Terrassenreinigung – So machen Sie es richtig!

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Reinigung einer Holzterrasse
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Wenn die Tage im Frühjahr wieder länger und wärmer werden, zieht es uns hinaus in Freie und in den eigenen Garten. Bevor dort aber wieder lauschige Stunden verbracht werden können, steht leider meist erst einmal eine gründliche Terrassenreinigung an. Hier einige Tipps, wie Ihre Terrasse schnell wieder in altem Glanz erstrahlt, sodass Sie bald wieder entspannt in den Terrassenstuhl oder die Hollywoodschaukel sinken können.

gereinigter Terrassenboden aus Stein

Reinigung von Terrassenböden

Im Folgenden haben wir die Vorgehensweise bei der Terrassenreinigung Schritt für Schritt für Sie zusammengefasst.

  • Schritt 1: Räumen Sie die Terrassenfläche frei und kehren Sie den Schmutz weg, der sich über den Winter angesammelt hat. Entfernen Sie also zunächst den gröbsten Dreck.
  • Schritt 2: Reinigen Sie, wenn vorhanden, die Fugen zwischen den Terrassenplatten. Das geht am besten mit einem Fugenkratzer. Verzichten Sie auf eine umweltschädliche Unkrautvernichtung mit chemischen Mitteln. Bei starkem Unkrautbefall können Sie auch einen Gas-Flammenwerfer einsetzen. Nach der Unkrautvernichtung die Pflanzenreste mit einem Besen sorgfältig entfernen. Achten Sie dabei darauf, dass keine organischen Abfälle zurückbleiben, denn die sind natürlich ein guter Nährboden für weiteres Unkraut, das so auf jeden Fall nachsprießen wird.
  • Schritt 3: Spezialreinigung für stark verschmutzte Stellen und bei Moosbefall

Über den Winter werden Terrassen oft von Moos oder Algen befallen und auch Blumentöpfe, Gartenmöbel oder andere Gerätschaften, die hier gelagert wurden, hinterlassen meist unschöne Schmutzränder, die schwer zu entfernen sind. Denn die meisten Steinplatten für Terrassen haben raue Oberflächen für eine bessere Begehbarkeit, in denen sich aber auch Schmutz und Moos leicht festsetzen können. Eine einfache Terrassenreinigung mit Wasser und Besen reicht hier in der Regel leider nicht aus. Auch ein Hochdruckreiniger schafft es bei der Terrassenreinigung nicht unbedingt, diese Verschmutzung rückstandlos zu entfernen, weshalb oft eine Spezialreinigung nötig wird.

Hinweis: Die Gehwege im Garten können Sie natürlich auf die gleiche Weise natürlich gleich mitbehandeln. Wichtig ist bei einer Pflasterreingung, genau wie bei der Terrassenreinigung, das richtige Mittel für die Reinigung des jeweiligen Bodenbelages zu wählen.

Spezialreinigung für Terrassen mit Steinböden

Gegen starke Verschmutzungen, Algen und Moose helfen bei der Terrassenreinigung biologisch abbaubare Steinreiniger. Geben Sie den Reiniger auf die betroffenen Stellen, lassen Sie ihn einweichen und nehmen Sie dann einen Bürste oder kräftigen Besen für eine intensive Reinigung der Stellen. Anschließend mit Wasser nachspülen und wenn nötig, die Behandlung wiederholen. Bei sehr starken Verschmutzungen hilft es bei der Terrassenreinigung auch oft, den Boden erst einmal mit einer einfachen Reinigungslauge einzuweichen. Nach einer Einwirkzeit von zwei bis drei Stunden kann dann die Reinigung mit einer Bürste beginnen.

Wichtig ist, dass Sie den richtigen Reiniger für die Steinart Ihres Terrassenbelages wählen. Denn gerade hochwertige Natursteinbeläge, wie zum Beispiel offenporiger Sandstein oder auch beschichtete Betonplatten sind sehr empfindlich. Im Zweifelsfalle fragen Sie bei Ihrem Händler oder dem Hersteller nach und testen Sie das gewählte Reinigungsmittel an einer versteckten Stelle, bevor Sie es großformatig auf der Terrasse auftragen. Grundsätzlich abzuraten ist von einer Terrassenreinigung mit so genannten Hausmitteln, wie Zitronensäure oder Essig. Die in diesen Reinigungsmitteln enthaltene Säure kann dem Bodenbelag ernsthaft schädigen, zum Beispiel indem sie den Kalk aus den Steinen herauslösen. Etwas anderes ist es, wenn die Steine auf Ihrer Terrasse verfärbt sind. Hier können säurehaltige Mittel, vorsichtig eingesetzt, durchaus helfen, die unschönen Stellen wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Aber auch hier gilt: unbedingt vor der Terrassenreinigung die Wirkung an einer unauffälligen Stelle ausprobieren.

Spezialreinigung für Terrassen mit Holzböden

Bei der Terrassenreinigung von Holzböden ist Vorsicht beim Einsatz von scharfen Reinigungsmitteln geboten. Auch der Einsatz von Hochdruckreinigern kann bei empfindlichen  Holzterrassen bei zu intensiver Handhabung die Oberfächer zu stark aufrauen. Verwenden Sie einfache Seifenlaugen, um starke Verschmutzungen wegzubekommen, und verzichten Sie ganz  auf chemische Reinigungsmittel. Diese können das Holz angreifen und unschöne Verfärbungen verursachen. Nach der Reinigung sollte das Holz der Terrassen mit einem umweltverträglichen Schutz versehen werden, wie zum Beispiel Pflegeöl. Durch diese Maßnahme wird nach der Terrassenreinigung für eine gute Imprägnierung gesorgt – das Holz wird unter anderem dabei auch gegen lästigen Pilzbefall geschützt und erhält wieder einen schönen, einheitlichen Farbton.

terrasse-balkon
© Photographee.eu – shutterstock.com

Umweltfreundliche Terrassenreinigung

Bei der Terrassenreinigung werden die Rückstände und das Wasser meist direkt von der Terrasse in die angrenzende Wiese oder Beete und damit auch ins Grundwasser abgeleitet. Verwenden Sie daher immer umweltfreundliche Reinigungsmittel und setzen Sie sie sparsam ein. Herbizide dürfen auf befestigten Flächen grundsätzlich nicht  eingesetzt werden, aber auch chemische Moos- und Grünbelagentferner schaden der Pflanzen- und Tierwelt. Greifen Sie besser zu Bürste und Haushaltsreinigern, wie zum Beispiel Seifenlauge.

Dachreinigung

Wenn Ihre Terrasse überdacht ist, steht neben der Terrassenreinigung jetzt außerdem eine Dachreinigung an. Entfernen Sie zunächst Laub und anderen Schmutz, der sich über den Winter auf dem Dach angesammelt hat, und prüfen Sie dann, ob eine Entfernung von Moos oder anderen Belägen notwendig ist. Für die Moosentfernung können Sie einen Hochdruckreiniger nutzen, bei starken Befall gegebenenfalls die betroffenen Flächen mit einer Lauge vorbehandeln.

Tipp: Wenn Sie bei nächsten Mal bereits vor dem ersten Schnee eine grobe Terrassenreinigung durchführen –  also zumindest Fugen von Unkraut befreien, Pflanzenreste gründlich wegkehren, Moosentfernung – haben Sie im kommenden Frühling weniger Arbeit, Ihre Terrasse fit für die Freiluftsaison zu machen.

Jetzt kann der Frühling kommen!

1 KOMMENTAR

  1. Der Artikel vermittelt gutes Allgemeinwissen, wenn es um Reinigung von Terrassenflächen geht. Oft begehen die Eigenheim-Besitzer den Fehler und beschädigen den Steinboden durch das Hochdruck-Reinigen nachhaltig. Leider fehlt hier im Artikel der Hinweis (bei Steinböden), dass es meistens sinnvoll ist, den Stein im Anschluß an die Reinigung/Waschung zu versiegeln. So werden die tiefen Poren verschlossen und dies verzögert die Wiederverschmutzung enorm! Eine Investition in eine hochwertige Versiegelung (und wir reden hier eher von Profi-Produkten, nicht von Baumarkt-Qualität zu überteuerten Preisen) lohnt sich immer, wenn man nicht jedes Jahr seine Terrasse reinigen möchte.

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