Wohmobilcarports – Der perfekte Unterstand für hohe Fahrzeuge

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© T.W. van Urk - shutterstock.com

Wohnmobile werden zunehmend immer beliebter und attraktiver, denn sie bieten eine mobile komfortable Unterkunft und ermöglichen das flexible ungebundene Reisen quer durch europäische Lande oder auch rund um den Globus. Doch sind die Saison und der Urlaub vorüber, gilt es für das eigene Fahrzeug einen sicheren Abstellplatz zu finden. Ein eigener überdachter Stellplatz bietet eine vorteilhafte Alternative gegenüber Fremdplätzen, allerdings stellt ein Unterstellplatz andere Anforderungen als ein normal dimensionierter Pkw-Carport, die es bei der Planung zu beachten gilt.

Auch wenn steda diese spezielle Art von Carports nicht anbietet, möchten wir Sie an dieser Stelle über die Vor- und Nachteile von Wohmobilcarports informieren!

Vorteile von einem Unterstand speziell für ein Wohnmobil

Bewohnbare Fahrzeugmobile gibt es in zahlreichen unterschiedlichen Modellen und Variationen, die zunehmend praktischer, komfortabler oder auch luxuriöser konstruiert werden und auf vielfältige Weise genutzt werden können. Doch eines haben sie stets gemeinsam und das ist eine voluminöse Dimension, denn sie bieten nicht nur ein Cockpit, sondern auch einen großen Wohnraum sowie Lagermöglichkeiten für Reisegepäck und sonstige Transportgüter. Dieser Umfang schränkt nicht selten auch die Parkmöglichkeiten ein, die mit einem entsprechenden Unterstellplatz kein Problem sind.

Ist der wundervolle und meist entdeckungsreiche Urlaub mit dem eigenen Mobil zu Ende, gilt es, für diesen einen geeigneten Standort bis zur nächsten Tour oder zur Überwinterung zu finden. Öffentliche Parkplätze sind oft ungeeignet und liegen außer Sichtweite, während mietbare Hallen oder Parkhäuser Geld kosten und über Monate oder dauerhaft zu teuer werden. Das permanente Parken auf fremdem Gelände ist zudem stets mit Risiken wie Einbruch, Diebstahl oder Schäden verbunden und auf der öffentlichen Straße vor dem Haus von der Nachbarschaft oft nicht erwünscht oder mit Auflagen verbunden oder auch verboten. Ein Unterstand bietet die Möglichkeit, das Fahrzeug auf dem eigenen Grund und Boden abzustellen. Dadurch können hohe Mietkosten für Fremdplätze gespart werden und es ist sicher geborgen sowie immer im Blickfeld.

Eine Unterkunft für das große Fahrzeug schützt es vor schlechten Wetterverhältnissen wie Regen, Hagel, Schnee, Frost und auch vor der Hitze in heißen Sommermonaten, sollte das Mobil in dieser Zeit nicht zum Einsatz kommen sowie vor zahlreichen Umwelteinflüssen. Eine Möglichkeit bietet eine Garage, jedoch gibt es für dieses benötigte Format oft keinen Freiraum und eine Pkw-Garage ist zu klein. Auch stellt es ein teures und aufwendiges Bauvorhaben dar, das in vielen Fällen nicht realisiert werden kann oder sich nicht lohnt. Ein Unterschlupf bietet dem Fahrzeug einen sicheren Schutz vor Wind und Wetter, ist in der Anschaffung deutlich kostengünstiger als eine Garage und kann für gewöhnlich sogar einfach selbst aufgebaut werden.

In attraktiver Konstruktion bietet die Konstruktion einen ordentlichen und festen Platz auf dem Grundstück, ohne eine störende Wirkung zu hinterlassen. Ganz im Gegenteil, das gesamte Erscheinungsbild von Grundstück, Haus und dem abgestellten großen Wohnmobil wird durch einen ansehnlichen überdachten Stellplatz häufig verbessert.

Praktisch und effektiv kann er auch in einer entsprechenden Breite sowohl für das Wohnmobil als auch gleichzeitig für den Pkw als überdachter Stellplatz dienen. So müssen nicht separate überdachte Stellplätze für verschiedene Fahrzeugtypen und ihre jeweiligen Anforderungen auf dem Grundstück aufgebaut werden, wodurch es unter Umständen auch verbaut wird. Wird ein solch speziell dimensionierter Unterstand irgendwann nicht mehr für ein Wohnmobil benötigt, kann er auch für andere Objekte oder Zwecke genutzt werden.

Welche speziellen Anforderungen stellen diese Modelle?

Unterstände, die speziell für Wohnmobile konstruiert sind, sind vor allem in ihrer Höhe, Breite und Länge sehr viel größer konzipiert als Pkw-Carports. Entsprechend den möglichen Formaten eines Wohnmobils steht vor allem die Höhe des offenen Unterstandes im Vordergrund. Selbst das kleinste Fahrzeug dieser Kategorie ist immer noch größer als ein Pkw. Solche Carports erfordern eine Höhe von mindestens 3 Metern und reichen in der Regel sogar bis 4 Meter. Zu differenzieren ist hier vor allem zwischen der Gesamthöhe und der Durchfahrtshöhe. Bei der Berechnung der individuell benötigten Durchfahrtshöhe ist nicht nur die Höhe des jeweiligen Fahrzeuges zu berücksichtigen, sondern auch eventuelle Dachgepäckträger und eine zusätzliche Freiraumhöhe zwischen Dachkonstruktion und Fahrzeugdach inklusive Gestell von mindestens 50 Zentimetern einzukalkulieren. Es ist grundsätzlich zu empfehlen, an der Durchfahrtshöhe nicht zu sparen, vor allem da sich die bevorzugten Fahrzeugmodelle mit der Zeit auch ändern können, der Unterstand jedoch eine langfristige Investition darstellt. Die Breite liegt meist zwischen 3 Metern und 6 Metern. Auch hierbei ist zwischen der Gesamtbreite und der Durchfahrtsbreite zu unterscheiden. Die Breite der Pfosten auf beiden Seiten ist von der Gesamtbreite abzuziehen. Ebenfalls sollte auch in der Breite ein großzügiger Abstand zwischen dem abgestellten Fahrzeug und den (fiktiven) Wänden des offenen Unterstandes eingeplant werden, der Bewegungsfreiheit beim Ein- und Aussteigen sowie eventuell auch Platz zum Abstellen verschiedener Objekte bietet. In der Länge erreichen diese speziellen Konstruktionen in der Regel zwischen 5 und 9 Meter. Soll noch ein Abstellraum integriert werden, kann sich die Gesamtlänge verändern, sollte er am Ende der Durchfahrt etabliert werden. Reichen die üblichen Maße für das geplante Konstrukt nicht aus, können oft auch Sonderbauten mit beispielsweise einer Sonderhöhe in Auftrag gegeben werden.

Spezielle Anforderungen werden bei solchen Konstruktionen auch an die Statik gestellt. Zum Beispiel hängt die Gesamthöhe der Konstruktion unter anderem auch statisch auch von der Breite ab. Das besondere Maß der Höhe hat auch Auswirkungen auf die Windlast, denn je höher der Unterstand ist, desto größer ist die Hebelwirkung. Dementsprechend sind ein besonders stabiles Fundament, einbetonierte Pfosten und spezielle Bodenanker bzw. extra Aussteifungen erforderlich, da die üblichen Anker, wie sie für normal große Modelle verwendet werden nicht ausreichen. Gleichzeitig ist auch auf eine hohe Tragfähigkeit der Schneelast von z. B. 125 kg/m² zu achten. Das Mindestmaß der Schneelastzone 2 beträgt 85 kN/m² (87 kg/m²). Häufig können die Modelle durch zusätzliche Verstärkungen für höhere Tragfähigkeiten und Schneelasten aufgerüstet werden.

Es ist zu empfehlen, die Konstruktion von einem Fachmann entwickeln zu lassen oder auf statisch professionell konstruierte sowie geprüfte Bausätze zurück zu greifen. Es ist ebenfalls zu prüfen, inwieweit eine Baugenehmigung, insbesondere für Sonderbauten, erforderlich wird. Grundsätzlich unterliegt ein solcher Bau den gleichen gesetzlichen Voraussetzungen wie ein Pkw-Unterstand. Allerdings kann es durch die Maße, wie zum Beispiel der Höhe in Bezug zur Grenzbebauung, zu Abweichungen kommen. Als Anbau an ein Gebäude muss immer ein Bauantrag gestellt werden.

Gestaltungs- und Designmöglichkeiten

Diese Unterstände können ebenso wie Pkw-Carports in vielfacher Gestalt, Ausstattung und Design kreiert werden. So sind attraktive Holzkonstruktionen ebenso beliebt wie moderne Aluminium- oder Stahlkonstruktionen. Grundsätzlich ist jede Dachform möglich, wobei zum Beispiel Runddächer wie ein Tonnendach oder Satteldächer gegenüber Flachdächern eine zusätzliche Raumhöhe nach oben hinbieten und dadurch insbesondere bei diesen voluminösen Fahrzeugen funktionell, optisch und hinsichtlich des Raumgefühls äußerst vorteilhaft wirken. Auch die Eindeckungen des Daches sind entsprechend der Art der Unterkonstruktion und des Dachaufbaus vielseitig gestaltbar und kann beispielsweise mit Ziegeln, Schindeln, Dachpfannen, Bitumen, Verbundsicherheitsglas, Polykarbonatplatten oder auch schönen Dachbegrünungen eingekleidet werden. Ebenso können Zierleisten, kreative Dekorelemente oder Wandverkleidungen zum Wind- und Sichtschutz die Konstruktion attraktiv abrunden.

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