Gestaltungswunsch offen.

Weitere Sichtschutzmöglichkeiten sind große Kübelpflanzen, aber auch hier gilt es, das Gewicht zu beachten. Paravents sind möglich, müssen aber einen guten Stand aufweisen, damit sie nicht bei stärkerem Windaufkommen „über Bord“ geweht werden, selbiges gilt natürlich auch für Sonnenschirme etc.

Gute Standfestigkeit gilt natürlich auch für die Möbel, mit der Sie Ihre Dachterrasse verschönern. Neben Loungemöbeln und Liegestühlen bietet sich auch eine Hollywoodschaukel an. Ob die Dachterrasse zur grünen Oase mit Kräuterbeet gestaltet wird, oder der Hauptzweck der Entspannung um Liegestuhl gilt, bleibt Ihren Vorlieben überlassen.

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