Holz richtig abflammen – So muss das!

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Gasbrenner
@ kboyd - pixabay.com

Sowohl Schränke und Kommoden, als auch Stühle oder Holzkisten bekommen einen ganz besonderen rustikalen Charme und eine edle Optik, wenn Sie entsprechend bearbeitet werden. Wenn Sie Holz einen richtigen Antik-Look geben wollen, haben Sie die Möglichkeit, dies durch Abflammen zu erreichen.

Dabei wird zwar die Oberfläche des Materials verändert, das Holz an sich bleibt aber intakt. Abflammen macht das Holz um einiges dunkler und lässt es historisch aussehen. Was genau Abflammen ist und wie das Verfahren durchgeführt wird, erfahren Sie heute um steda-Magazin.

Was ist Abflammen und warum wird es gemacht?

Holz abflammen (oder flämmen) bedeutet letztendlich, das Holz künstlich älter aussehen zu lassen. Dabei wird das Holz durch einen Gasbrenner so lange geflämmt, bis es deutlich dunkler aussieht als zuvor. Dabei lösen sich die weichen Teile aus dem Holz und zurück bleiben die harten Jahresringe. Holzabflammen bewirkt demnach eine leichte Strukturveränderung.

Fans des Vintage-Looks schätzen den historischen Charme, den dieses Verfahren dem Holz verleiht. Man kann einen ähnlichen Effekt auch durch Patinieren der Holzoberfläche mit farbiger Lasur oder Beizen erreichen. Dies ist aber deutlich zeitintensiver und erfordert außerdem mehr Fachwissen und handwerkliches Geschick.

Tipp: Prinzipiell können Sie jede Holzart flämmen, die eine „alte“ Optik erhalten soll. Am besten eignen sich aber Nadelhölzer, wie zum Beispiel Fichte oder Tanne.

Holzstaemme
@ Jana – pixabay.co

Benötigte Materialien und Werkzeug

Zum Flämmen von Holz brauchen Sie vor allem einen Gasbrenner und dazugehörige Gaspatronen. Zusätzlich benötigen Sie:

  • Schraubendreher
  • Putzzeug
  • Putzlappen
  • feine Messingbürste
  • fusselfreien Baumwolllappen
  • Antikwachs
  • zu bearbeitende Holz

Dann kann es, mit Hilfe der folgenden Anleitung, auch schon losgehen!

Holz richtig Abflammen in wenigen Schritten:

Mit der passenden Technik kann jeder Heimwerker Holz abflammen, sodass es auch wirklich den gewünschten Antik-Look bekommt. Die folgenden Schritte zeigen, wie es richtig gemacht wird.

Da das Abflammen Feuer erfordert, sollte es unbedingt im Freien durchgeführt werden. Ein Zimmerpflanzen-Sprüher kann zum Löschen von eventuell glimmendem Holz verwendet werden und sollte daher am besten in Reichweite stehen.

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  1. Schritt: Holzelement ausbauen

Am besten lässt sich Holz abflammen, wenn Sie das gewünschte Holzstück ganz aus- oder abbauen können. Geht es beispielsweise um eine Schranktür, ist es empfehlenswert, sie nicht nur vom Schrank abzubauen, sondern sie auch von allen Anfügungen zu befreien. Dann können Sie am besten arbeiten, denn so ist das Holzstück von allen Seiten gut erreichbar.

  1. Schritt: Untergrund vorbereiten

Als nächstes sollte das Holz mit dem Putzzeug gesäubert und von eventuell vorhandenen alten Farbschichten befreit werden. Für letzteres Vorhaben eignet sich zum Beispiel ein Heißluftföhn oder ein Abbeizer sehr gut.

  1. Schritt: Holz mit Gasbrenner abflammen

Jetzt ist alles soweit vorbereitet, damit Sie mit der eigentlichen Arbeit, dem Abflammen, beginnen können. Zunächst legen Sie dafür eine Gaspatrone in den Gasbrenner ein. Dann fangen Sie damit an das Holz möglichst gleichmäßig anzusengen. Dabei wird die Flamme in Faserrichtung langsam hin- und hergeführt. Die Brenndauer bestimmt nun in Zusammenspiel mit der Temperatur, wie dunkel die Holzoberfläche wird.

Tipp: Vergessen Sie nicht auch die schmalen Seiten und alle Ecken des Holzteils abzuflammen!

Holzboden-abgeflammt
@ andreas160578 – pixabay.com
  1. Schritt: Mit Messingbürste arbeiten

Der wichtigste Schritt ist an dieser Stelle schon getan. Jedoch fehlt dem Holz noch ein wichtiges Finish. Denn nach dem Brennen sieht das Material erstmal recht verkohlt aus. Brüsten sie nun mit einer feinen Messingbürste vorsichtig den Ruß vom Holz ab.

Dieser Schritt sorgt dann außerdem dafür, dass der weiche Teil des Holzes mit herausgebürstet wird. Auf diese Weise treten, wie oben beschrieben, vor allem die harten Jahresringe hervor. Die so entstehende plastische Struktur ist es auch, die Fans dieses historisch aussehenden Holzes so begeistert.

Dieser Schritt ist letztendlich optional, denn je nach Geschmack hat auch ungebürstetes geflämmtes Holz eine ganz besondere Optik.

Achtung: Es ist sehr wichtig, dass immer in Richtung der Faser gebürstet wird, da sonst Querkratzer entstehen können!

  1. Schritt: Antikwachs auftragen

Ganz am Ende verwenden Sie den fusselfreien Baumwolllappen dafür, um eine Schicht Antikwachs in das Holz einzuarbeiten. Massieren sie das Wachs richtig in das Material hinein, denn es verleiht ihm Schutz und einen leichten Glanz.

Andere Möglichkeiten der Versieglung sind das Verwenden von Holzöl, farblosem Wachs oder Lack. Je nach Produkt erhält das Holz so nochmal eine etwas andere Färbung.

Weitere Tipps: Wer künstlerisch begabt ist kann außerdem vor Schritt 5 noch mehr „Alterungsspuren“ in das Holzstück einarbeiten. Künstliche Macken, alte Farbspuren oder mit einer kleinen Bohrmaschine hergestellte „Wurmlöcher“, komplettieren den Vintage-Look. Danach am besten noch ein zweites Mal das Holz flämmen und schon ist das Holzstück fertig.

Wer einen Brandmalkolben besitzt und wem es gefällt, kann außerdem auch Malereien oder Schriftzüge damit im Holz erzeugen.

Fazit zum Holz abflammen

Holz abflammen ist nicht schwer und kann von jedem Heimwerker erlernt und durchgeführt werden. Mit etwas Übung werden die Stücke gleichmäßig dunkel. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und lässt Ihre Möbel, oder andere Holzteile in neuem, „alten Glanz“ erstrahlen.

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