Terrassenüberdachungen aus Kunststoff – Wann ist das sinnvoll?

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© SV Production - shutterstock.com

Während das Gerüst einer stabilen Terrassenüberdachung aus Baustoffen wie Holz, Metall oder Mauerwerk bestehen kann, gibt es für die Eindeckung des Daches sowie für die eventuelle Ausfüllung der fiktiven Seitenwände noch weitaus mehr Möglichkeiten an Materialien. Zunehmend beliebter und praktischer werden innovative Modelle aus Kunststoff, die heute anders als zu früheren Epochen mit modernsten Technologien sowie wissenschaftlichem Know-how entwickelt wurden und über eine hochwertige Qualität, praktische sowie attraktive Designs und entscheidende Vorteile gegenüber anderen Materialien verfügen. Es gibt verschiedene Kunststoffarten und Materialformen, die sich für eine Überdachung optimal eignen. 

Auch wenn steda diese spezielle Art von Terrassenüberdachungen nicht anbietet, möchten wir Sie an dieser Stelle über die Vor- und Nachteile von Terrassenüberdachungen aus Kunststoff informieren!

Vorteile von Kunstoffmodellen

Überdachungen werden heutzutage sehr gerne aus hoch- und weiterentwickelten Kunststoffen wie Acrylglas, Polyester, Polykarbonat oder PVC eingedeckt. Ebenso können diese mit innovativen Beschichtungstechnologien und Oberflächenveredelungen versehen werden, die bestimmte Effekte wie z.B. eine rückstandslose Wasserabweisung und Schmutzabweisung auslösen. Kalkablagerungen, Wasserflecken, Regenflecken und Rinnspuren gehören damit der Vergangenheit an. Des Weiteren trocknen Kunststoffplatten nach einem Regen oder der Taubildung wieder relativ schnell.

Diese Modelle zeichnen sich vor allem durch ihre Leichtigkeit im Gegensatz zu Glas sowie durch eine hohe Stabilität, Hagelbeständigkeit, Schlag- und Bruchfestigkeit, Kratzfestigkeit, Tragfähigkeit und einer langen Lebensdauer aus. Auch der altbekannte unattraktive Gelbstich sowie farbliche Veränderungen treten in modern entwickelten Materialien nicht mehr auf. Stattdessen gibt es hochwertige Materialien, die lichtdurchlässig und ganz nach Belieben klar, glashell, matt, milchig oder auch farblich und dunkel getönt in Erscheinung treten. Sicher vor UV-Strahlung, hitzebeständig und Wärme regulierend, zieren die modernen Kunststoffe dekorativ ästhetisch das Terrassendach und schützen funktional vor Regen, Hagel, Schnee, Wind und Sonneneinstrahlung. Im Schadensfall zeigen sie ein geringeres Verletzungsrisiko als Glasscheiben, Holzlatten oder Metallbleche. Platten in ihren unterschiedlichen Arten und Formen sind zudem einfacher zu montieren, können meist zurechtgeschnitten werden und sind oft kostengünstiger als schwere Eindeckungen aus Verbundsicherheitsglas.

Ob Holzkonstruktion, Aluminiumkonstruktion oder Stahlkonstruktion, die kreativ gestaltbaren Kunststoffeindeckungen können sich dem Design optimal anpassen und harmonieren oft ausgezeichnet mit modernen Architekturstilen.


Verschiedene Kunststoffe und innovative Formen

Die Dachkonstruktion wird in der Regel mit den Materialien Plexiglas (Acrylglas), Polykarbonat oder Polyvinylchlorid (PVC). Sehr beliebt ist vor allem Plexiglas aufgrund seiner hohen Lichtechtheit sowie hohen UV-Beständigkeit und seinen optisch brillanten Qualitäten sowie Polykarbonat, das als der modernste Kunststoff über vorteilhaft elastische Eigenschaften und eine hohe Stabilität, Bruch- und Schlagfestigkeit, Hagelfestigkeit sowie über eine nahezu unzerbrechliche Beschaffenheit verfügt. PVC ist unter anderem von Vorteil, wenn die Überdachung in seinem Umfeld z.B. mit Ammoniak in Kontakt kommt, wie z.B. durch Biomasse und Viehhaltung in einem landwirtschaftlichen Betrieb oder in verkehrsreichen Gebieten, da das Material gegen viele chemische Einflüsse sehr beständig ist.

Die einzelnen Materialien werden als Platten in verschiedenen Formen und Systemen angeboten. Dazu gehören Kunststoffprofile wie Wellplatten in einem Sinusprofil oder einem Trapezprofil. Diese Lichtplatten oder Lichtwellplatten besitzen jedoch keine oder nur schlechten wärmedämmenden Eigenschaften, welche allerdings unter Umständen erforderlich sein können.

Sehr häufig werden Stegplatten (Hohlkammerplatten), Doppelstegplatten oder Mehrfachstegplatten (Dreifachstegplatten, Fünffachstegplatten) für die Eindeckung genutzt. Durch die hohlen Luftkammern erweisen sich diese Kunststoffplatten als äußerst resilient, schlagzäh und wärmedämmend.

So können vor allem Hohlkammerplatten aus dem elastischen Kunststoff Polykarbonat sehr gut auf stark schwankende Temperaturen reagieren und extreme Belastungen aushalten. Des Weiteren bieten sie als lichtdurchlässiges Material sowie durch die Hohlkammern eine schöne Streuung des Lichts, das einen angenehmen Aufenthalt auf der Terrasse unterstützt. Hohlkammerplatten aus Plexiglas bestehen häufig aus breiten Luftkammern, wodurch die Transparenz und die Brillanz des Materials noch einmal erhöht werden und eine ausgezeichnete Durchsicht, dem klaren Glas sehr nahekommend, erreicht wird.

Schützende und dekorative Seitenwände

Zum Schutz vor Wind, Sturm, seitlicher Sonneneinstrahlung und seitlichem Einfall von Regen oder Hagel sowie auch vor den neugierigen Blicken der Nachbarn werden Überdachungen auch gerne an den fiktiven Wänden zwischen den Standpfosten ganz oder teilweise mit Seitenelementen ausgestattet. Bei Plastikmodellen bietet es sich auch dekorativ an, die Seitenteile ebenfalls mit Kunststoffmaterialien auszustatten. Ebenso wie die Dacheindeckung können auch die Seiten mit dem gleichen Material wie beispielsweise Hohlkammerplatten aus Polykarbonat als Wand oder halbhohe Wand ausgefüllt werden. Die Materialeigenschaften werden an der Seite oft ebenso benötigt wie auf dem Dach. Selbstverständlich können auch andere Kunststoffmaterialien und vor allem in anderen Farben oder lichtundurchlässigen Deckungen und Tönen verwendet werden. So können mit Kunststoffplatten und Kunststoffprofilen auch rund um die Terrasse bzw. Terrassenüberdachung attraktive Gestaltungen wie z.B. eine Lattenzaunoptik, Paneelen, Geländer oder eine Glaswandoptik auf vielfältige Weise kreiert werden.

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