Gartenhaus abbauen und versetzen – Wenn das Gartenhaus einen neuen Platz bekommen soll

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Gartenhaus auf Anhänger
© Bastian Kienitz

Dass die Versetzung eines Gartenhauses notwendig wird, kann verschiedene Gründe haben: Sie möchten Ihren Garten umgestalten bzw. umstrukturieren, oder es findet sich einfach ein besser geeigneter Platz für das Gartenhaus. Leider läuft es nicht so einfach ab, dass man das Häuschen einfach anheben, und woanders wieder hinstellen kann. Welche Überlegungen Sie vor dem Abbauen tätigen sollten, und wie das Versetzen letztlich vor sich geht, das wollen wir Ihnen heute verraten.

Abwägen von Risiken und Kosten:

Überprüfen Sie, in welchem Zustand sich Ihr Gartenhaus befindet, bevor Sie weitere Überlegungen anstellen. Steht es nämlich schon sehr lange an seinem angestammten Ort und ist inzwischen morsch und marode, muss es entweder vorher renoviert werden, oder die Versetzung lohnt sich gar nicht mehr, und es bleibt nur der Abriss übrig.

Trotz aller Vorsicht kann das Gartenhaus beim Versetzen Schäden davontragen oder verzogen werden. Erfüllt der neue Standort alle Voraussetzungen für das Gartenhaus? Der Boden sollte dort eben, fest und trocken sein.

Halten Sie auch am neuen Standort alle erforderlichen Grenzabstände zum Nachbargrundstück etc. ein? Haben Sie sich erkundigt, ob eine Baugenehmigung notwendig ist?

Rentieren sich die anfallenden Kosten für den Abbau des Gartenhauses, oder sollte man besser noch einmal mit dem Bau eines neuen Gartendomizils beginnen? Je nachdem, wie groß das Gartenhaus ist, müssen Sie Kranstunden, Leihgebühren für einen Bagger, den Lohn für die Helfer und Materialkosten einrechnen.

Wenn alle Überlegungen positiv ausgefallen sind, steht der Übersiedelung nichts mehr im Wege. Und wie wird dabei vorgegangen?

Die Voraussetzung hierfür ist, dass das Gartenhaus klein (wie z.B. das Modell „Kreta“ aus dem Online-Katalog von steda) und in gutem Zustand ist. Geeignet ist die Methode auch, wenn das Gartenhaus in die Nähe versetzt wird. Der Boden sollte nicht weich, abschüssig oder matschig sein. Und außerdem ist hier ziemliche Muskelkraft gefragt, Sie brauchen also einige starke Helfer zum Anpacken.

Das Gartenhaus muss natürlich komplett leer geräumt werden. Anschließend müssen bestehende Verankerungen mit dem Boden, bzw. dem Fundament gelöst werden, bevor man nun das Haus zu seinem neuen Standort bewegen kann.

Für eine weitere Strecke lohnt es sich, wenn man Hilfe bei der Fortbewegung in Anspruch nehmen kann, beispielsweise, indem Sie das Gartenhaus auf Rohre oder Rundhölzer stellen, damit es sich leichter ziehen lässt. Natürlich müssen Sie sehr gut darauf achten, dass sich das Haus nicht selbständig macht dadurch… Auch Rollbretter für Möbel können eine Hilfestellung sein.

Fällt das Gartenhaus eine Nummer größer aus, bzw. besteht es aus vielen Einzelteilen, dann ist es am sinnvollsten, wenn man es in transportable Teile zerlegt. Voraussetzung ist allerdings, dass das Gartenhaus verschraubt ist, und nicht durch Nägel zusammengehalten wird, verklebt ist, oder vielfach lackiert wurde.

Wenn Sie das Haus in seine Einzelteile zerlegen, machen Sie unbedingt ausreichend Fotos und nummerieren Sie Wände und alle weiteren Teile, damit es später auch ein problemloser Aufbau wieder möglich ist. Auch eine detaillierte Skizze kann keinesfalls schaden. Auf etwaige Strom- und Wasseranschlüsse muss natürlich geachtet werden, diese sollten auch vom Fachmann versetzt werden.

Mit Zeit, Geduld und diesen Unterlagen sollte es möglich sein, das Gartenhaus an seiner neuen Stelle wieder aufzubauen.

Um diese kostenintensive Variante kommen Sie nicht herum, wenn es sich um eine große Blockbohlenhütte handelt, bzw. es sich nicht in Einzelteile zerlegen lässt. Was Details zum Kran und dessen Miete angeht, sollten Sie Experten von Transportunternehmen an Ihrem Wohnort befragen.

Als nächstes gilt es, zu checken, ob Ihr Garten auch „krantauglich“ ist, das heißt, ob genügend Platz zum Schwenken des Kranarms vorhanden ist, oder ob Bäume oder Stromleitungen im Weg sind.

Der Boden sollte der Belastung des Krans standhalten können, darf also nicht zu weich sein. Und er sollte nicht an einer optisch wichtigen Stelle im Garten stehen, denn es wird zu sichtbaren Druckstellen kommen.

Befestigt wird das Haus am Kran mithilfe von Gurten, Sie profitieren auf jeden Fall von einer stabilen Dacheindeckung. Trotzdem sollte das Gartenhaus mit Kanthölzern stabilisiert werden, denn wenn die Blockbohlen nur zusammengesteckt wurden, besteht die Gefahr, dass das Haus zusammenfällt. Die Kanthölzer werden also auf die erforderliche Länge und Breite gekürzt, und mit Hilfe von Stahlwinkeln in den Ecken und den Oberkanten des Gartenhauses verschraubt. Dies schützt Ihr Gartenhaus auch gleich künftig vor Sturmböen.

Achten Sie darauf, dass Fenstergläser ausreichend geschützt sind, die Tür wird am besten ausgehängt. Und anschließend kann das Gartenhaus mit Hilfe des Krans an seinem neuen Bestimmungsort abgestellt werden!

steda wünscht viel Erfolg und eine unfallfreie Übersiedelung.

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