Aluminium Gartenzimmer – Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten

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Der Garten ist in seiner individuellen Gestaltung das eigene private kleine idyllische Naturparadies, das die Lebensqualität steigert und in dem man den Aufenthalt in der freien Natur auf vielfältige Weise genießen und Kraft tanken kann. Doch wehe Regen, starker Wind, kühle Temperaturen und eine Schar lästiger Insekten treten in Erscheinung und machen den Aufenthalt im Garten unter freiem Himmel unmöglich. Eine attraktive Lösung stellt das rundum glasklare Aluminium Zimmer als Kaltwintergarten dar, in dem das Gartenambiente in jeder Saison und vom Wetter unabhängig stilvoll bei Tag und Nacht geschützt genossen werden kann und einen wohltuenden Aufenthalt ermöglicht. Es stellt mit seinen besonderen Eigenschaften eine Vielzahl von Vorteilen und Nutzungsmöglichkeiten bereit.

Auch wenn steda diese spezielle Art von Gartenzimmern nicht anbietet, möchten wir Sie an dieser Stelle über die Vor- und Nachteile von Aluminium Gartenzimmern informieren!  

Die besonderen Merkmale und Vorteile

Das Gartenzimmer ist ein sogenannter Kaltwintergarten, der im Gegensatz zu einem herkömmlichen Wintergarten oder Wohnwintergarten nicht Wärme isoliert und nicht gedämmt ist sowie auch kein fest integriertes Heizsystem vorsieht.

Das Zimmer aus Leichtmetall besteht neben einem lichtdurchlässigen Terrassendach aus einer geschlossenen Frontwand, gegebenenfalls auch Rückwand und Seitenwänden aus klarem Verbundsicherheitsglas oder lichtdurchlässigem Kunststoff, die in einem Gerüst aus hochwertigen Profilen eingebunden sind. Es bildet einen geschützten Raum, der eine Erweiterung des Wohnbereiches darstellt, wenngleich der Kaltwintergarten technisch und rechtlich kein vollwertiger Wohnraum ist.

Der Kaltwintergarten dient lediglich dem Schutz vor Wetter- Klima- und Umwelteinflüssen im Außenbereich und bietet eine freie klare Rundumsicht auf den Garten, Himmel und Umgebung sowie die sichere Überwinterung von Pflanzen. Aufgrund der nicht isolierten Rahmenkonstruktion und der Einfachverglasung oder Kunststoffeindeckung nimmt der Raum Sonnenstrahlen sowie Sonnenwärme sofort und leicht auf, weswegen es auch oft als „Sonnenfänger“ bezeichnet wird. Der Raum sollte nach Möglichkeit stets auf der Südseite beziehungsweise auf der Sonnenseite errichtet werden. In diesem Fall wird der Kaltwintergarten zu einem „Drei-Jahreszeiten-Wintergarten“ und schützt im Winter die Hauswand vor Frost. So kann die maximale Ausnutzung der Sonnenenergie und Wärmestrahlung erreicht werden.

Zu den Vorteilen gehören insbesondere sein unkomplizierter schneller Aufbau aufgrund der leichten Konstruktion und innovativen Konzeption sowie sein günstiger Preis und seine geringen Kosten, da ein Kaltwintergarten im Gegensatz zu einem Wohnwintergarten über keine aufwendige Ausstattung, Aufbau und Technik hinsichtlich Isolation, Isolierglas, anspruchsvoller Fundamente, Fußbodenaufbau und Heizungsanlage verfügt. Der Kaltwintergarten besitzt eine geringe Anschlusshöhe und kann leicht nachträglich an eine Hauswand angebaut werden. Als Glasbau, der einem nicht beheizten Gewächshaus gleicht und nicht mit einem Wohngebäude verbunden ist, wird für das Zimmer aus Leichtmetall häufig keine Baugenehmigung benötigt. Der Kaltwintergarten schützt als einfacher Glasbau schlicht vor Wind und Regen und unterliegt nicht den Wärmeschutzbestimmungen.

Im Frühjahr und im Herbst bietet es häufig sogar auch noch an milden Wintertagen einen wundervoll angenehmen Aufenthalt. Einen gestalterischen Vorteil besitzt es auch hinsichtlich des Arrangements mit Pflanzen. Das Gartenzimmer muss nicht nur dem Überwintern von frostempfindlichen Gartenpflanzen dienen, sondern kann mit entsprechend geeigneten Pflanzenarten ganzjährig, auch in den kalten Wintermonaten, eine grüne Oase wie der Garten im Sommer sein. Als anpassungsfähige Kaltwintergarten-Pflanzen eignen sich beispielsweise Olivenbäume, Feigenbäume, Lorbeer, Akazien, Zitronensträucher, Trompetenblumen, Zypressen oder die chinesische Honigpalme.

Ausstattung und Modellvarianten des Kaltwintergartens

Für den Leichtmetall-Raum gibt es verschiedene Modelle und auch Ausstattungen. Der Kaltwintergarten kann als Wandanbau an einer Hauswand oder auch Gartenmauer errichtet werden, wobei diese häufig die Rückwand bilden und keine zusätzliche Glaswand notwendig wird. Ebenso kann es freistehend im Garten oder auf einer Terrasse mit Vorderwand, Rückwand und Seitenwänden aufgebaut werden. Für die Räumlichkeit werden vorzugsweise hochwertige Alu-Konstruktionen verwendet, da Holz einer aufwendigeren Pflege bedarf und mit Schutzlasuren regelmäßig nachbehandelt werden muss. Als Fundament benötigt es ein Fertigpfostenfundament mit Wasserauslauf unter den Trägern. Der Raum sollte ein gutes Entwässerungssystem beinhalten, da Regenwasser und Schmelzwasser sicher ablaufen müssen.

Das Zimmer benötigt stets eine sehr gute Durchlüftung, die in den Sommermonaten insbesondere bei Hitze auch oft willkommen ist. Diesbezüglich gibt es verschiedene Modelle wie beispielsweise Gartenzimmer mit Doppeltüren oder mit 2-teiligen und 4-teiligen Schiebetüren in der Frontwand oder auch ein Glasschiebewandsystem, bei dem die Fensterwand der Front und auch der rechten und linken Seiten bei Bedarf auf- und zugeschoben werden kann. Doch nicht nur Glasschiebewände sorgen für frische Luft, sondern bei einigen Modellen können auch die Dachplatten geöffnet und geschlossen werden.

Für die Eindeckung der Wände und der Bedachung wird in der Regel Verbundsicherheitsglas (VSG) oder Stegplatten aus Polycarbonat verwendet, die je nach Bevorzugung glasklar und/oder mattiert eingesetzt werden. Es müssen grundsätzlich nicht alle Wände verglast sein, so können beispielsweise Rückwand oder Seiten auch mit einer geschlossenen reinen Leichtmetall-Wand verkleidet werden oder komplett offenbleiben. Es werden viele fertig konzipierte Modelle wie beispielsweise von Verasol mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten und Zusammensetzungen angeboten, jedoch werden Kaltwintergärten auch auf Wunsch häufig nach individuellen Vorstellungen und Maßen angefertigt.

An kühlen Tagen und Abenden oder in der frostigen Wintersaison muss es nicht unbedingt unzumutbar kalt sein. Eine integrierte Heizungsanlage ist zwar nicht zu empfehlen, da die Wärme durch nicht vorhandene Isolierung und Dämmung sofort abzieht und nur Energiekosten verursacht, jedoch kann mit innovativen Heizstrahlern wie Infrarotstrahlern, die die im Gartenzimmer befindenden Personen zielgenau erwärmen, ein behaglich warmer Aufenthalt ermöglicht werden.

Beschattung

Rundum lichtdurchlässig flutet das Sonnenlicht an klaren Tagen durch nahezu alle Seiten des Raumes, wodurch es nicht nur sehr warm werden, sondern auch blenden und Pflanzen schädigen kann. Es ist zu empfehlen für eine ausreichende Beschattung zu sorgen. Dafür eignen sich z.B. Markisen auf dem Dach, Senkrechtmarkisen für die Seitenwände, Plissees, Segeltücher im Seilspannsystem oder auch Markisoletten. Nach Möglichkeit sollte eine Innenraumbeschattung gegen Feuchtigkeit und Schimmelbildung resistent sein, da sich im Gartenzimmer Kondenswasser und eine hohe Luftfeuchtigkeit bilden können. Die Stoffe sollten aus einem geeigneten Kunststoff bestehen oder speziell imprägniert sein.

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