Der richtige Fußboden für das Gartenhaus – So muss das!

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Gartenhaus mit Fliesen als Fußbodenbelag
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Der Boden im Gartenhaus muss robust sein, so dass es einen festen Stand hat. Das Hauptaugenmerk liegt dabei also eher auf Funktion als auf Ästhetik, das muss jedoch nicht sein, denn ein optisch anspruchsvoller Bodenbelag macht das Innere Ihres Gartenhauses zu einem echten Hingucker und kann gleichzeitig funktionell sein.

Der richtige Untergrund ist zweckgebunden

Sie sollten sich bewusst sein, für was Sie Ihr Gartenhaus hauptsächlich nutzen wollen, bevor Sie sich für einen Bodenbelag entscheiden. Möchten Sie beispielsweise hauptsächlich Gartengeräte dort abstellen und es als Stauraum nutzen, dann brauchen Sie keinen gemütlichen Teppichboden verlegen.

Ein weiteres Kriterium bei der Entscheidung zum richtigen Bodenbelag ist die Pflege und Reinigung. Unterschiedliche Bodenbeläge verlangen jeweils einen unterschiedlichen Aufwand bei der Reinigung, so müssen Sie häufiger und gründlicher reinigen, wenn Sie im Gartenhaus viel Zeit verbringen möchten oder gar dort übernachten möchten.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Möglichkeiten für den Boden Ihres Gartenhauses es gibt und was Sie bei der Planung und der Kaufentscheidung beachten müssen.

Welche Optionen bezüglich des Gartenhaus Fußbodens gibt es?

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© zlikovec – shutterstock.com

Der Bodenbelag wird auf das Fundament des Gartenhauses angebracht, welches dafür sorgt, dass von unten keine Feuchtigkeit eindringen kann und es zu Schimmelbildung kommt. Außerdem bietet das Fundament eine stabile Grundlage, so dass das Gartenhaus durch Verschiebungen der Erde nicht in Schräglage gerät.

Als allererstes sollten Sie überprüfen, ob der Unterboden des Gartenhauses vom Erdboden abgekoppelt ist oder Sie zuerst eine Unterbodenkonstruktion bauen müssen, auf der der Bodenbelag dann angebracht wird.

Dieser Unterboden schützt vor Feuchtigkeit und verhindert das Eindringen von Ungeziefer. Falls sich im Fundament Hohlräume befinden, empfiehlt es sich diese mit Schotter oder Kies aufzufüllen und darüber eine Folie als Sperrschicht zu platzieren, die ebenfalls als Feuchtigkeitsschutz dient.

Dann haben Sie mit einem soliden Unterbau die perfekte Voraussetzung Ihren neuen Bodenbelag zu verlegen.

Nachfolgend finden Sie die verschiedenen Materialien, die es für den Bodenbelag gibt. Dabei sollten Sie neben der, Sie ansprechenden, Optik auch die Funktionalität des jeweiligen Materials beachten.

Holzfußboden im Gartenhaus

Gartenhaus mit HolzfußbodenFalls Ihr Gartenhaus aus Holz besteht, bietet es sich an auch den Gartenhaus Fußboden aus Holz zu gestalten, da so ein optisch abgerundetes Bild entsteht. Holz ist der natürlichste Bodenbelag, schafft eine einzigartige Atmosphäre und verfügt zudem über eine geringe Wärmeableitung, so dass Ihre Füße zumindest ein wenig warm bleiben. Somit ist Holz auch für Gartenhäuser geeignet, die als Wohnraum dienen sollen und in denen Sie übernachten können.

 

Die Voraussetzung eines Holzbodens ist eine Unterkonstruktion auf dem Fundament, denn diese verhindert Schimmelbildung und sorgt dafür, dass die Luft sich austauschen kann. Darüber sollten Sie sich bewusst sein, bevor Sie sich entscheiden.

Übliches Laminat lässt sich aufgrund seiner hohen Anfälligkeit für Feuchtigkeit nicht verwenden, Holzdielen dagegen sind die optimale Lösung, denn sie sind feuchtigkeitsresistent und langlebig. Außerdem sind sie äußerst leicht zu pflegen und zu reinigen. Es gibt auch Laminat, das feuchtigkeitsresistent ist, jedoch liegt der Preis dafür sehr viel höher als für gewöhnliches Laminat.

Sie sollten Holzdielen in jedem Fall mit Lack, Lasur oder Holzschutzfarbe behandeln, da sonst eine gute Abhaltung von Feuchtigkeit nicht garantiert werden kann.

PVC Fußboden im Gartenhaus

PVC-Beläge sind sehr günstig zu erwerben und leicht zu verlegen, außerdem haben Sie hier eine sehr große Auswahl an verschiedenen Designs. PVC gibt es in so vielen Ausführungen, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wie Holzdielen ist auch PVC äußerst einfach zu pflegen und zu reinigen, allerdings benötigt PVC auch einen Unterbau auf dem Fundament wie Holz oder OSB-Platten.

Ein Nachteil an einem Bodenbelag fürs Gartenhaus aus PVC ist die Luftundurchlässigkeit, so dass es leicht zu Schimmelbildung kommen kann, weil die Luft nicht zirkulieren kann. Außerdem kann der PVC-Boden leicht kaputt gehen, falls spitze oder schwere Gegenstände darauf stehen.

Fliesen als Bodenbelag im Gartenhaus

Gartenhaus mit Fliesen als FußbodenFliesen und Keramikplatten eignen sich nicht nur als Terrassenplatten sondern haben auch hervorragende Eigenschaften als Untergrund im Gartenhaus. Sie zeichnen sich durch ihre äußerst hohe Lebensdauer aus, sind extrem leicht zu reinigen und benötigen so gut wie keine Pflege. Fliesen eignen sich ebenfalls für Böden ohne Dach, so können Sie dieselben Fliesen im Gartenhaus als Fußboden und davor als kleinen Platz oder Terrasse verlegen und erhalten ein abgerundetes Gesamtbild.

Allerdings sind Fliesen deutlich teurer in der Anschaffung als Holz oder PVC und das Verlegen ist aufwendiger als die Alternativen. Das Mehr an Aufwand rührt daher, dass Fliesen geklebt und verfugt werden müssen, wobei dies auf einem komplett glatten, ebenen Untergrund geschehen muss, denn sie verzeihen keine Unebenheiten.

Teppich

Falls eine gemütliche Atmosphäre Ihre oberste Priorität ist, dann empfiehlt sich ein Teppichboden in Ihrem Gartenhaus. Teppichboden hat einen Wohnzimmercharakter und ist warm an den Füßen.

Er kann einfach gesaugt werden und Teppichböden aus Kunststoff können auch Flüssigkeiten nichts anhaben, da sich diese einfach feucht abwischen lassen. Unter dem Teppichboden sollten Sie eine ebene Beton- oder Holzfläche haben, da die Unebenheiten sonst sofort bemerkbar sind.

Fazit zum Gartenhaus Fußboden

Jetzt kennen Sie die Voraussetzungen, um einen Bodenbelag anzubringen und wissen, welche unterschiedlichen Bodenbeläge es für Ihr Gartenhaus gibt. Die Entscheidung liegt nun bei Ihnen, welchen Bodenbelag Sie favorisieren. Die entscheidenden Kriterien beziehen sich auf die Verwendungsart des Gartenhauses und wie viel Aufwand an Reinigung Sie dadurch aufbringen möchten.

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