Ob aus Holz oder Sicherheitsglas – ein Windfang am Hauseingang macht sich immer gut

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© Shutterstock - SusaZoom

Unter einem Windfang im eigentlichen Sinne versteht man einen kleinen Anbau vor dem eigentlichen Wohngebäude, der mit einem Vordach versehen ist, und über eine Eingangstür verfügt. Außerdem gibt es eine weitere Innentür, durch die man in den Flur des Wohnhauses gelangt. Der Sinn ist, dass diese beiden Türen nie gleichzeitig geöffnet sind, um einen Durchzug, bzw. das Eindringen von kalter Luft zu verhindern.

Da eine adäquate Wärmedämmung der Wohnhäuser inzwischen Standard ist (zumindest bei Neubauten), braucht es den herkömmlichen Windfang eigentlich nicht mehr. Öffentliche Gebäude mit hoher Besucherfrequenz werden dennoch meist weiterhin mit einem Windfang gebaut, um Wärmeverluste durch das häufige Türenöffnen zu vermeiden, und den Straßenlärm zu dämpfen.

In Speiselokalen und Cafés wird statt der Innentür auch oftmals ein schwerer Vorhang eingesetzt. Auch eine Drehtür, wie in manchen Kaufhäusern üblich, ist eine Möglichkeit, Zugluft draußen zu halten.

Windfang am Hauseingang als Witterungsschutz

Völlig „schutzlos“ wollen die wenigsten Haus- und Wohnungsbesitzer ihren Eingangsbereich halten. Wenn man vor dem Eingang stehend nach dem Schlüssel kramt, ist es äußerst unangenehm, wenn einem Wind und Regen dabei seitlich ins Gesicht klatschen. Auch wenn mal ein Päckchen vor der Türe abgelegt wird, ist es so gar nicht toll, wenn es komplett durchweicht oder eingeschneit wird.

Die einfache Lösung: Ein „Windfang light“, also ein Vordach mit Seitenteil(en). Aus welchem Material dieser einfache Windfang besteht, hängt von der restlichen Bauweise des Hauses ab. Häufig kommen Glas oder Holz zum Einsatz, passend zur Hausfassade, bzw. zum Vordach.

Übrigens muss dieser Windfang nicht zwangsläufig nur am Hauseingang zum Einsatz kommen, auch Balkon oder Terrasse bieten sich an, durch Trennwände, bzw. Seitenteile zur windgeschützten Zone zu werden.

Windfang am Hauseingang leicht gemacht

Ein Seitenteil aus Glas als Windschutz ist einfach und rasch montiert, wertet aber den Eingangsbereich optisch sofort auf. Meistens bestehen diese Seitenteile aus Edelstahl- bzw. Aluminiumhalterungen mit gläserner Oberfläche.

Alternativen sind Holzrahmen mit Glasscheiben, bzw. eine Kombination aus Holz und Ziegel. Oft gibt es auch schon die passende Kombination Vordach mit Seitenteil zu kaufen.

Neben dem bereits erwähnten Schutz vor der Witterung bietet ein Windfang am Hauseingang noch weitere Vorteile:

  • Die Haustüre bleibt geschont
  • Je nach verwendeter Glasart Schutz der Privatsphäre
  • Der Eingangsbereich erhält einen modernen, ästhetischen Look

Welches Glas für Windfang?

Für Seitenteile von Vordächern kommt meistens Acrylglas, oder ein Verbund aus mehreren Acrylglasscheiben zum Einsatz. Der Hintergrund ist, dass dieses Material bei starker Windbelastung weniger anfällig ist für Brüche. Acrylglas ist elastisch, verfügt über eine hohe Stossfestigkeit und schwingt mit dem Wind mit. Allerdings sollten Sie gut darauf achten, das Material nicht zu zerkratzen mit Einkaufskörben, Regenschirmspitzen etc.

Der Schutz der Privatsphäre spielt vor allem eine Rolle, wenn man dicht am Verkehrsgeschehen wohnt, bzw. direkt am Haus ein Gehweg vorbeiführt. In diesem Fall sollten Sie sich anstelle von Klarglas z.B. für Ornamentglas entscheiden, auf diese Art und Weise können Sie ungebetene Blicke ganz einfach aussperren. Außerdem fallen bei Ornamentglas eventuelle Kratzer und kleine Beschädigungen nicht sofort ins Auge.

Windfang am Hauseingang aus Holz

Wenn Sie sich für einen Windfang aus Holz entscheiden, kommt meistens Leimholz, bzw. Brettschichtholz zum Einsatz. Es ist formstabil, belastbar und hat ein niedriges Eigengewicht. Vordächer aus Holz haben den Vorteil, dass hier sehr viele Dachformen realisierbar sind, während Vordächer aus Glas vorwiegend Flachdächer oder Rundbogen darstellen. Auch die Dacheindeckung ist variabel, Ziegel oder Schindeln, aber auch eine Kombination mit Glas ist möglich.

Ein Windfang aus Holz muss allerdings gut gepflegt werden, damit er witterungs- und UV-beständig bleibt. Dazu gehört das Streichen mit einer Holzschutzlasur, oder einem Holzlack. Wie oft Sie diesen Vorgang durchführen müssen, hängt von der Verwitterung, bzw. dem Zustand des Holzes ab. Fest steht, vergrautes, sprödes und ausgetrocknetes Holz braucht dringend Pflege.

Windfang am Hauseingang – die Montage

Egal, für welches Material Sie sich letztlich entscheiden, das Seitenteil für den Windfang muss sicher in der Wand montiert werden.

Mit welchem Material dabei vorgegangen wird, hängt sowohl von der zu befestigenden Last, als auch von der Beschaffenheit der Mauer ab. Meistens kommen Stahldübel oder Befestigungen mit Ankerstande und Edelstahl zum Einsatz. In festem Beton lassen sich Seitenteile mit Stahldübeln schnell und einfach befestigen. Ist die Mauer bereits verputzt, und die Beschaffenheit nicht bekannt, gibt eine Probebohrung Aufschluss. Wenn zur Dämmung Mineralwolle oder Hartschaum verwendet wurde, wie es bei vielen Altbauten der Fall ist, achten Sie darauf, dass Sie in jedem Fall bis ins Mauerwerk vordringen bei der Befestigung.

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