Dacheindeckung fürs Gartenhaus – Dachpappe, Dachpfanne oder doch ein Gründach?

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Dacheindeckung mit Dachziegeln

Ihr Gartenhaus ist fast fertig geplant – Welche Dacheindeckung es werden soll steht noch in den Sternen? Reicht Dachpappe, soll es optisch ansprechen mit Schindeln, oder soll es gleich ein außergewöhnlicher Blickfang werden mit einem Gründach?

Dichthalten und Dämmung sind die Hauptfunktionen der Dacheindeckung. Allerdings sollten Sie auch einkalkulieren, dass das Dach je nach Region eine nicht unwesentliche Schneelast zu tragen hat. Die Entscheidung für eine bestimmte Dacheindeckung hängt also auch von der Qualität des Gartenhauses ab, und wie robust es in Bezug auf die Traglast gebaut ist.

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten zur Eindeckung vor, vom Klassiker, der Dachpappe, bis hin zur Dachbegrünung.

Dachpappe

dachpappe gartenunterstand

Dachpappe war lange Zeit das Nonplusultra, wenn es um das Eindecken von Gartenhäuser, Schuppen und Lauben ging. In die mit Bitumen getränkte Pappe werden meist Sand, Kies oder Schiefersplitter mit eingearbeitet, um eine bessere Witterungsfestigkeit, bzw. eine höhere UV-Resistenz zu erreichen. Bitumen ist eine teerartige Masse, von der jedoch keine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Das Material punktet mit seiner Preisgünstigkeit. Allerdings ist die Haltbarkeit und Dichtigkeit nicht auf Dauer und im Sommer wird es unter einem mit Dachpappe gedeckten Dach ziemlich heiß.

EPDM-Folie

EPDM Folie

Dieser Werkstoff namens Ethylen-Propylen-Dien-Monomer wird als EPDM-Folie oftmals als Unterlage für eine Dacheindeckung, bzw. als Dacheindeckung für Flach- und Pultdächer verwendet. Die Folie schützt ideal vor Feuchtigkeit und kann auch als Unterlage für eine Dachbegrünung dienen. EPDM-Folien werden in einem Stück gefertigt und angebracht. Zum Anbringen ist ausschließlich wasserbasierter Flächenkleber und ein sauberes Dach nötig. Diese Folien haben eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren!

Faserzementplatten (Eternit)

Dach- und Fassadenplatten aus Faserzement, umgangssprachlich auch oft als Eternitplatten bezeichnet, reichen in ihrer Robustheit und Langlebigkeit an Ziegeldächer heran. Zu beachten ist auch hier wieder das Gewicht der Dacheindeckung. Um sicherzugehen, dass die Faserzementplatten asbestfrei sind, sollten Sie auf Produkte aus Deutschland setzen. Seit Mitte der 1990er ist Asbest in Faserzementplatten hier verboten, europaweit allerdings erst seit 2005.

Schieferplatten

Ton, Lehm und Schiefer sind die ältesten Baumaterialien für ein Dach. Auch hier gilt es zu bedenken, dass sich die Traglast für das Gartenhaus wesentlich erhöht, ähnlich wie bei Dachpfannen. Günstig ist, wenn die schwere Dacheindeckung bereits beim Bau des Fundaments einkalkuliert wird, denn ein Betonfundament stützt die Wände erheblich ab. Das Verlegen von Schieferdächern fällt allerdings unter Handwerkskunst, und kann nicht in einer Stunde vom Hobbyhandwerker erledigt werden.

Dachpfannen

verlegen von dachpfannen auf dach

Falls Ihr eigenes Wohnhaus mit Dachpfannen gedeckt ist, kann es optisch durchaus ansprechend sein, auch das Gartenhaus mit Flächen- und Formziegel aus Ton einzudecken. Dachpfannen ist ein weit gefasster Begriff für Betondachsteine, Dachziegel und ähnlich geformten Dachsteinen aus Kunststoff oder Metall. Die übliche, für Dachpfannen notwendige Dachneigung liegt bei 28 °C. Für Flachdächer gibt es eigene Flachdachpfannen.

Bei dieser Art der Dacheindeckung gilt es allerdings zu bedenken, dass Dachpfannen ein enormes Zusatzgewicht bedeuten. Gartenhäuser sind meistens auf diese Last nicht ausgelegt, und es kann notwendig sein, das Dach mittels zusätzlicher Dachbalken zu stützen.

Dachpfannen sind äußerst langlebig und robust, Hersteller geben bis zu 30 Jahre Garantie darauf. Moderne Oberflächenbeschichtungen sorgen dafür, dass die Pfannen bei Regen quasi von selbst gereinigt werden. Als Nachteil ist zu nennen, dass eine Dacheindeckung mit Dachpfannen wesentlich teurer ausfällt als mit Dachpappe, Folie oder Bitumenschindeln und man gewisse handwerkliche Kenntnisse für die korrekte Verlegung benötigt.

Bitumenschindeln

Dacheindeckung Bitumenschindeln in rot

Bei der Anbringung sollten die folgendes bezüglich der Dachneigungen beachten: Bei einer Standardneigung von 15 bis 60° reicht die Befestigung mit Dachpappnägeln. Eine Dachneigung von über 60° erfordert ein zusätzliches Verkleben der Schindeln. Eine weitere Variation ist die Dacheindeckung mit Wellplatten aus Bitumen.

Bitumendachschindeln haben die Dachpappe als Standardeindeckung abgelöst. Kein Wunder, denn sie sind leicht, leicht zu bearbeiten, robust, wasserfest und witterungsbeständig. Und dazu sehen sie auch noch richtig gut aus!

Bitumenschindeln bestehen aus Glasvlies, welches beidseitig mit Bitumen getränkt ist, die Oberseite ist mit eingefäbtem Mikrogranulat beschichtet, welches die Schindeln enorm UV-resistent macht.

Bei Steda finden Sie abgepackte Bitumendachschindeln in verschiedenen Farben für die Montage am Dach von Gartenhaus, Carport und Co.

Metalldach

Metalldach als Dacheindeckung fürs Gartenhaus

Ob Profil- oder Wellblech, Kupfer oder Edelstahl, die Auswahl ist riesig. Für jeden Geschmack und jedes Budget lässt sich das Passende finden. Die Haltbarkeit hängt stark von der gewählten Qualität des Metalls ab. Wer sich für ein Kupferdach entscheidet, muss tiefer in die Tasche greifen. Außerdem verfärbt sich Kupfer mit der Zeit grün, was der Qualität zwar keinen Abbruch tut, aber die Optik verändert. Der größte Nachteil bei Metalldächern besteht im recht hohen Lärmpegel bei Regen. Durch spezielle Dachdämmung kann man diesem Übel allerdings ein wenig entgegenwirken.

Dachbegrünung

ökologischer Garten - dachbegrünung

Eine Dachbegrünung zeigt von Naturverbundenheit, und bietet viele Vorteile: Sie schützt das Dach von Gartenhaus, Carport etc. vor Frost und starker Sonneneinstrahlung, und sorgt für Wärme- und Schalldämmung. Für eine extensive Dachbegrünung ist eine Traglast von 100 kg/m² nötig.

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