Zaunpfosten setzen – so muss das!

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© Shutterstock Bohbeh
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Egal, ob Sie ein Carport oder eine Terrassenüberdachung bauen, oder auch eine simple Wäschespinne aufstellen – alle Projekte haben eines gemeinsam: Sie brauchen fest verankerte Pfosten.

Standfestigkeit und Schutz vor Korrosion, das sind die Hauptanforderungspunkte beim Montieren von Pfosten. Einen Holzpfosten ohne weitere Maßnahmen einzubetonieren, ist nicht sinnvoll, da das Holz zu faulen beginnen wird. Wie also Zaunpfosten fachgerecht verankert werden, erfahren Sie heute bei steda.

Den Pfosten direkt in der Erde versenken

So würde auch unser Großvater vorgehen, wenn es darum geht, einen Zaun zu bauen: Zaunpfahl anspitzen und mit viel Kraft in die Erde hauen.

Warum der Zaun trotzdem nicht faul wurde? Weil er vorher einen Schutzanstrich aus Teer bekam. Und alles Oberirdische ebenfalls regelmäßig fleißig nachgestrichen wurde.

Die Methode funktioniert, dennoch geht aber einfacher: Wer ohne Fundament arbeiten möchte, der besorgt sich am besten Bodenhülsen, diese gibt es zum Einschlagen oder Einschrauben.

Bodenhülsen zum Einschlagen werden hauptsächlich für niedrige Zäune oder leichte Holzkonstruktionen verwendet. Sie werden, wie der Name schon sagt, direkt in den Boden geschlagen, allerdings nicht direkt mit dem Hammer auf das Metall, sondern mit einem Stück Holz etc. dazwischen. Vor dem endgültigen Festschrauben immer wieder mit einem Pfosten ausrichten, damit die Bodenhülse senkrecht ist.

Es gibt diese Einschlaghülsen in quadratischer oder runder Ausführung, beim Kauf sollte man darauf achten, dass man die passende Größe wählt. Sonst müssen Sie das Holz nämlich manuell nachbearbeiten, damit es in die Hülse passt.

Für lockere Böden sind diese Hülsen nicht die optimale Lösung, da sie sonst unter der Last mit der Zeit einsinken. Außerdem sind sie bei sehr steinigen Böden schwer einzuschlagen, sie finden dann keinen Halt oder stehen schief. Bei mehrmaligen Einschlagversuchen lockern Sie dann den Boden auf und haben dann möglicherweise das Einsinkproblem wie oben beschrieben.

Für diese Art „Problemböden“ eignen sich Einschraubhülsen mit Metallwindung. Zur Befestigung wird entweder der Pfosten in den Pfostenschuh eingesetzt und verschraubt, oder die Einschraubhülse fungiert als Gewinde, in das der Pfosten gedreht wird. Mit diesen Einschraubhülsen werden meist Objekte wie Wäschespinnen oder Sonnenschirme befestigt, auch für die Pfosten von Drahtzäunen sind sie geeignet.


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Den Pfosten einbetonieren

Geht es darum, größere Lasten zu tragen, muss der Pfosten einbetoniert werden. Auch Zäune, die höher als 1 Meter sind, gehören auf diese Art befestigt. Nicht zu unterschätzen ist nämlich die Windkraft, die auf einen Zaun ausgeübt wird.

Wie Sie ein frostsicheres Punktfundament anlegen, haben wir in unserer Anleitung erklärt. Auf eine Tiefe von 60 bis 80 cm ist zu achten, ein Durchmesser von 30 bis 40 cm reicht normalerweise leicht aus.

  • Nachdem das ausgehobene Erdloch nun mit Kies für die Drainage und Beton ausgefüllt wurde, können Sie bald den Pfosten montieren. Achten Sie darauf, dass er senkrecht ausgerichtet ist, da nicht mehr korrigiert werden kann, wenn der Beton ausgehärtet ist.
  • Stützen Sie den Pfosten mit zwei Latten und Zwingen ab, bis der Beton trocken ist (kann schon 2 bis 3 Tage dauern). Um den Pfosten herum können Sie nun entweder Erde geben, und das Loch mit Rollrasen kaschieren, oder den Beton mit der Maurerkelle abziehen und sichtbar lassen.
  • Wenn Sie sich für die Variante Pfosten einbetonieren entscheiden, können Sie auch auf U-förmige Trägerhaken zurückgreifen, welche auf ein Punktfundament aufgeschraubt werden. Dazu werden Nylondübel und Bohrmaschine benötigt. Für eine Dübelmontage eignet sich der vorgemischte Beton besser, da er fester ist.
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