Der Unterschied von Veranda und Terrasse – steda klärt auf!

0
311
unterschied terrasse und veranda

Im steda-Magazin sind bereits viele Artikel zu den verschiedenen Anbauten, bzw. Freisitzmöglichkeiten erschienen: Terrasse, Veranda, Balkon, Pergola… Einen Balkon zu definieren, ist auch nicht wirklich schwierig. Anders verhält es sich bei Veranda und Terrasse – denn wo liegt eigentlich der Unterschied, oder gibt es womöglich gar keinen?

Unterschied von Veranda und Terrasse

steda hat für Sie recherchiert, und kommt zu folgendem Schluss: Üblicherweise sind Terrasse und Veranda an unterschiedlichen Seiten des Gebäudes angebaut. Eine Veranda umgibt den Eingangsbereich, während die Terrasse auf der Rückseite des Gebäudes platziert ist und entweder weiter in den Garten führt, oder diesen ersetzt. Die Terrasse kann frei liegend sein, oder mit der Hintertür verbunden. Eine freistehende Veranda ist hingegen nicht üblich.

Ein weiterer Unterschied sind auch die verwendeten Materialen, denn während für die Veranda fast immer Holz oder auch WPC bei den Dielen zum Einsatz kommt, sind die Baumaterialien und die Bodenbeläge bei Terrassen sehr vielfältig: Von Aluminium oder Edelstahl bei der Konstruktion über Fliesen und Beton beim Bodenbelag ist fast alles möglich. Auf jeden Fall ist von Bedeutung, dass die verwendeten Holzarten stabil und witterungsbeständig sind, hier bietet sich Teakholz oder Bangkirai an.

Eine ebenderdig an das Haus anschließende Veranda sollte möglichst auf einem Fundament errichtet werden. Wasser- und Frostschäden können so verhindert werden. Außerdem sollte ein Gefälle von 1,5 % eingehalten werden, dies gilt auch für die Terrasse.

Die nächste Unterscheidung zwischen Veranda und Terrasse liegt im Verwendungszweck. Eine Veranda dient dazu, Besuch zu empfangen, mit Nachbarn eine Tasse Kaffee zu trinken und zu plaudern, außerdem schützt sie den Eingangsbereich vor Witterungseinflüssen. Eine Terrasse dient dem gemütlichen Beisammensein, hier wird gegrillt, gegessen, sie kann mit gemütlichen Möbeln ausgestattet werden etc. Auf der Rückseite des Wohnhauses, also auf der Terrasse, hat man üblicherweise mehr Sichtschutz und Privatsphäre als bei der Veranda im Eingangsbereich.

Hochterrasse mit Treppe zum Garten verbunden

Bei unserer Recherche stießen wir öfters auf Aussagen, dass eine Überdachung eine Terrasse zur Veranda macht. Dem können wir uns nicht ganz anschließen, denn beim Bau einer Terrasse raten wir aufgrund der vorherrschenden Witterungsverhältnisse eigentlich immer zu einer Überdachung. Nicht umsonst finden Sie im steda-Sortiment einen eigenen Bereich für Terrassenüberdachungen aus Leimholz oder Aluminium, freistehend oder als Wandanbau.

Ein Unterschied zwischen Terrasse und Veranda ist auch das Geländer, das bei einer Veranda normalerweise üblich ist.

Loggia

Um die Definition der Freisitze noch ein wenig zu verkomplizieren, bringen wir jetzt auch noch die Loggia ins Spiel. Der Begriff stammt aus dem Italienischen und steht für Loge. Im Prinzip handelt es sich bei der Loggia um einen Balkon, der nicht oder nur sehr wenig über die Fassade hinausragt. Eine Loggia ist nicht ebenerdig, sondern wie ein Balkon oberhalb der Grundfläche angebracht. Wird eine Loggia rundherum verglast, kann man sie so zu einem Wintergarten umfunktionieren.

Während sich die Veranda immer im Erdgeschoss befindet, kann sich die Terrasse auch auf dem Flachdach der Garage oder einem sonstigen Hausanbau befinden. Hier gibt es noch einen weiteren Sonderfall, die Dachterrasse. So darf sie sich allerdings nur nennen, wenn ihre Grundfläche in den darunterliegenden Stockwerken zum Haus gehört, ansonsten handelt es sich um ein Penthouse, oder einen Dachbalkon.

Einen ausführlicher Artikel zum Thema Pergola und deren Gestaltung finden Sie in unserem steda-Magazin. Aber worum handelt es sich nun eigentlich bei einer Pergola? Im herkömmlichen Sinne ist es eine Rankhilfe aus Holz oder Metall, gerüstähnlich, an dem sich Efeu, wilder Wein und Co. entlangranken können. Im eigentlichen Sinne haben Pergolen keine Überdachung, aber bei entsprechend dichtem Bewuchs bieten sie auch Regenschutz.

Grundsätzlich legen wir Ihnen nahe, lieber einmal zu oft am Bauamt nachzufragen, als einmal zu wenig. Da in jedem Bundesland andere Gesetze diesbezüglich herrschen, lässt sich auch keine pauschale Aussage treffen. Um Nachbarschaftsstreitigkeiten zu vermeiden, raten wir Ihnen, sich mit den Fragen zu Bauordnung und Bebauungsplan bereits im Vorfeld vertraut zu machen. Wenn Ihr Nachbar mit Ihren Plänen einverstanden ist, haben Sie schon fast gewonnen.

Maßgeblich für den genehmigungsfreien Bau einer Terrassenüberdachung sind deren Abmessungen. In jedem Bundesland haben Sie eine gewisse „Freifläche“, innerhalb der eine Überdachung erlaubt ist, in München sind es z.B. 30 Quadratmeter Fläche und 3 Meter Tiefe. Großer Wert wird auch auf die Einhaltung des Mindestabstandes zum Nachbargrundstück gelegt, meistens handelt es sich hierbei um 3 Meter.

Ähnlich verhält es sich mit der Pergola, solange sie nicht überdacht ist und klein ausfällt, ist sie genehmigungsfrei. Zu beachten gilt es, dass die Kletterpflanzen nicht zur Ursache eines Nachbarschaftsstreits werden, wenn sie auf das Nachbargrundstück übergreifen. Auch sollte die Pergola samt ihrer Bepflanzung keinen Schatten auf das Grundstück des Nachbarn werfen, sonst könnte es zu Streitigkeiten kommen.

Auch vor dem Bau einer Veranda sollte man auf jeden Fall Informationen einholen, ob man den Bau genehmigen lassen muss, oder ob eine Bauanzeige reicht.

Gemeinsamkeiten: Seitenwände, Markisen…

Der Bau einer Veranda, bzw. einer Terrasse hat natürlich auch jede Menge Gemeinsamkeiten, denn Wind- und Sichtschutz sind bei beiden Varianten gefragt. Das Anbringen von Steckdosen, sowie einer Stoffmarkise unter der Glasüberdachung kann ebenfalls sowohl für die Veranda, als auch für die Terrasse ein Thema sein. Auch hier kann steda gerne behilflich sein, denn wir führen Markisen und Lamellentücher für jeden Zweck.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

*