Terrassenplatten – Möglichkeit zur Aufwertung der Terrasse

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Pflastersteine für die Terrasse

Wirkt eine Terrasse alt, abgenutzt oder fade bietet es sich an, sie von Grund auf mit attraktiven Terrassenplatten und nach Belieben mit eventuell verschiedenen Elementen neu zu gestalten. Der Outdoorbereich im eigenen Zuhause ist besonders zu den warmen Jahreszeiten ein wichtiger Platz, der zum Entspannen, zu verschiedenen Aktivitäten und Treffen in fröhlicher Runde bei Sonne, Sternenhimmel, Wärme, frischer Luft und wohltuender Natur einlädt.

Das Ambiente einer Terrasse im Freien lässt sich nach individuellen Vorstellungen auf vielfältige Weise zu einem persönlichen Paradies gestalten. Mit Fliesen kann ein wundervoller Boden kreiert werden, der die Basis des Freisitzes bildet. Bei der Gestaltung, der sehr vielseitigen Materialauswahl sowie der Verlegung sollten bestimmte Kriterien berücksichtigt werden.

Gestaltungsmöglichkeiten für die neue Terrasse

Eine bereits bestehende Fläche kann mit verschiedenen Elementen neu kreiert werden. Die Art und Weise sowie die Möglichkeiten der Gestaltung hängen unter anderem von der Lage, der Größe, der Beschaffenheit, dem geplanten Nutzen sowie den individuellen Vorlieben ab. Eine Terrasse ist ein architektonischer Übergang, der in der Regel das Gebäudeinnere mit einem häufig direkt angrenzenden Garten verbindet. Liegt sie auf einer anderen Ebene als der Garten oder das Gebäude kann die Plattform mit einer attraktiven Treppe, beispielsweise aus Blockstufen, verbunden werden.

Eine Terrasse kann auch Bestandteil der Gartenanlage selbst sein. Ist eine Abgrenzung erwünscht, bilden beispielsweise eine Mauer aus stilvollem oder rustikalem Gestein sowie Palisaden, die mit der Natur des Gartens sowie mit dem Stil der neu ausgelegten Platten harmonieren wohlgestaltete und nützliche Akzente. Soll eine Terrasse auch Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bieten, kann auch eine dazu passende Pergola oder Überdachung, im gleichen Stil integriert werden.

Der Boden kann separat, oder in Verbindung mit einer umgebenden Mauer und anliegenden Stufen, neu und kreativ belegt werden. Als Material wird dafür Beton, Stein, Naturstein oder Holz verwendet. Doch gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Arten, die je nach Beschaffenheit in zahlreichen Farben, Belägen, Formen und Mustern erhältlich sind. Der individuellen Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Es ist zu empfehlen einen individuell angenehmen Stil und Look zu wählen, der auch mit der Umgebung harmoniert.

Welches Material ist geeignet?

Ob eine Terrasse mit Platten aus Holz oder Stein ausgestattet wird, ist einerseits eine individuelle Geschmackssache und andererseits durch die verschiedenen Eigenschaften der Materialien von dem gewünschten Nutzen abhängig. Grundsätzlich muss das Material resistent gegen Nässe, Feuchtigkeit und Frost sein.

Modelle aus Holz haben den Vorteil, dass sie sich in der Sonne nicht aufheizen und sich angenehm anfühlen. Wer gerne barfuß läuft, sollte sich dafür entscheiden. Holz wirkt sanfter und harmonischer als Stein, bildet eine attraktive Patina, strahlt eine schöne natürliche Optik aus und bietet eine angenehme Atmosphäre, die sich ideal in die umgebende Natur einpasst. Allerdings braucht Holz eine entsprechende Pflege und Schutzschicht. Der Bodenbelag aus Holz wird mit einem wasserdichten und UV-geschützten Belag behandelt sowie durch eine spezielle Beschichtung für den Außenbereich rutschfest gemacht.

Soll auf der Terrasse ein Grill aufgestellt werden, ist ein Holzboden nicht geeignet. Es gibt eine Vielzahl von attraktiven Holzarten, die geeignet sind. Dazu gehört vor allem Lerchenholz sowie besonders robuste Tropenhölzer, wie das rotbraune Massaranduba Hartholz vom Balatabaum, das Bangkirai Kernholz vom Shorea Laevis Baum oder auch Bambus Holz, das eine besonders trittfeste Eigenschaften besitzt. Die Hölzer sind besonders beständig, weisen eine hohe Stabilität sowie Resistenz auf und bedürfen eines geringfügigen bis mittelmäßig hohen Pflegeaufwandes.

Betonplatten oder Betonsteinpflaster zeichnen sich durch eine hohe Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit aus und bieten einen stabilen Untergrund. Das Material Beton bietet in jeder Form eine Vielzahl von Kreationen, die eine hohe Auswahl an Formen, Oberflächen, Farben und Mustern bieten. So lassen sich leicht einzigartige Muster, einfarbig attraktive Flächen und moderne Designs gestalten, die der neuen Terrasse eine stilvolle Optik verleihen.

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© Artazum – shutterstock.com

Steinterrassen sind besonders pflegeleicht, robust und langlebig. Die Auswahl bietet ein weites Spektrum, das von Fliesen aus Keramik über Bruchstein bis hin zu Platten aus Naturstein in verschiedensten Arten, Formen und Farben reicht. Auch hier lassen sich in verschiedenen Stilarten imposante Designs kreieren. Besonders beliebt sind Natursteine, die nicht nur eine besondere und natürliche Ausstrahlung besitzen, sondern auch antiallergisch und frei von Giftstoffen sind. Natursteine, die für den Outdoorbereich geeignet sind, müssen weder imprägniert noch aufwendig gepflegt werden. Allerdings bieten sie bei Nässe eine relativ hohe Rutschgefahr. Die Oberfläche sollte entsprechend behandelt sein.

Terrassen aus Stein können abhängig von der Außentemperatur sehr kalt sein, sich aber auch in der heißen Sommersaison stark aufheizen. Sehr beliebte Natursteinarten sind Bruchstein, Granit, Blaustein, Marmor, Basalt, Sandstein, Travertin sowie auch Schiefer, der allerdings speziell für den Außenbereich konzipiert sein muss. Bruchsteine sind einzelne Steinbrocken oder Stücken, die wie ein Mosaik zusammengesetzt werden und ein stark mediterranes Flair vermitteln. Granit ist ein sehr hartes Material, jedoch müssen Granitplatten versiegelt werden, da der Stein offene Poren besitzt. Der Millionen von Jahren alte, Blaustein wird geologisch in den belgischen Schiefer „rechter Blaustein“ und den dunkelgrauen bis schwarzen Kalkstein „Aachener Blaustein“ unterschieden. Für den Außenbereich wird der Blaustein in der Regel angeboten.

Worauf ist beim Verlegen zu achten?

Bei der Neugestaltung muss, in Abhängigkeit des Materials, ein entsprechender Untergrund angelegt werden oder vorhanden sein. Steinmodelle müssen auf einem ebenen stabilen Grund angelegt werden. Dabei ist zu unterscheiden ob es sich um einen festen oder losen Untergrund handelt und dementsprechend ein passendes Fundament vorbereitet werden. Holzvarianten benötigen eine stabile Unterkonstruktion. Der Boden muss in allen Fällen tragfähig und frostsicher geschützt sein. Der Boden muss sehr gut abgedichtet sein, damit keine Feuchtigkeitsschäden verursacht werden können. Dafür muss auf ein entsprechendes Gefälle, einen Wasserablauf sowie auf wasserdichte Fugen geachtet werden.

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