Pfostenträger in H-Form – Spezielles und stabiles Befestigungsmaterial

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© Marko Poplasen - shutterstock.com

Lastenreiche Bauten wie Terrassenüberdachungen oder Carports halten sich in ihrer Konstruktion und Bestimmung nicht ohne ein spezielles und stabiles Befestigungsmaterial. Eine existenzielle Funktion übernehmen vor allem Befestigungselemente, die das Tragwerk einer Konstruktion dauerhaft sicher und stabil halten. Eines dieser Tragelemente sind Pfostenträger in der H-Form, die unscheinbar, aber von ausschlaggebender Bedeutung die Verbindung zwischen Fundament und bestimmten Trägerpfosten darstellen.

Was sind Pfostenträger in H-Form?

Diese speziellen Träger fungieren als Betonanker und stabiles Tragelement für Holzpfosten, Holzbalken oder Kanthölzer, wie sie bei Terrassenüberdachungen, Carports, Pergolen oder Dachabstützungen aus Holz vorkommen. Die Bezeichnung H-Form ergibt sich durch ihre Gestalt, die an den Buchstaben „H“ erinnert. Häufig werden sie auch „H-Pfostenträger“, „H-Anker“, „H-Pfostenschuh“, „H-Stützenschuh“ oder „H-Stützenfüße“ genannt. Diese H-Anker bestehen aus korrosionsbeständigem feuerverzinktem Flachstahl oder Edelstahl und sind äußerst tragfähig, sodass sie insbesondere bei sehr schweren Holzkonstruktionen zum Einsatz kommen und den damit verbundenen Gewichten und einwirkenden Kräften standhalten.

Der untere Teil dieser Stützfüße wird in den Beton des Fundamentes unter den tragenden Pfosten eingegossen, wodurch eine stabile widerstandsfähige Grundlage für die Konstruktion entsteht. In den oberen Teil des Stützfußes wird der Holzpfosten eingefügt. Mit Maschinenschrauben, Sechskantschrauben, Passbolzen oder Gewindestangen sowie Muttern und Unterlegscheiben werden sie an den Seiten mit den Holzpfosten befestigt.

Der Stützenschuh zum Einbetonieren sorgt nicht nur für die erforderliche Tragfähigkeit und Stabilität der Konstruktion, sondern hat in seinem Aufbau und seiner Form vor allem die Aufgabe einen ausreichenden Abstand zwischen Erdboden und dem Holzpfosten sicherzustellen. Sinn und Zweck sind, dass das Holz keinen Kontakt zum Erdreich oder Boden bekommt, da es sonst von Feuchtigkeit, Frost und Schädlingen bedroht wird, was sehr schnell zu Fäulnis und Verrottung des Holzes führen kann.

Merkmale – Worauf ist besonders zu achten?

Die Beschaffenheit sowie die Sorgfältigkeit ihrer Montage ist von höchster Bedeutung, denn sie sind in der Statik der Konstruktion involviert. In der statischen Berechnung von beispielsweise Carports oder Terrassenüberdachungen sind verschiedene Lasten und ihre Wirkungen einkalkuliert. Die Anker stehen in enger Beziehung zu den Drucklasten, die vertikal von oben nach unten wirken, den Windsoglasten, die mit Zugkräften und Hubkräften einwirken sowie den Horizontalkräften, die von der Seite wirken und die Pfosten seitlich wegdrücken können.

Der Träger des Typs „H“ ist ein „geregeltes Bauprodukt“, welches nach der DIN 1052-2 (mechanische Verbindungen für Holzbauwerke) gemäß der Regelliste des „Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt)“ in Berlin hergestellt wird. Es ist zu empfehlen, beim Kauf darauf zu achten, dass der jeweilige Anker der gesetzlichen Norm bzw. den baurechtlichen Anforderungen der EU (Europäischen Technischen Zulassung ETA-10/0200) entspricht, zertifiziert und mit der CE-Kennzeichnung versehen ist.

Für die H-Anker gibt es verschiedene Gabelweiten wie etwa 71mm, 81mm, 91mm, 101mm, 11mm, 116mm, 121mm oder141mm. Die benötigte Gabelweite richtet sich nach der jeweiligen Breite des Pfostens. Beispiel: Für einen 120 mm breiten Pfosten aus Leimholz wird eine Variante mit der Gabelweite 121 mm benötigt. Ein solcher Stützenschuh umfasst normalerweise das Format 600 mm (Höhe) x 60 mm (Breite) x 6 mm (Stärke). Als statisch erforderliches Bauteil, das unter anderem horizontalen Kräften widerstehen muss, sollte die Stärke mindestens 6 Millimeter betragen. Für stärker beanspruchte H-Anker, die außerordentlichen horizontalen und vertikalen Lasten standhalten müssen, ist eine Stärke von 8 mm geeignet. So gibt es auch stärkere, längere und schwerere Anker, zum Beispiel in dem Format 800 x 80 x 8 mm.

Sowohl die Qualität als auch die Wahl des richtigen Maßes und eine fachgerechte Montage der Träger sowie ihren Verbindungselementen sind ausschlaggebend für die dauerhafte Tragfähigkeit und sichere Stabilität des gesamten Bauwerks.

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