Windbeständigkeit der Markise – Wenn der Herbststurm die Markise wackeln lässt

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Windbeständigkeit bei Markisen
© Shutterstock - robuart
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Eine Markise sorgt dafür, dass Terrasse oder Balkon zu einem geschützten Freiraum werden, wo Sie von Sonne und Regen ungestört beisammen sitzen, essen, trinken, Karten spielen… können. Doch plötzlich kommt eine starke Windböe auf und bringt die Markise ordentlich zum Wackeln. Und auch wenn sie den Sommer unbeschadet überstanden hat – auch der Herbst hat genügend stürmische Tage bereit. Wenn Sie in Hamburg, in Küstennähe oder in den Bergen wohnen, haben Sie sich wahrscheinlich eher damit auseinandergesetzt, wie es mit der Windbeständigkeit Ihrer Markise aussieht.

Damit Sie sich nicht auf den prüfenden Blick in den Himmel verlassen müssen und hoffen, dass die Markise dem Sturm standhält, hat steda ein wenig für Sie zum Thema Windbeständigkeit recherchiert.

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Wie erfahre ich die Windbeständigkeit meiner Markise?

Dafür gibt es die vier Windwiderstandsklassen nach europäischer Norm EN 13561.

  • Windwiderstandsklasse 0 bedeutet, dass die Markise entweder überhaupt nicht windbeständig ist, oder der Windwiderstand nicht bestimmt wurde.
  • Windwiderstandsklasse 1 nimmt es mit Windstärke 4 auf, das entspricht einer Brise von rund 28 km/h. Dünne Zweige und Äste bewegen sich im Wind, Papierfetzen werden aufgewirbelt.
  • Windwiderstandsklasse 2 hält einer steiferen Brise von rund 38 km/h stand. Hier bewegen sich kleinere Bäume im Wind, es bilden sich Schaumkronen auf dem Wasser. Es entspricht der Windstärke 5.
  • Bei Windwiderstandklasse 3 kann die Markise sogar bis Windstärke 6 ausgefahren bleiben, das bedeutet starken Wind, der auch dickere Äste in Bewegung versetzt und es einem schwer macht, den Regenschirm festzuhalten. Die Windgeschwindigkeit beträgt rund 49 km/h.

Wenn Sie sich wirklich auf Ihre Markise verlassen möchten, und nicht bei jeder stärkerer Windböe überlegen wollen, ob Sie die Markise besser einholen sollen, wählen Sie die Windwiderstandsklasse 2.

Es gilt dabei aber Folgendes zu beachten: Die Windwiderstandsklasse 2 bietet nur dann die gewünschte Windstabilität, wenn die Montage entsprechend der Vorgaben erfolgt. Je nachdem, womit und worauf die Markise montiert wird, kann es sein, dass der Windschutz nicht gegeben ist. Bei Windwiderstandsklasse 2 wird empfohlen, die Markise auf Beton anzubringen.

Wie kann ich meine Markise zusätzlich vor Sturmschäden schützen?

Für noch mehr Windbeständigkeit Ihrer Markisen sorgt das Wind Protect System, kurz WPS genannt. Hierbei handelt es sich um zusätzlich am Ausfallprofil angebrachte Stützfüße, welche Gelenkarmmarkisen bis zu Windstärke 8 (je nach Hersteller) nutzbar machen. Ursprünglich wurde das System für die Gastronomie entwickelt, inzwischen wird es auch im Privatbereich gerne und häufig eingesetzt. Das WPS kann entweder fix installiert werden, oder auch variabel abnehmbar.

Es wird stürmisch und ich bin nicht daheim. Was nun?

Sie haben die Markise ausgefahren, und sind zum Einkaufen gefahren, plötzlich wird es ziemlich stürmisch. Vielleicht sind Sie auch übers Wochenende verreist, und sind sich nicht mehr sicher, ob Sie die Markise eingefahren haben. Für diese Fälle empfiehlt sich die Installation eines Windwächters. Sensoren nehmen den Wind wahr und sorgen dafür, dass die Markise automatisch in die Kassette zurückgezogen wird. Oft werden diese Sensoren auch kombiniert als Sonnen- und Windwächter angeboten, sodass die Markise ausgefahren wird, wenn die Sonne scheint, und eingezogen wird, wenn der Wind eine bestimmte Stärke erreicht. Die Windstärke, ab wann der Sensor reagieren soll, bestimmen Sie selbst und programmieren sie in das Steuergerät ein. Dort kann auch die Sonnenautomatik deaktiviert werden, zum Beispiel, während Sie auf Urlaub sind.

Die Sensoren für Wind- und Sonnenwächter sind auch für Funkmotoren erhältlich, was jegliche Verkabelung zu Steuerung oder Antrieb überflüssig macht.

Welche Markisen sind besonders windbeständig?

Als Balkonmarkisen und für die Beschattung der Terrasse sind Markisen mit Gelenkarm sehr beliebt. Für den Gastronomiebereich, oder wenn eine größere Fläche im Garten beschattet werden soll, eignen sich auch freistehende Markisen sehr gut. Beide Modelle sind allerdings sicher nicht die erste Wahl, wenn es um die Windbeständigkeit geht. Markisentuch und Gelenkarm sind außerdem ständig schutzlos der Witterung ausgeliefert. Kassettenmarkisen bieten den Vorteil, dass die Markise bei Wind und Wetter in der Kassette vollständig geschützt bleibt.

Wenn es um windbeständige Markisen geht, lohnt sich definitiv ein Blick in den Online-Shop von steda. Die dort angebotenen Unterglas- und Aufdachmarkisen, sowie die Senkrechtmarkisen bieten allesamt hohen Windschutz, da die Markisen kaum Angriffsfläche für den Wind darstellen.

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Zahlt die Versicherung für Sturmschäden an der Markise?

Wer schon einmal die Schäden einer kaputten Markise bezahlen musste, weiß, dass die Schadenssumme bald einige hundert Euro ausmachen kann. Nun stellt sich die Frage, ob man sich dagegen versichern kann?

Grundsätzlich ist es über die Hausratsversicherung möglich, allerdings wird es nicht einfach, von dieser einen Schaden zurückzufordern. Die Versicherung ist nämlich grundsätzlich der Meinung, dass der Mieter, bzw. Wohnungs-/Hauseigentümer die Markise einzuholen hat, wenn es stürmisch wird. Insbesondere gilt dieser Punkt, wenn die Sturmwarnung auch über die Medien verbreitet wurde. Dies gilt auch, wenn die Markise über die Wohngebäudeversicherung versichert wurde.

In jedem Fall sind Sie sicher, wenn Sie einen Windwächter installiert haben, wie vorher beschrieben. Wenn dieser nämlich streikt und die Markise wird in Ihrer Abwesenheit nicht eingefahren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Versicherung den entstandenen Schaden übernimmt.

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