So können sie eine Dachrinne richtig löten

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© Antranias - pixabay.com

Dachrinnen aus Zink können Sie selbst reparieren, wenn diese Risse, Löcher oder andere Bruchstellen aufweisen. Mittlerweile werden immer mehr Dachrinnen aus Kunststoff und Kupfer in Neubauten verbaut. Allerdings gibt es immer noch sehr viele Regenrinnen aus Zink.

Die Neuverlegung einer Dachrinne aus Zink setzt voraus, dass die einzelnen Teile dieser miteinander verlötet werden. Eine weitere Voraussetzung ist eine sogenannte Lötlampe, die stärker ist als ein gewöhnlicher Lötkolben. Letzterer sollte für Arbeiten an der Dachrinne nicht verwendet werden sollte. Eine Lötlampe hat mehr Kraft und ist flexibler als ein herkömmlicher Lötkolben. Neben dem richtigen Werkzeug sollte außerdem eine gewisse Grunderfahrung in Sachen Löten vorhanden sein. Dann können Sie als Heimwerker die Regenrinne selbst reparieren. In diesem Artikel erhalten Sie eine Anleitung dazu, wie Sie eine Dachrinne löten.

Die Sicherheitsmaßnahmen

Da beim Löten von Dachrinnen stets auf Dachhöhe gearbeitet werden muss, ist eine Leiter unabdingbar. Wenn Sie keine Leiter haben, die selbst steht, benötigen Sie eine zweite Person. Diese muss zur Sicherheit die Leiter halten. Falls Sie sich nicht wohlfühlen in der Höhe, können Sie sich auch zusätzlich sichern.

Des Weiteren ist der richtige Schutz, vor allem für das Gesicht, sehr wichtig. Tragen Sie dazu stets eine Sicherheitsbrille und die entsprechende Schutzkleidung. Sie sollte komplett geschlossen sein und keine nackten Hautstellen offen lassen. Lötzinn, der auf die Haut trifft kann schwere Verbrennungen verursachen, weswegen der richtige Schutz sehr wichtig ist.

Achten Sie außerdem auch darauf, dass Sie die giftigen Dämpfe, die beim Löten entstehen, nicht einatmen. Die Lötlampe sollten Sie niemals unbeaufsichtigt lassen. Wenn Sie nach ihr greifen, sollten Sie die maximale Konzentration aufbringen. Ansonsten können Sie sich auch an den Händen schwere Verbrennungen zuziehen.

Auch elektrische Leitungen sollten immer im Blick behalten werden, sodass heißes Material nicht damit in Berührung kommt. Die Leitungen könnten verschmoren, wodurch es zu einem Kurzschluss kommen kann.

Die Vorbereitungen

Wenn Sie Ihre Dachrinne löten möchten, sollten Sie die zu lötende Stelle von Schmutz befreien. Am besten fegen Sie gut darüber. Achten Sie darauf, dass Sie die Dachrinne und vor allem die Stellen der Überlappung gründlich reinigen. Daraufhin geben Sie ein Flussmittel auf die Lötstelle. Dabei handelt es sich meist um die Stelle, an der zwei Teile der Dachrinne überlappen. Das Flussmittel ist meist eine Verbindung von Salzsäure.

Das Hauptwerkzeug stellt die Lötlampe inklusive des Lötzinns dar. Der Lötzinn ist das Flussmittel. Des Weiteren benötigen Sie Gas und einen Pinsel. Sollte die Dachrinne schon länger gelagert worden sein und dementsprechend verschmutzt sein, sollten Sie unbedingt die Rinne komplett sauber machen. Dazu eignet sich die Salzsäure als Flussmittel, die mit einem Pinsel ganz einfach verteilt werden. Achten Sie darauf, dass Ihre Haut nie mit der Salzsäure in Kontakt kommt!

Dachrinne an einem Carport unter Dachziegeln
© Shutterstock – Andrei Daubar

Dachrinne löten: Die Anleitung inklusive Tipps & Kniffe

Das größte Problem beim Löten einer Dachrinne ist die richtige Hitze. Sowohl die Lötstelle, also die Überlappung der Dachrinne, als auch die Zinnstange müssen auf die korrekte Temperatur gebracht werden. Dabei kann es schnell passieren, dass sich das Material erhitzt und sogar durchbrennen kann. Deshalb sollte eine gewisse Erfahrung im Löten vorhanden sein. Andererseits reicht eine zu niedrige Temperatur nicht aus, um richtig zu löten und eine komplett verschlossene Naht an den Lötstellen zu erhalten. Das A und O beim Löten einer Dachrinne ist demzufolge die richtige Temperatur von Lötstelle und Zinnstange. Sollte hier die richtige Temperatur erreicht werden, ist das Löten einfach zu meistern.

Das geschmolzene Zinn trifft auf das perfekt temperierte Zinkblech. Es „kriecht“ von alleine in die Stelle, an der sich die beiden Rinnenbleche überlappen. Geben Sie also den Lötzinn direkt auf die Überlappung der Dachrinne, so dass dort eine Naht entsteht. Auf diese Weise muss nun jede Verbindung der Dachrinne mit einer Lötnaht versehen werden. Warten Sie daraufhin ab, bis alles gut abgekühlt ist. Danach können Sie mit Hilfe von Wasser testen, ob die Nähte dicht sind und dem Wasser Stand halten. Sollte wider Erwarten Wasser durch die Nähte laufen, müssen Sie eventuell nachbessern.

Nachdem Sie alle Nähte dicht gelötet haben, sollten Sie auf jeden Fall das Lötwasser von der Dachrinne lösen. Nutzen Sie dazu Wasser, mit dem Sie die Dachrinne gut abspülen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass das gesamte Flussmittel weg ist. Dies ist wichtig, weil bei verbleibender Salzsäure später sehr leicht Rost an den entsprechenden Stellen entstehen kann.

Wenn sich das löten nicht mehr lohnt

Falls Sie eine alte Regenrinne reparieren möchten, empfiehlt es sich vorher zu schauen, wo und wie viele Löcher diese hat. Sind viele Löcher vorhanden, lohnt es sich oft nicht diese zu reparieren. Sie sollte dann ausgetauscht werden. Vor allem bei sehr alten Regenrinnen kann dies der Fall sein. Es kann auch sein, dass das Material der Dachrinne schon sehr porös und dünn ist. Dies erschwert das Löten und ein Austausch ist in der Regel empfehlenswerter.

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