Carport als Gartenhaus umbauen – So muss das!

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Carport mit Satteldach von steda

Ein Carport ist praktisch und bietet Ihrem Fahrzeug guten Schutz bei Wind und Wetter. Wenn der Wagen weggeparkt wird, kann der Platz unter dem Carportdach auch prinzipiell als Alternative zur Terrassenüberdachung genutzt werden. Schon so manche Gartenparty ist vermutlich durch einen schützenden Carport gerettet worden und musste nicht „ins Wasser fallen“.

In diesem Artikel möchten wir uns nicht damit beschäftigen, wie Sie Ihren Carport zweckentfremden können. Stattdessen möchten wir unter die Lupe nehmen, ob ein Carport auch zu einem Gartenhaus bzw. Schuppen umgebaut werden kann. Wir klären alle wichtigen Fragen rund um dieses Vorhaben und geben Ihnen wertvolle Tipps und Hinweise.

Was müssen Sie beachten?

Wenn Sie ein Carport als Gartenhaus umbauen möchten, muss erstmal ein guter Plan her. Handwerkliches Geschick ist definitiv erforderlich, um dieses Projekt in die Tat umzusetzen. Ihr Vorteil ist aber natürlich, dass Sie das Gartenhaus nicht komplett neu bauen müssen, sondern die vorhandene Konstruktion nutzen können. Insbesondere das Dach ist schwierig zu bauen. Dieser Teil entfällt, denn Ihr Carport verfügt logischerweise bereits über eine Dachfläche.

Ob es sich dabei um ein Flach- oder Satteldach handelt, ist zunächst einmal egal. Unterschiedliche Dacharten bringen unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich. Doch dies ändert nichts daran, dass der Umbau eines Carports in ein Gartenhaus grundsätzlich möglich ist.

Auch die Stabilität des Carports war ja bereits vorher gewährleistet und die Last des Daches ruhte nur auf wenigen Pfosten. Wenn Sie jetzt zwischen den Pfosten weitere Wände einziehen, müssen Sie sich weniger Gedanken über die Statik machen, als es bei einem Neubau der Fall wäre.

Es gibt einige Fallstricke, die Sie unbedingt bedenken müssen, wenn Sie Ihren Carport in ein Gartenhaus umbauen möchten. Diese stellen wir im Folgenden für Sie zusammen.

Genehmigung erforderlich?

Bei Ihrem neuen Gartenhaus handelt es sich eventuell um ein genehmigungspflichtiges Bauvorhaben. Haben Sie damals eine Baugenehmigung für Ihren Carport eingeholt, bedeutet das nicht, dass Sie auch eine Genehmigung für ein Gartenhaus erhalten.

Hierbei handelt es sich nämlich um einen Aufenthalts- bzw. Wohnraum und dieser darf sich nicht zu dicht am Nachbargrundstück befinden. Dabei ist es unerheblich, ob sie sich wirklich im Gartenhaus aufhalten möchten oder dieses sowieso nur als Schuppen nutzen wollen. Die Fläche des ehemaligen Carports wird so groß sein, dass Sie kaum argumentieren können, es handle sich nicht um (potentiell nutzbaren) Wohnraum.

Generell gilt: Wenn Sie etwas bauen möchten, das den Mindestabstand zum Nachbarn unterschreitet (Stichwort: Grenzbebauung), ist eine Genehmigung erforderlich – sowohl von dem Nachbarn, als auch von der Baubehörde. Sie sollten also auf keinen Fall ohne Genehmigung mit den Umbauarbeiten im Außenbereich beginnen, sonst könnte Ärger drohen!

Das richtige Material wählen

Damit am Ende ein optisch harmonischer und gleichmäßiger Gesamteindruck entsteht, der zu Ihrer Gartengestaltung passt, sollten Sie zur Konstruktion der neuen Seitenwände das gleiche Material nutzen, das auch schon beim Carport zum Einsatz gekommen ist.

Neben der Optik ist das auch bei der späteren Pflege des Gartenhauses von Vorteil. Verwenden Sie ein einheitliches Material, können Sie das Gartenhaus später einfacher pflegen, warten und in gutem Zustand erhalten.

Satteldachcarport steda für zwei Fahrzeuge von Rückansicht

Isolierung, Dämmung und Feuchtigkeitsschutz

Es ist nicht damit getan, einfach ein paar Bretter zwischen die Pfosten des Carports zu nageln, um diesen in ein Gartenhaus umzubauen. Egal, ob Sie das Gartenhaus als Aufenthaltsraum nutzen möchten oder nur Dinge darin lagern möchten – eine gute Isolation ist wichtig.

Sorgen Sie für eine ausreichende Wanddicke – am besten mit einer Dämmschicht aus Polystyrol. Zudem muss sichergestellt sein, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Besonders anfällig sind hierfür die „Schnittstellen“ zwischen den Carport-Pfosten und der Wand sowie dem Dach und der Wand.

Auch von unten kann Feuchtigkeit ins Gartenhaus eindringen. Es ist also ratsam, das Fundament noch einmal genau zu überprüfen und besonders in puncto Wasserundurchlässigkeit nachzubessern. Bei dieser Gelegenheit sollten Sie auch direkt prüfen, wie Sie Strom- und Wasserleitungen ins Gartenhaus legen können – sofern dies für Sie wünschenswert ist. Im Nachgang lassen sich diese nur schwierig integrieren.

Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass der Umbau eines Carports in ein Gartenhaus grundsätzlich ein eher schwieriges Unterfangen ist. In der Theorie könnte man vermuten, dass die Konstruktion eine hervorragende Basis darstellt. Es scheint, als müsse man nur ein paar Wände einzuziehen, sodass ein gemütliches Gartenhaus entsteht. Ob Sie bei diesem Projekt jedoch Zeit, Geld und Nerven sparen ist eher zweifelhaft.

In der Praxis könnte dieses Vorhaben bereits an der fehlenden Genehmigung scheitern. Diese werden Sie insbesondere dann sehr wahrscheinlich benötigen, wenn das neue Gartenhaus nah an der Grundstücksgrenze ihrer Nachbarn steht. Auch in Bezug auf das Material, die Isolierung und die Dämmung sowie den Feuchtigkeitsschutz müssen Sie ganz genau planen. Zudem muss auch das Fundament auf seine Tauglichkeit überprüft werden.

Vermutlich sind Sie also besser damit bedient, Ihren alten Carport abzureißen und stattdessen ein neues Gartenhaus zu bauen. Im steda Online-Shop können Sie aus zahlreichen verschiedenen Gartenhaus Modellen wählen oder Ihr persönliches Traumgartenhaus für den Garten über den Online-Kalkulator erstellen. Der Bausatz wird zu Ihnen nach Hause geliefert und Sie können Ihr Gartenhaus Schritt für Schritt selber bauen.

Natürlich legen wir Ihnen aber auch keine Steine in den Weg, wenn Sie Ihren Carport in ein Gartenhaus umbauen möchten. Bei uns erhalten Sie Bauteile wie Holz und Befestigungsmaterialien ganz individuell auf Sie abgestimmt.

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