Terrassendach mit Ziegeln – Die optimale Eindeckung

0
1071
Dachziegel in verschiedenen Farben
© Shutterstock - FooTToo

Über die Vorteile verschiedenartiger Terrassenüberdachungen berichten wir im steda-Magazin immer wieder. Dass wir Bausätze für Terrassenüberdachungen aus Leimholz und Alu führen, freistehend oder zum Anlehnen an die Hauswand, dürfte inzwischen ebenfalls bereits bekannt sein… (Falls nicht: Machen Sie doch einen Zwischenstopp im steda Online-Shop). Heute befassen wir uns jedoch mit der Eindeckung des Terrassendachs, um genau zu sein, um das Terrassendach mit Ziegeln.

Nachdem Sie sich also für die Art der Terrassenüberdachung entschieden haben, stellt sich die Frage der Überdachung. Und falls sie sich noch nicht entschieden haben, hier noch einmal einen Überblick in aller Schnelle:

Terrassenüberdachungen aus Aluminium:

+ Sind witterungsbeständig, rostfrei, brauchen praktisch keine Pflege

— Sind teurer als Leimholz, passen optisch nicht zu jedem Haus.

Terrassenüberdachungen aus Leimholz:

+ Sind tragfähig, einfach zu verarbeiten, durch die Leimverbindung sind verschiedene Formen möglich

— Müssen gepflegt und gestrichen werden.

terrassendach mit ziegeln

Welche Dacheindeckungen gibt es?

  • Kunststoff/Polycarbonat
  • Glas
  • Dachziegel

Zu den Terrassendächern von steda wird eine Überdachung aus hochwertigem Verbundsicherheitsglas geliefert. Eindeckungen aus Ziegeln sind üblicherweise nicht bei Fertigbausätzen enthalten, und müssen separat in Auftrag gegeben werden.

Die Eindeckung sollte wirklich gut überlegt werden, da sie dauerhaft Wind und Wetter ausgesetzt ist. Sie schützt die Konstruktion vor Feuchtigkeit, und trägt so wesentlich zur Lebensdauer bei. Außerdem muss sie Temperaturschwankungen standhalten, und hat somit die gleichen Herausforderungen zu meistern wie ein Hausdach.

Warum ein Terrassendach mit Ziegeln eindecken?

Ein Terrassendach mit Ziegeln wirkt hochwertig und passt praktisch zu jedem Baustil eines Hauses. Ziegel sind äußerst witterungsbeständig und haltbar, außerdem benötigen sie keinen Zusatzmaßnahmen als Sonnenschutz, wie es bei Glasdächern der Fall ist.

Als Nachteil kann man anführen, dass es durch das Ziegeldach manchmal zu einer Verdunkelung des Wohnraums kommt, und außerdem ist ein Terrassendach mit Ziegeln nicht die preiswerteste Alternative. Außerdem sind Dachziegel richtig schwer, und benötigen eine wirklich stabile Unterkonstruktion.

Eine undurchsichtige Terrassenüberdachung ist ein Sonnenschutz im Sommer wie im Winter, deshalb sollten Sie bei einer nach Süden ausgerichteten Terrasse gut überlegen, ob Sie das wirklich wünschen, oder ob Sie vielleicht nur einen Teil des Terrassendachs blickdicht machen.

Bevor Sie sich dran machen, die Ziegel selbst zu verlegen, sollten Sie realistisch überlegen, ob Ihre handwerklichen Fähigkeiten dazu reichen und die Sicherheit beim Arbeiten gegeben ist. Wenn dabei nur der kleinste Zweifel besteht, sollten Sie nämlich einen professionellen Dachdecker beauftragen.

Die klassischen Dachziegel sind von rot-brauner Farbe und aus Ton gebrannt. Es gibt sie als glatte Schindeln, gewellte Ziegel, oder spezielle halbrunde Formen. Außerdem können Dachziegel zusätzlich lackiert werden. Für die Verlegung spielt die gewählte Form letztlich eine untergeordnete Rolle, die Abdeckung wird mit einer entsprechenden Konterlattung versehen, auf welcher dann die Ziegel befestigt werden.

Terrassendach mit Ziegeln – was gilt es zu beachten?

Wie bereits angesprochen, wird die Ziegellast ziemlich schwer, und auch wenn Sie sich selbst ans Dachdecken machen, sollte auf jeden Fall ein Fachmann für Statik hinzugezogen werden. Zu beachten gibt es neben der Last der Eindeckung ja auch die Schneelast, die je nach Wohngebiet unterschiedlich ausfällt. Je nach Bundesland ist auch unter Umständen eine Baugenehmigung notwendig, die oftmals ebenfalls die Begutachtung eines Statikers voraussetzt.

Völlig dicht wird ein ziegelbedecktes Dach nie sein aufgrund des schuppenförmigen Werkstoffs. Wurde das Terrassendach allerdings regelgerecht eingedeckt, wirken die einzelnen Dachziegel zusammen und bilden eine dichte Dachhaut. Wichtig für die Regensicherheit eines Ziegeldaches ist außerdem die Wahl des Neigungswinkels. Diesen sollten Sie oberhalb der jeweiligen Regeldachneigung wählen. Je flacher die Dachneigung, desto länger verbleibt die Feuchtigkeit auf dem Dach, was negative Auswirkungen auf die Frostsicherheit zur Folge hat.

Außerdem braucht das Ziegeldach ein Gefälle zur Dachentwässerung, das Regenwasser sollte am besten in eine Dachrinne ablaufen. Eine Dachrinne und ein Fallrohr sollten Sie bei Ihrer Terrassenüberdachung auf jeden Fall mit einplanen.

Wenn Ihnen das Projekt letztlich doch zu aufwändig erscheint, oder andere Gründe gegen ein Terrassendach mit Ziegeln sprechen (zum Beispiel die Statik), könnten Sie als Alternative auf eine Eindeckung mit Bitumenschindeln zurückgreifen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

*